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Kultfigur|11.01.2019|09:00

HSV-Manni: Seeler-Interview unvergessen

Als HSV-Manni ist Manfred Marx vielen bekannt. Seit Uwe Seelers Zeiten schwärmt er für die Hanseaten.[Foto: Andreas Arens]

Beim Namen Manfred Marx werden einige selbst in seiner Heimat stutzen. Als „HSV-Manni“ ist der an Silvester 70 Jahre alt gewordene Südeifeler etlichen besser bekannt. In jungen Jahren schwärmte er für die Hamburger und allen voran für Uwe Seeler. Die Liebe zu den Hanseaten ist bis heute geblieben und hat auch keine Kratzer durch den erstmaligen Abstieg im vergangenen Jahr erhalten: „Es sieht gut aus, ich bin optimistisch, dass wir nächste Saison wieder erstklassig sind.“ Marx´ Sohn trägt den Vornamen des Ehrenspielführers der DFB-Elf. 1974 kam „Uns Uwe“ mit seiner Traditionself zum 50-jährigen Bestehen von Marx´Heimatverein SV Eifelland Orenhofen. „Wir hatten tausend Zuschauer, der Sportplatz war voller Leute und das Festzelt platzte aus allen Nähten. Uwe Seeler stand mir in einer Interviewrunde Rede und Antwort“, blickt der Bilanzbuchhalter im Ruhestand auf einen der Höhepunkte seines Schaffens rund um den Fußball zurück.

Ob als stellvertretender Vorsitzender, Geschäftsführer, Jugendbetreuer und Spielertrainer der zweiten Mannschaft in Orenhofen und bis vor kurzem fast zehn Jahre als Geschäftsführer in seinem aktuellen Wohnort beim FC Preist : Der frühere Torwart hat auf Vereinsebene einiges geleistet und war 1977 auch maßgeblich an der Gründung der Spielgemeinschaft (SG) von Preist und Orenhofen beteiligt. Besonders stolz ist er auf den 2015 von einem Hart- in einen Naturrasen umgewandelten Platz in Preist: „Da gab es Wochen, in denen auch ich fast jeden Tag im Einsatz war. Die Eigenleistung des Vereins war seinerzeit insgesamt enorm.“

Seine aktive Laufbahn opferte Marx mit Anfang 30 der Schiedsrichterei: „Man hat mir signalisiert, dass ich nur weiterkommen kann, wenn ich mich mehr aufs Pfeifen konzentriere.“ Zu Beginn der Achtzigerjahre hatte er sich dann bis in die Bezirksliga im Fußballverband Rheinland (FVR) vorgekämpft, hätte aber beinahe schon nach seinem ersten Einsatz wieder enttäuscht aufgehört: „Nach dem Spiel Salmrohr II gegen Dhrontal lobte mich sogar FSV-Vorsitzender Peter Rauen, der damals noch selbst auf dem Platz stand. Umso überraschter war ich, dass ich vom Beobachter eine verheerende Bewertung bekam. Da hätte ich schon fast wieder die Lust verloren, höher zu pfeifen.“

Doch der HSV-Manni machte seinen Weg als 23. Mann: Am Ende der gleichen Saison hatte er den Sprung in die damalige Landesliga geschafft und wiederum ein Jahr darauf war er bereits in der höchsten Spielklasse des FVR angekommen. Ehe er 1996 aus Altersgründen in höheren Sphären aufhören musste, wirkte Marx auch noch zwei Jahre in der seinerzeit neugeschaffenen, drittklassigen Regionalliga und stand in den Gespannen sämtlicher drei Bundesliga-Schiedsrichter der vergangenen Jahrzehnte aus dem Fußballkreis Trier-Saarburg (Franz-Josef Hontheim, Hans-Peter Dellwing, Alfons Berg).

"Wir hatten tausend Zuschauer, der Sportplatz war voller Leute und das Festzelt platzte aus allen Nähten"

Inzwischen pfeift Marx im 47. Jahr. Nach der Winterpause wird er wieder bei Kreisliga-, Frauen- oder Jugendspielen aktiv sein, kündigt aber auch an: „Im Sommer ist aber Schluss – gerade meiner Lebensgefährtin zuliebe, die an den Wochenenden mehr von mir haben soll.“ Seine Partnerin Inge Müller aus dem Mosel-Weinort Riol lernte er ein paar Jahre nach dem Tode seiner Frau Christa bei einer Freizeit für Fußball-Senioren kennen: „Dabei war sie eher zufällig Gast, weil ihr Nachbar Bruno Christmann noch einen Platz für den Ausflug frei hatte.“

Auf Funktionärsebene will Marx aber zumindest in einer Funktion weiter aktiv bleiben – als Mitglied der Spruchkammer des Regionalverbands Südwest. Hier kann er auch seine langjährige Erfahrung im Trier-Saarburger Kreisvorstand einbringen. Nach gut 20 Jahren im Kreisvorstand trat er 1997 hier die Nachfolge des legendären Schweichers Hermann Schmitt an: „Er hatte aufgrund seines jahrzehntelangen, nachhaltigen Wirkens große Fußstapfen hinterlassen.“ Trotzdem hätte es Marx gerne länger als nur bis 2000 gemacht, hörte dann aber aus beruflichen Gründen auf.

Als Kreissachbearbeiter galt es auch für ihn bis in die Neunzigerjahre hinein noch Aufgaben zu bewältigen, die inzwischen längst durch das DFBnet erledigt werden: So musste er die Ergebnisse der Kreisligen händisch erfassen, um dann die berechneten Tabellen auch der Tageszeitung zur Veröffentlichung bereitzustellen.

Dass seine SG Preist/Orenhofen derzeit Platz überraschend eins in der Kreisliga Eifel-B-II belegt, freut ihn sehr, obwohl mit Rafael Ney (zu Bezirksligist SG Neuerburg/Wittlich/Lüxem ) und Nico Bares (hörte auf) – beide erzielten in der Vorsaison zusammen 40 Tore – im Vergleich zur vergangenen Saison zwei treffsichere Angreifer nicht mehr zur Verfügung stehen. Überlegungen, die Spielgemeinschaft zu erweitern, sieht er aber kritisch: „Es gibt einige gute Jungs von hier, die auswärts spielen. Sie zurückzuholen, würde ich präferieren.“ Überhaupt: Immer größere Spielgemeinschaften hätten in den vergangenen Jahren vielerorts ein Mannschaftssterben herbeigeführt: „Einige können sich damit nicht mehr so identifizieren und hören auf. Zudem werden auf die Dauer viele Sportanlagen kaum noch genutzt.“

Egal, was kommt: Dem Fußball, den er so liebt, wird „HSV-Manni“ über den Sommer hinaus eng verbunden bleiben – auch, wenn er die Pfeife dann wie angekündigt an den Nagel hängt.

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