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|23.05.2019|15:30

Joshua Kimmich: Groß geworden

Joshua Kimmich: "Ich sehe eine gute Zukunft für mich hier in München"[Foto: Getty Images]

Bei RB Leipzig machte Joshua Kimmich zwischen 2013 und 2015 seine ersten Schritte als Profi. Dort, sagt der 24-Jährige, habe er "Männerfußball" gelernt. Wie gut, das zeigt er heute Woche für Woche im Trikot des FC Bayern . Und regelmäßig in der Nationalmannschaft .

Den Unterschied zwischen RB und FCB hat Joshua Kimmich schnell gespürt. "Für mich war es etwas Neues, dass man einen Sieg bei den Bayern nicht einfach feiern kann", sagte er. "Es ist eher so, dass man weiß, man hat drei Tage Ruhe, weil man das Soll erfüllt hat." In Leipzig fühlte sich das anders an: "Man wusste, dass man jedes Spiel eben auch verlieren kann. Da wurde ein Sieg mehr gefeiert." Dieses emotionale Gefälle gilt auch jetzt noch, da sich Kimmichs früherer und heutiger Klub im DFB-Pokalfinale treffen.

Und das, obwohl die sportliche Kluft zwischen beiden Seiten seit Kimmichs Wechsel stark geschrumpft ist. Aus dem Drittligisten, den Kimmich verstärkte und zwei Jahre später als Zweitligist verließ, ist eines der besten Teams in Deutschland geworden. Der gefühlte Unterschied im Erfolg ist aber noch derselbe. Für den Finaldebütanten Leipzig wäre der Pokalsieg eine Riesensache: der erste Titel der jungen Vereinsgeschichte und der erste Triumph im DFB-Pokal für einen ostdeutschen Klub seit dem Dresdner SC vor 78 Jahren. Für den größten Titelsammler des deutschen Fußballs wäre es schon der 19. Sieg.

"Leipzig war genau der richtige Schritt"

Die Geschichte von Joshua Kimmich spiegelt beide Seiten. Mit 24 Jahren weiß er schon, wie es sich anfühlt, ganz oben zu sein; aber immer noch auch, wie es war, klein anzufangen. "Wie ein Kind", so schilderte er es mal, hätten ihn die Leipziger Kollegen bei der ersten Begegnung angeschaut, ihn, den Neuzugang aus der Jugend des VfB Stuttgart. Die stumme Frage in ihren Blicken ("Der Bubi soll uns helfen?") erhielt Nahrung, als Kimmich in seinem zwölften Ligaspiel eine Aktion lieferte, "die ich sicher nicht vergessen werde", wie er später beteuerte. "Da wollte ich es eben sogar im eigenen Strafraum spielerisch lösen. Das zeichnet mich ja aus, diese Lösungen zu suchen. Aber das war schon ein Lernprozess, dass es Momente gibt, in denen es mal anders gehen muss."

Anders also als in dieser spielentscheidenden Szene, als Kimmich am eigenen Fünfmeterraum ins Dribbling ging und am Duisburger Deniz Aycicek hängenblieb, der den Ball dann ins leere Tor schob. RB verlor 1:2. Doch es blieb die letzte Saisonniederlage, und seitdem hat niemand mehr Kimmichs Können angezweifelt. "Leipzig war genau der richtige Schritt", lautete am Ende seine persönliche Bilanz. "3. Liga, 2. Liga, da lernt man Männerfußball. Tiki-Taka mit zwei Kontakten ist da nicht, sondern da wird extrem körperbetont gespielt. Dieses Wissen, wie dort agiert wird, hilft mir auch heute noch."

Rasante Entwicklung

RB-Sportdirektor Ralf Rangnick erkannte Kimmichs Potenzial und versuchte, ihn in Leipzig zu halten. Doch weil Stuttgart ein Rückkaufrecht hatte und Kimmich gleich mit Gewinn weiterverkaufen wollte, entstand ein Bieterkampf, in dem die Bayern am längeren Hebel saßen und Kimmich verpflichteten. Pep Guardiola war im Dezember 2014 persönlich ins kalte Leipzig gereist, um sich das Talent im Zweitligaspiel gegen 1860 München anzuschauen. Es scheint, er war zufrieden.

"Eine derart rasante Entwicklung wird es so schnell nicht noch einmal geben", beschrieb Rangnick später die Blitzkarriere, die sein Zögling in München und im Nationalteam machte. "Gegen ihn ist der Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär gar nichts." Der A-Jugendliche, den man in Stuttgart als nicht mal gut genug befand, "um im Kader der U 23 mittrainieren zu dürfen", so Rangnick, war nur zwei Jahre später gut genug, um in Guardiolas Star-Ensemble auf Anhieb 36 Saisonspiele zu bestreiten. Und das auf fünf verschiedenen Positionen, sogar als Innenverteidiger, was ihm in einer personellen Notlage so gut gelang, dass die Bayern in elf Ligaspielen nur vier Tore kassierten. "Ich liebe diesen Spieler", schwärmte Guardiola von Kimmichs Spielintelligenz und Vielseitigkeit.

"Im Herzen ein Sechser"

Genau diese Vielseitigkeit erwies sich zugleich als Hindernis für einen, der von sich sagt, "im Herzen ein Sechser" zu sein. Auf der Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld spielte er in der VfB-Jugend und in Leipzig. Und nach dem frühen WM-Aus in Russland, bei dem er noch Außenverteidiger gewesen war, übernahm er sie dauerhaft auch im Nationalteam. Nur noch nicht bei den Bayern, wo er sich seit Philipp Lahms Rücktritt 2017 hinten rechts etabliert hat. Der bevorstehende Umbau im Kader könnte Kimmich die Tür zu einer zentralen Bayern-Rolle öffnen. Neuzugang Benjamin Pavard wurde als Rechtsverteidiger Weltmeister mit Frankreich. Bayern sei in einer "extrem spannenden Phase, erklärte Kimmich im März, als er seinen Vertrag um drei Jahre bis 2023 verlängerte. Für den Umbruch sieht er sich in "einer Rolle, in der ich sehr aktiv am Erfolg mitwirken kann. Ich sehe eine gute Zukunft für mich hier in München."

Das war nicht immer so. "Dieser Weg wird kein leichter sein", den Song von Xavier Naidoo hatte Kimmich angestimmt, als er auf der China-Reise des FC Bayern 2015 wie jeder Neuling dem Team etwas vorsingen musste. Und so leicht, wie es mitunter aussah, fiel es dann auch ihm nicht, dem kleinen Zauberlehrling, dem alles nur so zuzufliegen schien. Vor allem nicht unter Guardiolas Nachfolger Carlo Ancelotti, der Kimmich in den großen Partien der Saison 2016/2017 (Champions League gegen Real Madrid, DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund) auf die Bank setzte. Da begann der Verschmähte sich zu fragen, "ob der FC Bayern der einzige Verein ist, den es für mich auf der Welt gibt". Die Frage scheint nun entschieden. Diese Saison hat er bis zum letzten Spieltag jede einzelne Minute in der Bundesliga gespielt. Als er in der Champions League einmal fehlte, durch seine einzige Gelbsperre in vier Jahren Bayern, schied das Team prompt gegen Liverpool aus.

"Was Josh hat, ist einzigartig", sagt FCB-Trainer Niko Kovac. "Eine Leidenschaft, eine Freude, wenn er den grünen Rasen sieht, das ist unglaublich. Wie ein Kind, das auf den Spielplatz kommt. Das ist etwas, was sich jeder Trainer wünscht." Rangnick traut ihm zu, schon in drei oder vier Jahren Kapitän der Bayern und der Nationalmannschaft zu werden: "Ich kenne niemanden, der ihm diese Karriere nicht gönnt. Gerade in Leipzig freuen sich alle für ihn." Außer vermutlich am Finalsamstag in Berlin.

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