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Finaltag-Derby |12.05.2019|15:00

Krönung oder "Hintertür" für Rödinghausen?

Derby am Finaltag: Der SV Rödinghausen empfängt den SC Wiedenbrück.[Foto: imago images / Dünhölter SportPresseFoto]

Im Endspiel um den Westfalenpokal treffen am "Finaltag der Amateure" am Samstag, 25. Mai (ab 14.15 Uhr, live in der ARD), mit dem SV Rödinghausen und dem SC Wiedenbrück zwei Teams aus der Regionalliga West im Derby aufeinander. Während der SVR die beste Saison der Vereinsgeschichte spielt, musste Wiedenbrück den Abstieg in die Oberliga Westfalen hinnehmen. Der FUSSBALL.DE-Faktencheck.

DER SAISONVERLAUF: Der SV Rödinghausen startete mit zwei Siegen vielversprechend in die Saison und setzte sich zu Beginn im oberen Tabellendrittel fest. Dann gab es aber eine Durststrecke mit acht Spielen in Folge ohne Dreier, der SVR rutschte bis auf Platz elf ab. Ausgerechnet gegen den SC Wiedenbrück fand Rödinghausen mit einem 5:0-Kantersieg zu alter Stärke zurück. Danach ging es in der Tabelle wieder aufwärts. Ab dem 19. Spieltag war Rödinghausen immer mindestens Tabellendritter. Vor dem Saisonfinale am Samstag, 18. Mai, ist der SVR von Platz drei nicht mehr zu verdrängen, der Vorsprung auf Rang vier beträgt drei Zähler und 17 Tore. Sogar die Vizemeisterschaft ist noch möglich. Schon jetzt ist klar: Der SVR spielt die erfolgreichste Saison seiner Vereinsgeschichte. Bisher war der fünfte Rang die beste Platzierung (Saison 2017/2018). Für den Finalgegner aus dem nur rund 50 Autominuten entfernten Wiedenbrück hätte die Saison hingegen nicht schlechter starten können. Erst am 5. Spieltag holte der SCW den ersten Saisonsieg. Bis zum Ende der Hinrunde kamen nur drei weitere hinzu. Seit dem Rückrundenstart rangiert Wiedenbrück unter dem Strich - und wird dort auch bleiben. Trotz eines 2:1-Auswärtserfolges beim Ex-Bundesligisten Rot-Weiss Essen am Samstag ist nach neun Jahren Regionalliga der Abstieg in die Oberliga Westfalen besiegelt, weil auch die Konkurrenz dreifach punktete. Der Rückstand zum rettenden 14. Rang beträgt vor dem letzten Spieltag fünf Zähler.

DIE TORJÄGER: Entscheidenden Anteil an der starken Saison des SV Rödinghausen hat Angreifer Simon Engelmann. Der 30-jährige Linksfuß konnte seine Bestmarke aus der Saison 2017/2018 (zwölf Tore) deutlich überbieten und ist mit 17 Treffern auf dem besten Weg, sich die Torjägerkrone in der West-Staffel zu sichern. Vor dem Saisonfinale hat er drei Tore mehr auf dem Konto als der zweitplatzierte David Bors vom abstiegsgefährdeten Bonner SC. Auch im Endspiel um den Westfalenpokal hofft der SVR auf die Engelmanns Torjägerqualitäten, der 2017 vom Ligakonkurrenten Rot-Weiß Oberhausen nach Rödinghausen gewechselt war. Beim SC Wiedenbrück waren es vor allem der ehemalige deutsche U 21-Nationalspieler Daniel Brinkmann sowie der frühere polnische Nationalspieler Patrick Schikowski, die trotz der sportlichen Misere positiv auf sich aufmerksam machten. Ex-Bundesligaprofi Brinkmann, der für den FC Augsburg 15 Mal im Oberhaus am Ball war, steuerte bisher sieben Tore und vier Vorlagen bei. Der ehemalige Drittligaspieler Schikowski (Rot-Weiß Erfurt) markierte acht Treffer und legte sechs Tore auf.

DIE TRAINER: Mit Enrico Maaßen verpflichtete der SV Rödinghausen im Sommer 2018 einen jungen Trainer, für den der SVR erst die zweite Station ist. Zuvor war der 35-jährige A-Lizenzinhaber vier Jahre bei der SV Drochtersen/Assel im Amt, bei der er seine Karriere als aktiver Spieler 2014 beendet hatte. Die SVD führte Maaßen 2015 in die Regionalliga Nord sowie 2016 und 2018 in den DFB-Pokal. Dieses Kunststück will er jetzt mit Rödinghausen wiederholen. Beim SC Wiedenbrück steht seit Juli 2017 Björn Mehnert an der Seitenlinie. Der Ex-Profi von Borussia Dortmund ist im Trainergeschäft schon deutlich länger dabei als sein Kollege. Der 42 Jahre alte A-Lizenz-Inhaber machte seine ersten Trainerschritte 2008 als spielender Co-Trainer bei der zweiten Mannschaft des Wuppertaler SV. Erstmals Cheftrainer, ohne auch noch selbst zu spielen, wurde Mehnert 2012 bei Westfalia Rhynern. Fünf Jahre war er dort Trainer, mit dem Aufstieg in die Regionalliga West verabschiedete er sich in Richtung Wiedenbrück. Mit dem SCW wurde er in der zurückliegenden Saison 2017/2018 Tabellensiebter. Jetzt geht es runter in die Oberliga Westfalen, was allerdings auch nicht zuletzt im extremen Verletzungspech in dieser Saison begründet liegt.

"Für uns wäre der Pokalsieg ein kleines Trostpflaster für den Abstieg. Für den Verein wäre es unheimlich wichtig, in den DFB-Pokal einzuziehen"

DIE HISTORIE: Der 1970 gegründete SV Rödinghausen spielte vor nicht allzu langer Zeit noch in der Kreisliga A. Ende der 2000er Jahre stieg ein Küchenhersteller als Hauptsponsor ein, danach ging es sportlich rasant aufwärts. Von 2009 bis 2014 stieg der SVR fünfmal in Folge bis in die Regionalliga West auf. Dort spielt Rödinghausen bis heute und steigert sich nahezu von Saison zu Saison. Rang drei und bereits 60 erreichte Punkte sind neue Bestwerte. Dem noch jungen SC Wiedenbrück, der 2000 durch die Fusion der beiden Stammvereine DJK Eintracht Wiedenbrück und Westfalia Wiedenbrück entstand, gelang von 2008 bis 2010 der Durchmarsch von der Westfalenliga, über die damalige NRW-Liga bis in die Regionalliga.

DIE POKALERFOLGE: Die erstmalige DFB-Qualifikation gelang dem SV Rödinghausen 2018. Beim Entscheidungsspiel zwischen der besten westfälischen Mannschaft der Regionalliga West und dem Oberliga Westfalen-Meister SV Lippstadt 08 gewann der SVR 3:1. Im DFB-Pokal sorgte Rödinghausen dann für Furore. Zunächst besiegte der SVR den Zweitligisten Dynamo Dresden 3:2 nach Verlängerung und erlangte dadurch deutschlandweit Bekanntheit. In der zweiten Runde zog Rödinghausen das große Los, spielte vor vollem Haus in Osnabrück gegen den deutschen Rekordpokalsieger Bayern München. Der SVR begeisterte, verabschiedete sich aber mit einem 1:2 aus dem Wettbewerb. Im Westfalenpokal erreichte Rödinghausen jetzt erstmals das Endspiel, will am Finaltag die Erfolgssaison mit dem Titel und dem erneuten Einzug in die DFB-Pokal krönen. Der SC Wiedenbrück gewann 2011 erstmals den Westfalenpokal (3:1 gegen Rot Weiss Ahlen). In der ersten Runde des DFB-Pokals war der 1. FC Köln Endstation (0:3). In der Saison 2012/2013 erreichte der SCW erneut das Verbandspokal-Endspiel (1:3 gegen Arminia Bielefeld). Wegen des Bielefelder Aufstiegs in die 2. Bundesliga qualifizierte sich Wiedenbrück dennoch wieder für den DFB-Pokal. Nach einem 1:0-Heimerfolg gegen Fortuna Düsseldorf folgte das Aus in Runde zwei gegen den SV Sandhausen (1:3). Am Finaltag peilt Wiedenbrück nun den zweiten Westfalenpokal-Titel und die insgesamt dritte DFB-Pokalteilnahme an.

DER DIREKTE VERGLEICH: Insgesamt trafen der SV Rödinghausen und der SC Wiedenbrück bisher zehnmal aufeinander. Die Bilanz spricht für Wiedenbrück. Der SCW gewann viermal, Rödinghausen behielt lediglich in zwei Partien die Oberhand. Außerdem gab es vier Unentschieden. In dieser Saison konnten sich beide Teams je einmal durchsetzen. Der SVR holte vor heimischer Kulisse im Wiehenstadion einen 5:0-Kantersieg. Unter anderem traf "Knipser" Simon Engelmann doppelt. Das Rückspiel in Wiedenbrück ging an den SCW (1:0). Patrick Schikowski erzielte kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer.

DAS WIEDERSEHEN:  Für insgesamt vier Spieler kommt es im Finale des Westfalenpokals zu einem Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Verein. Auf Seiten der Wiedenbrücker ist neben Stürmer David Loheider vor allem Innenverteidiger Marcel Leeneman zu nennen, der insgesamt fünf Jahre in Rödinghausen unter Vertrag stand. Beim SCW kickt der Defensivspezialist seit 2017. Klar ist, dass das Finale für Loheider und Leeneman das jeweils letzte Spiel im Trikot des SC Wiedenbrück sein wird. Beide werden den Verein verlassen. Der dritte Wiedenbrücker Spieler mit Vergangenheit in Rödinghausen ist Rechtsverteidiger Daniel Latkowski, der erst im vergangenen Sommer vom SVR nach Wiedenbrück gewechselt war. Den umgekehrten Weg ging Innenverteidiger Julian Wolff, der 2018 nach zwei Jahren in Wiedenbrück zum SV Rödinghausen wechselte - und dort mit sechs Saisontreffern zu den torgefährlichsten Abwehrspielern der Liga zählt.

DIE STIMMEN:  "Jeder denkt, dass wir nach unserer starken Saison vor eigenem Publikum gegen einen Absteiger klarer Favorit sind", sagt SVR-Trainer Enrico Maaßen gegenüber FUSSBALL.DE.  "Gerade das macht die Partie für uns gefährlich. Wir haben schließlich selbst gezeigt, was im Pokal alles möglich ist. Wir müssen unsere gesamte Qualität auf den Platz bringen, um den Titel zu holen." Sein Wiedenbrücker Kollege Björn Mehnert meint im Gespräch mit FUSSBALL.DE : "Für uns wäre der Pokalsieg ein kleines Trostpflaster für den Abstieg. Für den Verein wäre es unheimlich wichtig, in den DFB-Pokal einzuziehen. Dafür werden wir alles geben. Wir sind zwar Außenseiter, doch im Pokal werden die Karten komplett neu gemischt. Wir hoffen, dass wir mit der Unterstützung unserer Fans für eine Überraschung sorgen können."

DIE HINTERTÜR: Während sich der SC Wiedenbrück "nur" durch einen Sieg am Finaltag für den DFB-Pokal qualifizieren könnte, gibt es für die Gastgeber für den Fall einer Niederlage noch eine Hintertür. Dann nämlich würde der SV Rödinghausen als bester westfälischer Regionalligist am Donnerstag, 30. Mai, das Entscheidungsspiel um die Teilnahme am DFB-Pokal bei der besten ersten Mannschaft in der Oberliga Westfalen (TuS Haltern oder ASC Dortmund) bestreiten und hätte so noch eine zweite Chance. "Daran denken wir nicht. Wir wollen gegen Wiedenbrück alles klarmachen", betont Enrico Maaßen. Sollte Rödinghausen Pokalsieger werden, dürfte der SC Verl als zweitbester Viertligist aus Westfalen nachrücken und das Entscheidungsspiel bestreiten.

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