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Marketing-Guru |22.11.2019|08:00

Kreisligist Schielberg: Groß in Social Media

Schielbergs Marketing-Guru Kurt Gröner: "Die Region zieht mit und unterstützt uns."[Foto: SC Schielberg/Collage FUSSBALL.DE]

Ein professioneller Internetauftritt, öffentlichkeitswirksame Kampagnen, frei wählbare Sponsoringpakete – der SC Schielberg geht in der Vermarktung und Außendarstellung ungewöhnliche Wege für einen Klub aus der Kreisklasse C. Strippenzieher im Hintergrund ist Kurt Gröner. Er hat ein komplett neues Marketingkonzept für den Verein auf die Beine gestellt – und musste dabei zu anfangs gegen einige Widerstände ankämpfen. "Es war nicht einfach, meine Ideen beim Vorstand durchzubringen", sagt unsere FUSSBALL.DE-Kultfigur der Woche.

Kurt Gröner weiß, wo er seine Stärken hat – und wo eher nicht. "Es hat gute Gründe, weshalb ich nur in der Kreisklasse C kicke. Ich bin ganz sicher kein Überfußballer", sagt Gröner und schmunzelt. Beim SC Schielberg trägt er zwar die Rückennummer 10, die treibende Kraft ist der 30-Jährige aber eher im Bereich Marketing und Sponsoring. Dort punktet Gröner mit kreativen Einfällen und lockt so die Menschen vom Dorf auf den Sportplatz. "Der Zulauf ist riesig, es ist ein regelrechter Hype bei uns im Gange. Wir werden sogar als 'Klein-Hoffenheim' betitelt, weil wir so professionell aufgestellt sind", sagt Gröner.

In seinen Worten schwingt ein gewisser Stolz mit. Denn Kurt Gröner musste am Anfang viel Überzeugungsarbeit leisten – beim Vorstand, aber auch im erweiterten Umfeld des Vereins. "Ich bin mit meinen Ideen zunächst auf taube Ohren gestoßen, quasi nach dem Motto: Es ist die letzten 30 Jahre gut gelaufen, dabei belassen wir es und riskieren lieber nichts. Die Skepsis war sehr groß", erzählt Gröner. So groß, dass sogar sein geplanter Wechsel zum SC Schielberg vor rund eineinhalb Jahren zu scheitern drohte. Denn Gröners Forderung war unmissverständlich: "Meine Bedingung war, dass ich freie Hand im Marketing bekomme."

Die bekam er letztlich auch – und damit begann für ihn die eigentliche Arbeit: Er entwickelte Ideen für Partnerschaftskonzepte, kümmerte sich um die Neugestaltung der veralteten Vereinshomepage und baute einen Onlineshop für Fanartikel auf. Zu tun gab es einiges, was den Grafikdesigner Kurt Gröner natürlich erfreute. "Ich bin ganz bewusst zum SC Schielberg gewechselt", berichtet er und ergänzt: "Ich war auf der Suche nach einem Verein, der aktuell nicht ganz so toll dasteht, aber über großes Potenzial verfügt. Genau das ist hier der Fall."

150 bis 200 Zuschauer in der Kreisklasse

Seit dem ersten Tag rührt der Marketingexperte kräftig die Werbetrommel in dem kleinen Örtchen südlich von Karlsruhe – mit Erfolg, wie Gröner selbst findet: "Die Region zieht mit und unterstützt uns." Als Beleg führt er die Zuschauerzahlen an. "Wir haben im Schnitt 150 bis 200 Zuschauer, in der Spitze sind es sogar bis zu 400. Das ist extrem viel für die Kreisklasse C", sagt Gröner. "Die Leute bekommen über unsere Kanäle einfach mit, dass am Wochenende ein Heimspiel ansteht und schauen dann bei uns vorbei."

Nicht zuletzt die jüngere Generation will Gröner ansprechen und für den SC Schielberg begeistern. "Wir bauen auf die Jugend, das ist uns ganz wichtig. Deswegen haben wir auch ein Jugendkonzept mit anderen örtlichen Vereinen entwickelt", verrät Gröner. Eigens dafür hat er sogar das Logo der neugegründeten JSG Oberes Albtal entworfen. Für den 30-Jährigen eine Selbstverständlichkeit: "Ich sehe da kein Konkurrenzdenken. Wir sind kleine Dörfer und sollten zusammenhalten."

Doch mit einem Logo allein ist es natürlich nicht getan, um den Nachwuchs im digitalen Zeitalter für den Fußball zu gewinnen. Das weiß auch Kurt Gröner. Also entwickelte er Leistungskarten, wie sie aus gängigen Fußballsimulationen bekannt sind. Wer im Spiel- und Trainingsbetrieb mit Toren und Fleiß glänzt, erhält ein Upgrade. "So wollen wir das Digitale mit dem Amateurfußball verschmelzen. Gerade junge Spieler eifern ihren Stars nach. Die Leistungskarten sind eine neue Art der Motivation für sie", erklärt Gröner.

Bei so viel Innovation mag manch einer schnell vergessen, dass es sich beim SC Schielberg noch immer um einen Klub aus den Niederungen des Amateurfußballs handelt – der elften Liga. Dass der eine oder andere spöttische Spruch da nicht ausbleibt, ist für Kurt Gröner kein Problem. "Natürlich werden wir teilweise auch belächelt und müssen uns anhören, dass wir doch nicht der FC Bayern München sind", sagt Gröner. "Aber genau darum geht es doch im Marketing: dass die Leute über einen reden und man im Munde ist. Nur so generiert man eine noch größere Reichweite."

Initiative "Gemeinsam stark"

Eben jene Reichweite nutzt Kurt Gröner auch, um sich im sozialen Bereich zu engagieren. Seine Initiative "Gemeinsam stark" unterstützt jedes Jahr eine andere gemeinnützige Organisation. In diesem Jahr geht der Erlös aus dem Verkauf eines limitierten Sondertrikots an die Kinderklinik Karlsruhe. "Das Ganze ist eine Art Spende 2.0: Man unterstützt das Projekt und erhält gleichzeitig noch einen Mehrwert in Form des Trikots", erklärt Gröner die Idee dahinter. Das Konzept kommt an. "Wir haben von allen Seiten Zuspruch bekommen. Das freut uns natürlich sehr, da uns das Projekt wirklich am Herzen liegt. Uns ist es wichtig, etwas von unserer Reichweite zurückzugeben und damit Gutes zu tun", betont Gröner.

Aber natürlich soll es auch sportlich laufen – und genau das ist aktuell auch der Fall. Mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen steht der SC Schielberg souverän an der Tabellenspitze. Seinen Anteil am sportlichen Aufschwung hat auch Marketingexperte Gröner. Er hält vor den Spielen immer die Kabinenansprache. "Motivation ist das A und O", sagt er. "Bevor ich hier ankam, gab es keine klare Rollenverteilung im Mannschaftsrat und das Aufwärmprogramm war ein bisschen schluderig. Das ist jetzt anders. Es ist ein Ruck durch den kompletten Verein gegangen. Alle ziehen mit, die Trainingsbeteiligung hat sich nahezu verdoppelt."

Diese Saison wird Kurt Gröner noch zu Ende spielen, danach will er die Fußballschuhe an den Nagel hängen und sich ganz dem Marketing widmen. Gröner: "Bevor ich mit über 30 Jahren noch in der Startelf stehe, lasse ich lieber einen 18-Jährigen kicken, der es sich auch verdient hat." Bis zum endgültigen Karriereende wird der Flügelläufer aber weiter wie gewohnt die Außenbahnen beackern. "Ich kämpfe und probiere alles. Wenn die dritte Flanke nicht ankommt, versuche ich es eben mit der vierten. Die passt dann und dann habe ich den Assist", sagt er und lacht.

Kurt Gröner weiß sich eben durchzubeißen. Auf dem Platz – aber auch außerhalb, wenn es darum geht, ein neues Marketingkonzept trotz anfänglicher Widerstände auf die Beine zu stellen.

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