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Finalfieber |15.08.2020|11:00

Knaubel: "Am Finaltag Geschichte schreiben"

Knaubel: "Jeder Fußballer und Mitarbeiter in einem Amateurklub träumt davon, einmal die große Bühne zu betreten."[Foto: SusanStephan/FC Eilenburg]

Der FC Eilenburg aus der NOFV-Oberliga Süd steht zum ersten Mal im Endspiel um den Sachsenpokal. Am Finaltag der Amateure trifft der Sensationsfinalist aus der 17.000-Einwohner-Stadt am Samstag, 22. August (ab 14.45 Uhr, live in der ARD), auf Drittligaabsteiger Chemnitzer FC. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Eilenburgs Trainer Nico Knaubel über das größte Spiel der Vereinsgeschichte.

FUSSBALL.DE: Der FC Eilenburg steht erstmals im Endspiel um den Sachsenpokal. Was bedeutet dieser Erfolg für den Verein, Herr Knaubel?

Nico Knaubel: Damit geht für alle Beteiligten beim FC Eilenburg ein Traum in Erfüllung. Jeder Fußballer und Mitarbeiter in einem Amateurklub träumt doch davon, irgendwann einmal die große Bühne zu betreten. Der Finaleinzug ist auch ein Ausdruck für die hervorragende Entwicklung bei uns im Verein. 2017 haben wir den Aufstieg aus der Landesliga in die Oberliga geschafft. Dort gehörten wir nun dreimal in Folge zu den besten fünf Mannschaften. Wir sind sehr stolz auf unsere Leistungen in den vergangenen Jahren. Der Dank dafür gilt aber nicht nur der ersten Mannschaft, sondern auch jedem einzelnen der vielen ehrenamtlichen Helfer, die tagtäglich mit Herzblut dabei sind.

Auf dem Weg ins Finale bezwang Ihr Team unter anderem die beiden Leipziger Regionalligisten BSG Chemie und 1. FC Lok. Wie waren diese Siege möglich?

"Doof gesagt muss es unseren Jungs egal sein, ob sie von TV-Kameras oder von Handys einiger Zuschauer gefilmt werden"

Knaubel: Mit geschlossenen Teamleistungen, bei denen jeder Spieler an seine absolute Leistungsgrenze gegangen ist. Die Einstellung und der Einsatz waren phänomenal, aber der Schlüssel zum Erfolg war die Gemeinschaft. Jeder bei uns wusste, dass Siege gegen solche vermeintlichen Übermannschaften für uns nur möglich sind, wenn sich keiner zu wichtig nimmt und jeder den Teamerfolg über alles stellt. Außerdem war der Faktor Zeit entscheidend. In beiden Begegnungen stand es lange 0:0. Chemie und Lok wurden ideenloser und nervöser, wir dagegen mutiger. Deshalb konnten wir auch in beiden Partien jeweils das entscheidende Tor erzielen.

Erst vor wenigen Tagen erreichte Ihr Team durch das 1:0 im Halbfinale gegen Nordost-Meister Lok Leipzig das Endspiel. Es war das erste Pflichtspiel seit März. Wie hatten Sie Ihre Spieler nach so langer Spielpause auf eine so wichtige Partie vorbereitet?

Knaubel: Wir hatten nach dem Saisonabbruch im März mehr Zeit denn je, um uns auf dieses Spiel vorzubereiten. Die Jungs waren entsprechend extrem heiß, endlich wieder auf den Platz zu dürfen. Wir haben viel im physischen und mentalen Bereich gearbeitet. Dabei haben wir darauf geachtet, dass wir das Training dosieren und den Spannungsbogen nicht überziehen. Mit Blick auf das Ergebnis ist uns das - glaube ich - ganz gut gelungen. (lacht)

Am Finaltag der Amateure trifft der FC Eilenberg nun auf Drittligaabsteiger Chemnitzer FC. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Knaubel: Es ist nicht einfach, eine Mannschaft nach einem Abstieg einzuschätzen. Der CFC befindet sich im Umbruch, hat einen neuen Trainer und viele neue Spieler. Klar ist, dass Chemnitz über einen hochkarätig besetzten Kader verfügt und wir in Sachen individuelle Klasse nicht mithalten können. Das heißt aber nicht, dass wir chancenlos sind. Ich bin davon überzeugt, dass eine funktionierende Gemeinschaft immer gegen starke Individualisten bestehen kann.

Spielort ist Ihr Heimstadion in Eilenburg. Ein Vorteil?

Knaubel: Ich denke schon. In unserem "Zuhause" konnten wir bereits Chemie und Lok Leipzig bezwingen. Wir wissen nun, wie es sich anfühlt, bei uns im Stadion große Pokalsiege zu feiern, und wollen das am Finaltag noch einmal erleben.

Die Partie wird bundesweit im Rahmen einer ARD-Konferenz live übertragen. Wie stellen Sie Ihr Team auf diese besondere Situation ein?

Knaubel: Es wird wichtig sein, die große mediale Aufmerksamkeit auszublenden und den Fokus nur auf das Spiel zu legen. Doof gesagt muss es unseren Jungs egal sein, ob sie von TV-Kameras oder von Handys einiger Zuschauer gefilmt werden. Es geht um das Erlebnis, auf großer Bühne bestmöglichen Fußball zu spielen und nicht nur im Fernsehen zu sehen zu sein.

Bei einem Sieg wäre die erste DFB-Pokal-Qualifikation der Vereinsgeschichte perfekt. Was wäre dann in Eilenburg los?

Knaubel: Noch ist nichts geplant. Sofern wir uns tatsächlich für den DFB-Pokal qualifizieren sollten, wird uns aber sicher etwas einfallen, wie wir den Erfolg gebührend und unter Einhaltung der Coronaregeln feiern können. Grundsätzlich würde ich mir wünschen, dass uns der Finaltag der Amateure als Plattform langfristig mehr Zuschauer bringt. Das hätten sich unsere Jungs verdient.

Auch Ihnen persönlich würde der DFB-Pokal-Einzug mit Eilenburg sicher viel bedeuten. Schließlich haben Sie eine besondere Verbindung zum Verein, spielten früher lange für den Klub und sind nun schon seit 2015 Trainer.

Knaubel: Das stimmt. Sowohl als Spieler als auch als Trainer bin ich mit dem FC Eilenburg aufgestiegen. Der Sieg im Sachsenpokal fehlt noch. Wir wollen am Finaltag Vereinsgeschichte schreiben. Gelingt uns der Einzug in den DFB-Pokal, wäre das in Eilenburg sicher noch in vielen Jahren Gesprächsthema.

Sie kickten zu Ihrer aktiven Zeit zwischendurch auch mal ein halbes Jahr in Norwegen beim kleinen Verein Hovding Bergen. Wie kam es dazu?

Knaubel:  Das Engagement in Norwegen ist damals durch Zufall entstanden. Ich habe bei einem Hallenturnier einen ehemaligen Mitspieler getroffen, der zu dieser Zeit für den norwegischen Zweitligisten Hovding Bergen am Ball war. Ebenfalls beim Hallenturnier mit dabei war der Präsident des Vereins. Mein Ex-Teamkollege fragte mich, ob ich mir vorstellen könne, in Norwegen zu spielen. Ich sagte ihm, dass das nur in Frage käme, wenn ich die Möglichkeit hätte, beim benachbarten Erstligisten Brann Bergen im Rahmen meines Sportwissenschaft-Studiums ein Praktikum zu absolvieren. Weil das klappte, entschied ich mich für ein kleines Abenteuer. Das Praktikum machte ich dann beim Profiklub Brann Bergen. Selbst Fußball gespielt habe ich parallel für den kleinen Verein Hovding Bergen.

Heute arbeiten Sie hauptberuflich beim Sächsischen Fußballverband als Verbandstrainer. Erklären Sie uns Ihre Tätigkeit doch einmal genauer.

Knaubel: Ich bin mitverantwortlich für die Talentförderung, sichte Nachwuchsspieler und trainiere sächsische Landesauswahlen in den Altersklassen U 14, U 16 und U 17. Die Arbeit als Nachwuchstrainer hat mir schon immer viel Spaß bereitet. Früher war ich im Nachwuchsleistungszentrum von RB Leipzig angestellt und habe dort die U 16 gecoacht.

Bei einem Erfolg im Sachsenpokal würde Ihr Team im DFB-Pokal auf den Bundesligisten TSG Hoffenheim treffen. Neuer Cheftrainer dort ist Sebastian Hoeneß, ebenfalls ehemaliger Nachwuchstrainer bei RB Leipzig. Kennen Sie sich?

Knaubel: Ja! Sebastian Hoeneß war sogar 2014 mein direkter Nachfolger bei der U 16. (lacht) Wir haben uns damals kennengelernt und kurz ausgetauscht. Er hat einen beeindruckenden Weg hingelegt und ist nach der Drittliga-Meisterschaft mit der U 23 des FC Bayern jetzt in der Bundesliga gelandet. Ich würde gerne im DFB-Pokal auf ihn treffen. Insgesamt haben wir uns in Eilenburg sehr über das Los gefreut. Sich mit einem Bundesligisten im eigenen Stadion messen zu dürfen, wäre unglaublich.

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