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Mit 75 noch fit |16.07.2019|16:30

Heidi Wegner: Die Fußball-Omi von der Peene

Jahrelanges Engagement als Jugendtrainerin: Heidi Wegner.[Foto: Rot-Weiß Wolgast]

Heidemarie Wegner ist mit 75 Jahren die vermutlich älteste Schiedsrichterin Deutschlands. Doch ihr Engagement für den Fußball geht weit über das Pfeifen hinaus. Die Rentnerin hilft bei Rot-Weiß Wolgast, wo sie nur kann - seit mehr als 50 Jahren. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Wegner über ihre Liebe zum Fußball und was sie auch im Alter noch antreibt.

FUSSBALL.DE: Frau Wegner, Sie strotzen nur so vor Energie. In Ihrer Heimat sind Sie bekannt für Ihr großes Engagement. Was ist das Geheimnis Ihrer Fitness?

Heidemarie Wegner:  Ich halte mich mit Fahrradfahren und Wandern fit. Seit 1970 gehe ich regelmäßig in die Sauna. Ich habe von klein auf immer Sport gemacht. Mit meinem Vater bin ich schon ganz früh auf den Sportplatz gegangen. Ich habe auch Straßenfußball gespielt und in der Schule Handball. Mich musste man abends von der Straße runterholen. Heute hat jeder nur sein Smartphone und seinen Laptop in der Hand.

Sie haben rund 10.000 Spiele gepfiffen. Welche Erinnerungen haben Sie noch an Ihren ersten Schiedsrichter-Einsatz?

"Ich habe Werte, die hat manch ein Junger nicht"

Wegner: Oh, das ist lange her. Ich habe 1968 die Bezirksmeisterschaften auf der Peene-Werft gepfiffen. Da war ich gut aufgehoben. Ich habe erst zwei Jahre ohne Schiedsrichter-Ausweis gepfiffen. Als ich meine Prüfung gemacht habe, hatte ich schon über 100 Spiele weg.

Aufhören ist für Sie immer noch kein Thema?

Wegner:  Nein. Ich bin kürzlich wieder bei meinem Hausarzt durchgecheckt worden. Ich habe Werte, die hat manch ein Junger nicht. Ich laufe mehr als andere auf dem Platz. Manche Schiedsrichter bewegen sich ja nur um den Mittelkreis herum. Und wir pfeifen 90 Prozent unserer Spiele ganz allein. Da muss man schon fit sein, sich bewegen und mitlaufen.

Wie behaupten Sie sich auf dem Platz? Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Wegner:  Durch regelsicheres Auftreten. Auf dem Platz erkläre ich vieles und versuche dabei, mit praktischen Beispielen zu arbeiten. Ich habe mich auch schon mit den neuen Regeln beschäftigt. Demnächst mache ich mit der Herrenmannschaft sowie der A- und B-Jugend eine Weiterbildung. Da bringe ich die neuen Regeln bei.

Sie waren fast 30 Jahre Jugendtrainerin, organisieren außerdem Turniere, waren im Vereinsvorstand und leiten bei Wolgast die Abteilung Herzgruppe. Im Verband Vorpommern-Greifswald sind Sie Ehrenvorsitzende. 2014 haben Sie für Ihr ehrenamtliches Engagement die Verdienstnadel vom DFB erhalten. Warum sind Sie im Fußball so aktiv?

Wegner:  Ich mache das aus Freude an der Sache und, um mich sportlich fit zu halten. Ich habe das Geld nie im Vordergrund gesehen, auch heute nicht. Ich sehe das als Berufung. Ich habe noch nie von unserem Verein Geld genommen, für kein Spiel. Von dem Geld hätte ich mir das beste Auto kaufen können. Überall, wo ich gebraucht werde, bin ich da und helfe. Als Staffelleiterin bin ich jetzt nicht mehr aktiv. Ich habe ja kein Internet und habe das immer alles am Telefon erledigt.

Was macht Ihre Verbundenheit zu Rot-Weiß Wolgast aus?

Wegner:  Die kommt aufgrund meiner Wurzeln, weil ich 35 Jahre Platzwart war. Da sagt jeder, deine Wurzeln reichen bis zum Mittelpunkt der Erde. Es gibt einige Sportfreunde im Verein, die immer sehr gut zu mir gehalten haben. Bis vor zwei Jahren habe ich die Bambinis trainiert. Dann war ich mit einem Mal zu alt. Das hat mich so vor den Kopf gestoßen, dass ich mich fast aus dem Verein zurückgezogen habe. Die meisten ehemaligen Kinder von mir spielen mittlerweile in Männermannschaften, die geben mir alle die Hand. Das ist für mich eine große Ehre. Da merke ich für mich, dass ich gute Arbeit gemacht habe.

In Ihrer Karriere haben Sie viel erlebt. Ihnen sind auch ein paar prominente Namen über den Weg gelaufen.

Wegner:  Den Axel Kruse habe ich bei Motor Wolgast trainiert, so hieß der Verein vor der Wende. Dann ist der Axel zu Hansa Rostock und von da in die weite Ferne. Zu Schiedsrichter Bastian Dankert, dem Geschäftsführer des Fußballverbandes Mecklenburg-Vorpommern, habe ich sehr guten Kontakt. Das kommt durch die Lehrgänge. Der Landesverband weiß auch, was er an mir hat.

Wie verbringen Sie die wenige Zeit ohne den Fußball?

Wegner:  Im Garten, auf dem Hof und mit Fahrradfahren. Mein Mann Heinz teilt die Liebe zum Fußball mit mir total. Er war selbst Fußballer und bevor die Wende kam auch jahrelang Platzwart. Er ist jetzt 80 Jahre. Es geht ihm gesundheitlich einigermaßen, aber im Fußball ist er nicht mehr aktiv.

Sie werden mittlerweile die Fußball-Omi von der Peene genannt. Stört sie der Spitzname?

Wegner:  Nein, gar nicht. Ich bin ja auch Oma von zwei Enkelkindern und einer Ur-Enkelin, die ist auch schon zwei Jahre alt. Die Kinder halten einen ja auch fit.

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