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Serie "Familienbande"|15.07.2015|14:30

Kim Helmers "Plan B": Schmuck statt Fußball

Auf dem Münchener Rathausbalkon: Kim und Papa Thomas Helmer [Foto: imago]

Erst stand er für die Minis vom FC Bayern München auf dem Platz, dann ging es gemeinsam mit Mama in das Olympiastadion, um Papa Thomas die Daumen zu drücken. So in etwa liefen die Wochenenden in der frühesten Kindheit von Kim Helmer meist ab. "Ich bin einfach total mit dem Fußball aufgewachsen", erzählt der 24-Jährige im Gespräch mit FUSSBALL.DE. "Für mich war es ganz normal, dass mein Vater Fußballer gewesen ist. Ich war häufig bei Bayern oder auch später in England (beim AFC Sunderland, Anm.d.Red.) in der Kabine. Auch bei der Europameisterschaft 1996 sind wir dabei gewesen."

Gerne hätte auch Kim eine Karriere im Profifußball hingelegt. Bis zur Regionalliga kam der Defensivspieler, der sowohl im Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung eingesetzt wurde. "Es hat fußballerisch einfach nicht gereicht. Zudem hatte ich teilweise etwas Pech. Manchmal stand ich nach einem Probetraining kurz vor einer Vertragsunterschrift und plötzlich platzte alles wieder", erklärt er.

Interesse von Markus Weinzierl

Sein Vater stand ihm in seiner Fußballkarriere mit Rat zur Seite. "Er ließ mir immer freie Hand und hat mich unterstützt, hat aber auch klar gestellt, dass man einen Plan B braucht und die Schule im Mittelpunkt stehen muss", erzählt er. Aufgrund dieser Erziehung schlug Kim Helmer auch das attraktivste Angebot seiner Karriere aus. Der damalige Drittligist SSV Jahn Regensburg wollte ihn verpflichten, als Helmer noch die Schulbank drückte. Dessen Trainer war Markus Weinzierl, der heute an der Seitenlinie vom Bundesligisten FC Augsburg steht. "Das wäre eine tolle Sache gewesen. Aber ich hätte dafür mein Abitur abbrechen müssen. Das kam für mich nicht in Frage", so Helmer.

"Mein Vater ließ mir immer freie Hand, hat aber auch klar gestellt, dass man einen Plan B braucht."

Möglicherweise hätte er sich in Regensburg fußballerisch weiterentwickelt. Vielleicht wäre es der Beginn einer Profikarriere gewesen. Doch Kim Helmer trauert der verworfenen Karriere-Chance nicht hinterher: "Ich glaube ehrlich gesagt, dass ich ohnehin nicht für das Profigeschäft gemacht bin. Ich bin jemand, der sich vieles zu Herzen nimmt und über viele Dinge nachdenkt. Um ganz nach oben zu gelangen, sollte man das nicht machen."

Gegenspieler von Max Kruse

Genauso wie sein Vater wohnt Kim Helmer mittlerweile in Hamburg. 2011 wechselte er vom FC Ismaning zum hier ansässigen Oberligisten SC Victoria. Die Erfolge konnten sich sehen lassen: Er war ein Großteil der Saison über Stammspieler, stieg in die Regionalliga auf und gewann den Hamburger Pokal. Die Belohnung war die Teilnahme am DFB-Pokal, wo "Vicky" auf den damaligen Bundesligisten SC Freiburg traf. "Das war das Highlight meiner Fußballkarriere", sagt er rückblickend. Wobei der 1,86 Meter große Athlet um seine Aufgabe nicht zu beneiden war. Als Innenverteidiger musste er den gegnerischen Stürmer Max Kruse decken: "Das war ein sehr unangenehmer Gegenspieler. Er ließ sich immer wieder ins Mittelfeld fallen, war extrem schnell und technisch stark."

Eine Pokal-Sensation wäre möglich gewesen. Bis zu 79. Minute stand es im Stadion Hoheluft, wo 4.375 Zuschauer das Spiel verfolgten, noch 1:1. Dann gelang Sebastian Freis der Siegtreffer für die Breisgauer. "Wir haben super gegengehalten", erinnert sich Helmer. "Das Tor war ein Zufallsprodukt. Bis dahin war es toll zu sehen, dass eine Profimannschaft gegen uns keine Ideen mehr hatte. Ich glaube, ich habe in diesen 90 Minuten mehr Flanken herausgeköpft als in jedem anderen Spiel meiner Karriere."

Online-Shop mit Freundin Elisa

2013 wechselte er zum Oberligisten FC Elmshorn, eine Saison später zu dessen Ligakonkurrenten Altona 93. Der Fußball war mittlerweile nur noch ein Hobby. Studium und Beruf standen im Vordergrund. An Aufgaben mangelt es ihm bis heute nicht. Gemeinsam mit seiner Freundin Elisa hat er im März 2014 den Online-Schmuckshop Rope Jewelry gegründet. "Meine Freundin hatte zuvor viel Schmuck für mich entworfen, den ich auch gerne trug. Ich wurde häufig angesprochen, wo ich den Schmuck her habe. So kamen wir auf die Idee, alles professioneller zu machen. Es läuft richtig gut", sagt er zufrieden. Zudem studiert er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg, arbeitet nebenher im Bereich Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung. Die zeitliche Belastung wurde so hoch, dass für den Fußball kein Platz mehr war. Im Dezember 2014 absolvierte er sein letztes Spiel für Altona 93.

Eine Rückkehr in den aktiven Sport hält er sich weiterhin offen. Voraussetzung wäre, dass sich der zeitliche Aufwand gut mit Studium und Beruf vereinbaren lässt. Allerdings ist auch nicht auszuschließen, dass er über die wirtschaftliche Schiene zurück in den Fußball gelangt: "In meinem BWL-Studium gewinne ich zum Beispiel Einblicke in die Bereiche Marketing, Unternehmensführung und Steuern. Steuerliche Themen sind auch für Vereine wichtig. Es kann durchaus sein, dass ich später einen Verein administrativ unterstützen werde."

Alle Folgen der Serie:

Ein Weidenfeller kehrt zurück ins Eisbachtal

Mutlu Özil: Bruder, Mitspieler, Berater

Die Gentner-Brüder: Einer muss absteigen

Der Gündogan, der für Gelsenkirchen trifft

60 Buden: Ein Knipser namens Toppmöller

George Boateng: Rapper statt Fußballprofi

Die Brüder Frings: Nur einer biss sich durch

Marcel Basler: Freistöße wie einst der Vater

Die Mustafis: Vier Fußballer, ein Weltmeister

Rudis Sohn: Es gibt nur einen Kevin Völler

Albtraum Kreisliga: Asamoah hat’s erwischt

Wörns, Ziege, Lehmann: Drei Söhne suchen ihren Weg

Florian Rudy: Großer Bruder sucht neue Heimat

Patrick Draxler: Aus Neid ist längst Stolz geworden

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