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Kroos-Vater |29.01.2018|18:00

Kroos: Spitzenreiter und Trainer des Jahres

Der Weltmeister und sein Vater: Toni (links) und Roland Kroos, der derzeit den Greifswalder FC trainiert. [Foto: FUSSBALL.DE, Imago / Collage: FUSSBALL.DE]

Der Name Kroos ist in Fußballdeutschland allgegenwertig. Nationalspieler Toni hat bereits jetzt eine Weltkarriere hingelegt, Felix ist Stammspieler beim Berliner Kult-Klub Union. Fast ungeachtet dessen sorgt zurzeit auch Vater Roland für Aufsehen: Der 58-Jährige ist seit Beginn der Saison neuer Cheftrainer des Greifswalder FC . Und der alte Heimatklub (ehemals Greifswalder SC) steht mit dem neuen Coach richtig gut da – nach der Hinrunde ist der Verbandsligist mit 40 Punkten Tabellenführer. So wurde Kroos in Mecklenburg-Vorpommern unlängst zum Trainer des Jahres 2017 gewählt.

Im Interview mit FUSSBALL.DE spricht Roland Kroos über seinen Einstieg beim GFC, die Zusammenarbeit mit seinem dritten Sohn Stefan, die überraschende Auszeichnung und das anstehende Pokalspiel gegen Ex-Klub Hansa Rostock.

FUSSBALL.DE: Herr Kroos, Ihre Mannschaft spielt bisher eine fantastische Saison. Sie haben anscheinend kaum Anlaufzeit gebraucht.

Roland Kroos: Das stimmt. Ich musste mich zunächst an die Klasse gewöhnen, aber ich konnte relativ schnell das umsetzen, was ich mit der Mannschaft vorhatte. Und die hat das natürlich auch hervorragend gemacht.

"Den kleinsten Namen habe ich zugegebenermaßen auch nicht"

FUSSBALL.DE: Welche sportlichen Faktoren sind ausschlaggebend für die starke Leistung?

Kroos: Unter meinem Vorgänger wurde etwas anders gespielt. Ich wollte nun das Ballbesitzspiel verbessern und insgesamt mehr agieren – auch im Umschaltspiel. Das hat gut geklappt.

FUSSBALL.DE: Sie wurden in Mecklenburg-Vorpommern sogar kürzlich als Trainer des Jahres 2017 ausgezeichnet. Nach einem halben Jahr Amtszeit – kam das überraschend?

Kroos: Ja, natürlich war das eine Überraschung. Letztendlich sind einige Trainer deutlich länger unterwegs, die es möglicherweise mehr verdient gehabt hätten. Aber im gesamten Geschäft bin ich ja auch schon eine ganze Weile dabei, deshalb kann man es vielleicht als Ehrung für die letzten 25 Jahre verstehen. Und den kleinsten Namen habe ich zugegebenermaßen auch nicht (lacht) .

FUSSBALL.DE: Sie waren beim damaligen Greifswalder SC bereits vor vielen Jahren Jugendtrainer. Ist Ihr neues Engagement auch als eine Art „Nach Hause kommen“ zu verstehen?

Kroos: Klar, das liegt auf der Hand. Es ist schon so, dass ich dahin zurückgekommen bin, wo alles angefangen hat. Ich hätte es selbst nicht gedacht, aber als im Sommer die Anfrage kam, hörte es sich interessant an. Also habe ich es gemacht.

FUSSBALL.DE: Sie arbeiten in Greifswald mit ihrem Sohn Stefan zusammen, der beim GFC als Nachwuchsleiter im Vorstand sitzt. Etwas Besonderes für Sie?

Kroos: Wir arbeiten ja nicht tagtäglich zusammen, weil wir in unterschiedlichen Bereichen tätig sind. Aber trotzdem sieht man sich natürlich sehr häufig. Und das stört das Verhältnis auf keinen Fall (lacht) .

FUSSBALL.DE: Am 27. Februar steht für Ihren Verein ein echtes Highlight an. Sie spielen im Landespokal-Viertelfinale gegen den FC Hansa Rostock, bei dem sie selbst auch mehr als 15 Jahre im Nachwuchsbereich tätig waren.

Kroos: Daran denke ich noch gar nicht konkret. Wichtiger ist eigentlich das nächste Punktspiel am 23. Februar (gegen den 1. FC Neubrandenburg, Anm. d. Redaktion ). Aber klar, wenn es dann soweit ist, ist es schon etwas Besonderes. Jedoch nicht unbedingt aufgrund meiner Vergangenheit, sondern weil es gegen Rostock, den großen Verein hier in der Region, geht. Wir werden klarer Außenseiter sein und dennoch versuchen, unsere Chance zu nutzen. Spiele im Pokal sind ohnehin immer eine tolle Sache.

FUSSBALL.DE: Bleiben wir bei Hansa. Immerhin ein ehemaliger Bundesligaverein, bei dem Sie sicher unter professionellen Strukturen gearbeitet haben. Jetzt sind Sie beim Greifswalder FC zurück im Amateurfußball. Wie macht sich dieser Unterschied bemerkbar?

Kroos: Strukturell ist es schon ein kleiner Unterschied. Wobei man sagen muss, dass die Strukturen in Rostock in den letzten Jahren – aufgrund der sportlichen Situation – nicht weiterentwickelt werden konnten. Deshalb ist es sicher ein Unterschied, der am Ende aber gar nicht so groß ist. Viel wichtiger ist ein anderer Punkt: In Rostock habe ich Spieler mitentwickelt, die das Potenzial für die erste, zweite oder sogar die Bundesliga hatten. Das ist jetzt nicht mehr der Fall, die Qualität ist natürlich eine andere. Aber das ist für mich auch gar nicht entscheidend. Sondern vielmehr, ob die Spieler gewillt sind, vielleicht noch einmal eine Klasse höher zu spielen.

FUSSBALL.DE: Das Jahr ist noch relativ jung. Wie sieht der sportliche Ausblick für 2018 aus? Ist der Aufstieg möglich?

Kroos: Ziel in der Liga ist es auf jeden Fall, weiterhinten oben mitzuspielen. Im Endeffekt ist ja immer vieles von der Tabellensituation abhängig. Deshalb wollen wir uns im April noch einmal zusammensetzen und die Ausrichtung konkretisieren.

FUSSBALL.DE: Und für Ihre Söhne Toni und Felix?

Kroos: Ich wünsche beiden natürlich den maximalen Erfolg. Was die WM in Russland, also speziell Toni angeht: Es ist sicher immer schwierig, den Titel zu verteidigen. Und letztlich gehört da auch ein bisschen Glück dazu. Alles, was ich tun kann, ist beide Daumen gedrückt zu halten.

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