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Endlich am Ziel |18.05.2019|16:00

Im siebten Anlauf: Viktoria ist Drittligist

Viktoria Köln macht am letzten Spieltag den Aufstieg in die 3. Liga perfekt.[Foto: imago images / Herbert Bucco]

Der FC Viktoria Köln ist am Ziel! Im siebten Anlauf hat der Traditionsverein von der rechten Rheinseite den ersehnten Aufstieg in die 3. Liga geschafft. Unter der Regie von Weltmeister und Interimstrainer Jürgen Kohler (für den beurlaubten Patrick Glöckner) machten die Domstädter am 34. und letzten Spieltag den Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga West aus eigener Kraft perfekt. Durch einen 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen die U 23 von Borussia Mönchengladbach verteidigten die Kölner die Tabellenführung und hielten den Titelkonkurrenten Rot-Weiß Oberhausen auf Distanz. Den entscheidenden Treffer vor 3570 Zuschauern erzielte Viktoria-Kapitän Mike Wunderlich (65., Foulelfmeter).

Andrea Milz, Staatssekretärin des Landes NRW für Ehrenamt und Sport, überreichte dem neuen Titelträger nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit Hans-Werner Bartsch, Bürgermeister der Stadt Köln, und Hermann Korfmacher, Präsident des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV), den Meisterschaftspokal.

Schon mehrfach war die Viktoria dicht davor, die Regionalliga West nach oben zu verlassen. In der Saison 2016/2017 landeten die Kölner ebenfalls auf dem ersten Platz. Erst in der Aufstiegsrunde scheiterte die Viktoria hauchdünn am heutigen Drittligisten FC Carl Zeiss Jena (2:3 und 1:0).

Jetzt steht der FC Viktoria jedoch als dritter Aufsteiger in die 3. Liga fest. Zuvor hatten schon der Chemnitzer FC (Nordost) und der SV Waldhof Mannheim (Südwest) den Sprung in die dritthöchste deutsche Spielklasse perfekt gemacht. Den vierten künftigen Drittligisten ermitteln Nord-Meister VfL Wolfsburg II und Bayern-Titelträger FC Bayern München II in zwei Aufstiegsspielen am 22. und 26. Mai.

RWO mit Remis vor mehr als 8000 Fans

Die Oberhausener, die vor dem Saisonfinale nur zwei Punkte hinter Viktoria Köln zurücklagen, trennten sich zum Abschluss vom SC Verl nach einem 1:3-Rückstand noch 3:3 (1:1) und verteidigten durch das Remis zumindest den zweiten Tabellenplatz vor dem SV Rödinghausen (4:2 gegen Schlusslicht TV Herkenrath 09).

Tore von Cihan Özkara (14.), Tarik Kurt (82.) und Jannik Löhden (90.+2) reichten RWO vor 8053 Zuschauern im Stadion Niederrhein nicht zum erhofften Heimsieg, weil Aygün Yildirim (32.), Mike Jordan (47., Eigentor) und der eingewechselte Daniel Hammel (72.) für die Gäste aus Verl trafen. Oberhausens Torschütze Özkara scheiterte beim Stand von 1:3 noch mit einem Foulelfmeter an Verls Schlussmann Robin Brüseke (76.).

Wattenscheid 09 rettet sich im "Endspiel"

In einem echten "Endspiel“ um den Klassenverbleib brachte sich die SG Wattenscheid 09 in Sicherheit. Das Team von Trainer Farat Toku setzte sich gegen den direkten Konkurrenten SV Straelen 3:0 (0:0) durch und verhinderte den drohenden Abstieg.

Die von Ex-Nationalspielerin Inka Grings trainierten Gäste müssen dagegen nur ein Jahr nach dem Aufstieg zurück in die Oberliga Niederrhein. Zuvor standen schon Straelens Mitaufsteiger TV Herkenrath 09 und 1. FC Kaan-Marienborn sowie der SC Wiedenbrück als Absteiger in die 5. Liga fest.

Vor 1.717 Zuschauern im Wattenscheider Lohrheidestadion fiel die Entscheidung nach der Pause durch drei Tore innerhalb von nur zehn Minuten. Berkant Canbulut (56.), Emre Yesilova (62.) und Cellou Diallo (66.) ließen den ehemaligen Bundesligisten jubeln.

Der vor dem Saisonfinale ebenfalls noch abstiegsgefährdete Bonner SC konnte sich wegen des Wattenscheider Sieges eine 2:3 (2:2)-Heimniederlage gegen den 1. FC Kaan-Marienborn erlauben. Mit einem Punkt Vorsprung vor den Gästen aus dem Siegerland blieben die Bonner über dem Strich.

Suheyel Najar (5.) und Dennis Brock (17.) hatten den BSC vor 1100 Besuchern zwar 2:0 in Führung gebracht. Burak Gencal (35./90.) mit seinen Saisontreffern zwölf und 13 sowie Daniel Waldrich (45.) wendeten jedoch das Blatt.

Rödinghausen: Engelmann holt Torjägerkrone

Die beste Regionalliga-Saison seiner Vereinsgeschichte schloss der SV Rödinghausen mit einem 4:2 (2:1) gegen Schlusslicht und Absteiger TV Herkenrath 09 mit 63 Punkten auf Rang drei ab. Außerdem sicherte sich SVR-Torjäger Simon Engelmann mit 19 Saisontreffern souverän die Torjägerkrone im Westen.

Auch gegen Herkenrath war Engelmann (11./69.) vor 1082 Zuschauern noch zweimal erfolgreich. Die weiteren Tore für die Gastgeber gingen auf das Konto von Linus Meyer (12.) und des eingewechselten Eros Dacaj (71.). Für die Gäste, die ihr letztes Spiel in der 4. Liga bestritten und laut einem Mitgliederbeschluss einen Neuanfang in der Kreisklasse starten wollen, trafen Baris Sarikaya (4.) und Joran Sobiech (88.).

Der SV Rödinghausen kann die Spielzeit 2018/2019 jetzt noch mit dem Westfalenpokal-Sieg und dem erneuten Einzug in den DFB-Pokal krönen. Am Samstag, 25. Mai (ab 14.15 Uhr, live in der ARD), hat die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen am Finaltag der Amateure Heimrecht gegen Absteiger SC Wiedenbrück . Selbst für den Fall einer Niederlage könnte der Traum vom DFB-Pokal aber noch nicht geplatzt. Dann nämlich würde der SVR als bester westfälischer Regionalligist noch am Donnerstag, 30. Mai, das Entscheidungsspiel gegen den Oberliga-Vizemeister (TuS Haltern oder ASC Dortmund) bestreiten. Gewinnt Rödinghausen jedoch den Westfalenpokal, dann darf der SC Verl nachrücken.

Wiedenbrück verabschiedet sich mit Kantersieg

Finalgegner SC Wiedenbrück verabschiedete sich mit einem 5:0 (2:0)-Kantersieg im Derby gegen den Nachbarn SV Lippstadt 08 nach acht Jahren Zugehörigkeit aus der West-Staffel. Mit Treffern von Mike Andreas (19.), Daniel Schaal (45.), Patrick Schikowski (46./51.) und Aday Ercan (74.) schossen sich die Ostwestfalen den Frust des Abstiegs von der Seele.

Die U 23 von Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiss Essen trennten sich 1:1 (1:0). Joshua Endres (39.) legte für die Gastgeber vor. Der eingewechselte Nicolas Hirschberger (87.) sorgte mit seinem ersten Tor in der Regionalliga für den Ausgleich.

Borussia Dortmunds U 23 beendete die Saison mit einem 3:1 (2:1)-Heimsieg gegen Alemannia Aachen . Joseph Boyamba (9.), Philipp Hanke (25.) und Hüseyin Bulut (52.) markierten die BVB-Treffer. Dimitry Imbongo Boele (31.) gelang das zwischenzeitliche Anschlusstor für die Alemannia.

Die Aachener mussten bereits ihre vierte Niederlage hintereinander hinnehmen und konnten damit für das Endspiel um den Mittelrheinpokal kein zusätzliches Selbstvertrauen sammeln. Am Samstag, 25. Mai (ab 16.15 Uhr), trifft die Mannschaft von Trainer Fuat Kilic im Rahmen des Finaltags der Amateure in Bonn auf den Drittligaabsteiger Fortuna Köln. Nur der Gewinner des Duells qualifiziert sich für den DFB-Pokal.

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