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Ex-Profi |15.05.2020|09:15

Kruska: "Habe Ehrgeiz - die Liga ist egal"

Marc-Andre Kruska: "Ohne Durchsetzungsvermögen bleibt die Tür für den Profifußball verschlossen."[Foto: imago/Majerus]

Ex-Profi Marc-Andre Kruska, der auf mehr als 300 Erst- und Zweitligaspiele zurückblicken kann, arbeitet inzwischen als Co-Trainer bei der U 19 des VfL Bochum. So ganz will der 32-Jährige als Aktiver aber nicht aufhören, sondern bald für den VfB Habinghorst in der Kreisliga A auflaufen. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der frühere U 21-Nationalspieler über Hüftprobleme, Derbysiege und Weltstar Andrea Pirlo.

FUSSBALL.DE: Bislang waren Sie für den FC Frohlinde in der Landesliga am Ball. Warum haben Sie sich für den Schritt in die Kreisliga A entschieden, Herr Kruska?

Marc-Andre Kruska: Schon während der vergangenen Spielzeit hatte ich wegen der räumlichen Nähe über einen Wechsel zum VfB Habinghorst nachgedacht, wollte dann aber noch auf einem etwas höheren Niveau in der Landesliga kicken. Um ganz ehrlich zu sein: Mein Fitnesszustand ist jedoch nicht mehr so gut, dass ich mich problemlos gegen jüngere Spieler durchsetzen kann. Schließlich musste ich wegen anhaltender Hüftprobleme meine Profilaufbahn beenden.

Wie ist der Kontakt zum VfB Habinghorst zustande gekommen?

"Ich habe mich über das Angebot von Real Madrid sehr gefreut, mich dann aber für den FC Brügge entschieden"

Kruska: Mit VfB-Trainer Marc Olschewski hatte ich als Kind schon auf dem Bolzplatz gekickt. Wir sind in derselben Siedlung in Castrop-Rauxel aufgewachsen. Seitdem sind wir gute Freunde, der Kontakt ist nie abgerissen. Auch den Sportlichen Leiter Gordon Schwarze kenne ich sehr gut. Ich freue mich darauf, dass ich mit vielen alten Bekannten und Freunden zusammenspielen darf.

Früher hießen die Gegner AC Mailand oder FC Bayern München. Künftig kicken Sie gegen SC Arminia Ickern und FC Marokko Herne. Wie gehen Sie damit um?

Kruska: Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein sehr entspannter und bodenständiger Typ bin. Ich bringe aktuell ein paar Kilogramm mehr auf die Waage, will nur noch Spaß auf dem Fußballplatz haben. Der Ehrgeiz ist aber immer noch da - egal, in welcher Liga. Ich bin motiviert. So war es, und wird es auch immer bleiben.

Als Fußballprofi haben Sie in ausverkauften Stadien gespielt. Demnächst werden Sie auch auf Asche kicken. Wie schwer fällt Ihnen die Umstellung?

Kruska: Die meisten Vereine haben mittlerweile zum Glück Kunstrasenplätze. (lacht) Einige Spiele werden wir aber sicher auf Asche machen. Das ist für meine Hüfte nicht so gut, aber daran gewöhnt man sich.

Sie arbeiten im Nachwuchsbereich des VfL Bochum als Co-Trainer der U 19 in der West-Staffel der A-Junioren-Bundesliga. Welchen Karriereplan haben Sie sich zurechtgelegt?

Kruska: Ich mache gerade die DFB-Jugend-Elitelizenz als Trainer, werde damit in drei Monaten fertig sein. Danach will ich mich Schritt für Schritt weiterentwickeln, setze mir keine großen Ziele.

Wie muss man sich die Nachwuchsarbeit beim VfL Bochum momentan vorstellen? Wird beispielsweise bei der U 19 in Kleingruppen trainiert?

Kruska: Wir haben wegen der  Corona-Krise und der bislang nur zum Teil geöffneten Schulen mit dem Training ausgesetzt. Die Jungs absolvieren ein individuelles Trainingsprogramm, müssen zu Hause ihre Läufe machen. Wann wieder reguläre Einheiten möglich sind, steht noch nicht fest.

Wie halten Sie sich selbst in diesen Zeiten fit?

Kruska: Bei dem schönen Wetter fahre ich viel Fahrrad, weil meine Hüfte keine langen Waldläufe mehr zulässt.

Der DFB-Jugendausschuss hat sich für einen Saisonabbruch in der A- und B-Junioren-Bundesliga ausgesprochen, nachdem auch die überwiegende Mehrheit der Klubs dafür votiert hatte. Entscheiden wird darüber der DFB-Bundestag am 25. Mai. Wie lautet Ihre Meinung?

Kruska: Die Saison nicht weiter fortzusetzen, ist nur vernünftig. Solange für die Jugendlichen noch kein einigermaßen geregelter Schulunterricht möglich ist, wäre alles andere kaum zu vertreten. Wir alle hoffen, dass es nach den Sommerferien besser aussieht und ein Neustart der Liga im Spätsommer oder Herbst möglich ist.

Bei der Bochumer U 19 arbeiten Sie als Assistent von Matthias Lust. Was können Sie von ihm lernen?

Kruska: Matthias hat als Trainer schon sehr viel Erfahrung gesammelt. Ich bin als Co-Trainer das Bindeglied zwischen Mannschaft und Chefcoach. Er weiß genau, wie die Jungs ticken. Von seiner Menschenkenntnis und der täglichen Trainingsarbeit kann ich viel mitnehmen. Wir harmonieren als Team sehr gut.

Welcher Trainer hat Sie während Ihrer aktiven Laufbahn am meisten beeindruckt oder geprägt?

Kruska: Mein erster Jugendtrainer beim BVB war Lars Tiefenhoff, der jetzt Trainerausbilder beim DFB ist und davor Sportlicher Leiter in der Jugend von Borussia Mönchengladbach war. Für meine persönliche Entwicklung war Bert van Marwijk ganz wichtig. Von ihm konnte ich am meisten lernen. Er mochte meine Art, Fußball zu spielen, und hat mich gefördert. Ohne Bert van Marwijk hätte ich es nicht geschafft.

Sie wurden bei Borussia Dortmund ausgebildet, schafften den Sprung in den Profikader und bestritten in dieser Zeit auch 18 Länderspiele für die deutsche U 21-Nationalmannschaft. Welchen Ratschlag würden Sie einem Nachwuchsspieler heute mit auf den Weg geben?

Kruska: Talent allein genügt nicht. Ohne Durchsetzungsvermögen bleibt die Tür für den Profifußball verschlossen. Bei jeder Trainingseinheit muss man immer alles geben und mit Freude bei der Sache sein.

Real Madrid wollte Sie 2009 unbedingt verpflichten. Warum haben Sie damals das Angebot der Königlichen ausgeschlagen?

Kruska: Unter Jürgen Klopp kam ich beim BVB nicht mehr zum Zug, wollte mich verändern und meine Persönlichkeit weiterentwickeln. Ich habe mich über das Angebot von Real Madrid sehr gefreut, mich dann aber für den FC Brügge entschieden. In Brügge konnte ich sofort in der ersten Mannschaft und in der Europa League spielen. Bei Real hätte ich zwar mit Weltstars trainiert, wäre aber wahrscheinlich in der zweiten Mannschaft aufgelaufen.

Sie haben mit vielen Fußballern gespielt. Wer war Ihr Vorbild und Ihr bester Gegenspieler?

Kruska: Mein großes Vorbild war in Dortmund der Brasilianer Dede. Eine echte BVB-Legende. Gute Gegenspieler hatte ich viele, aber Andrea Pirlo war der Wahnsinn. Ein großer Stratege, der zwar nicht der Schnellste war, aber alles was er machte, hatte Hand und Fuß.

Was war Ihr schönstes Erlebnis als Profi?

Kruska: Mit einem 2:0-Derbysieg gegen den FC Schalke 04 hatten wir in der Saison 2006/2007 am vorletzten Spieltag die Deutsche Meisterschaft der Schalker "verhindert". Als BVB-Fan muss ich das erwähnen, denn dieses Spiel bleibt unvergesslich. Alexander Frei und Ebi Smolarek erzielten die Tore für uns, Meister wurde der VfB Stuttgart.

Am Samstag treffen die beiden Revierklubs am ersten Bundesligaspieltag nach der Corona-Pause erneut in Dortmund aufeinander. Werden Sie sich das Derby als Geisterspiel im TV anschauen?

Kruska: Na klar. Mit meinem Vater Uwe werde ich die Partie auf dem Sofa verfolgen und dem BVB die Daumen drücken.

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