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Schmuckkästchen |29.05.2020|08:00

Kuhn: "Neues Stadion ist ein Quantensprung"

Oliver Kuhn: "Das neue Stadion ist ein echtes Schmuckkästchen."[Foto: imago/SSVg Velbert/Collage FUSSBALL.DE]

Schon seit 24 Jahren führt Oliver Kuhn die SSVg Velbert aus der Oberliga Niederrhein als Präsident. Unter der Regie des 56-Jährigen gelangen zwei Aufstiege, die Qualifikation für den DFB-Pokal sowie dort 2003 die Sensation gegen den damaligen Zweitligisten 1. FSV Mainz 05. Kuhns "größter Erfolg" könnte aber der bevorstehende Umzug in das neue Velberter Stadion werden. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht er über das neue "Schmuckkästchen", das Vereinsleben und sportliche Ziele.

FUSSBALL.DE: Wie groß ist die Vorfreude auf den Umzug in das neue Stadion bei Ihnen, Herr Kuhn?

Oliver Kuhn: Für die SSVg Velbert ist die neue Spielstätte ein Quantensprung und bietet wesentlich bessere Möglichkeiten der Vermarktung. Die Anlage verfügt über zwei Natur- und zwei Kunstrasenplätze. Es ist ein echtes Schmuckkästchen. In der Vergangenheit waren unsere Fußballabteilungen auf drei verschiedene Standorte verteilt. Die Jugend, Damen und Herren spielen künftig auf einer Anlage, was insgesamt das Vereinsleben fördern wird und noch interessanter macht.

Liegen die Bauarbeiten trotz der Corona-Krise im Zeitplan?

"Wir wollen uns als Verein breiter und positiver aufstellen"

Kuhn: Definitiv. Wir gehen davon aus, dass wir Mitte oder Ende Juli einziehen können. Sobald die Anlage abgenommen ist, werden die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft sowie die Jugendabteilung beim Umzug mit anpacken.

Mit welchen Vorzügen kann die neue Spielstätte glänzen?

Kuhn: Wir bekommen ein modernes Fußballstadion ohne Laufbahn, mit fernsehgerechter Flutlichtanlage, Fitnessraum und Sauna, die von den Vereinsmitgliedern genutzt werden können. In die überdachte Tribüne, die etwa über 1000 Sitzplätze verfügt, ist auch eine Vereinsgaststätte mit entsprechenden VIP-Räumlichkeiten integriert. Insgesamt ist das Stadion zunächst auf 3000 Plätze ausgelegt. In weiteren Bauschritten könnte die Kapazität auf 5000 bis theoretisch 10.000 Zuschauer erweitert werden. Das hängt allerdings von der sportlichen Entwicklung des Vereins ab. Auch die Parkplatzsituation mit rund 600 Plätzen hat sich deutlich verbessert. Da unsere neue Heimspielstätte ganz in der Nähe eines Industriegebiets liegt, stehen auch dort noch zusätzliche Stellmöglichkeiten zur Verfügung.

Was bedeutet der Umzug für den Verein? Wie sehen die Ambitionen in der Zukunft aus?

Kuhn: Im Seniorenbereich wollen wir uns - mit der nötigen kaufmännischen Sorgfalt - möglichst bald in Richtung Regionalliga bewegen. Durch die gute Verkehrsanbindung sind wir infrastrukturell top aufgestellt. Dadurch erhoffen wir uns auch im Jugendbereich einen entsprechenden Schub nach vorne.

Wie lange lagen die Baupläne schon in der Schublade?

Kuhn: Der erste Bauabschnitt war für 2008 geplant. Begonnen wurde allerdings nicht mit dem Fußballstadion, wie es zunächst vorgesehen war, sondern mit dem Hallenkomplex, der 2012 eröffnet worden ist. Im zweiten Bauabschnitt entstand eine Leichtathletikanlage. Beide Abschnitte zusammen bilden jetzt das EMKA-Sportzentrum direkt an der Autobahn-Ausfahrt der A 535. Der erste Spatenstich für das neue Stadion erfolgte dann im Juni 2019.

Mal ehrlich: Hätten Sie gedacht, dass unter Ihrer Führung das Stadionprojekt noch realisiert wird?

Kuhn: Wir waren immer guter Hoffnung, standen mit Politik und Verwaltung im regelmäßigen Austausch. Für uns wäre es vielleicht besser gewesen, wenn das Stadion - wie ursprünglich geplant - früher fertiggestellt worden wäre, weil wir in unserem alten Stadion infrastrukturelle Nachteile hatten.

Warum war die langjährige Heimspielstätte an der "Sonnenblume" nicht mehr zeitgemäß?

Kuhn: Das alte Stadion wurde bereits 1969 gebaut und genügt modernen Ansprüchen nicht. Es gab zwischenzeitlich Überlegungen, das Stadion am bisherigen Standort auf Vordermann zu bringen. Ein Renovierungsstau von mehreren Millionen Euro und die Nähe zur Wohnbebauung verhinderten jedoch das Vorhaben. Die Stadt hat mit dem Gelände nun andere Ideen, wird es voraussichtlich zur Wohnbebauung freigeben.

Wird es trotz der Corona-Pandemie noch einen Abschied vom alten Stadion geben?

Kuhn: Das war ursprünglich so angedacht. Aber unter Berücksichtigung der Abstandsregeln und anderer Auflagen müssen wir schauen, ob das überhaupt machbar ist. Es wäre schön, wenn wir uns in einem würdigen Rahmen von der Anlage verabschieden könnten.

Wann ist die Einweihung der neuen Arena geplant?

Kuhn: Einweihung und Verabschiedung kommen wegen der Corona-Krise leider zur Unzeit. Wir wollten mit der Stadt eigentlich eine Art Volksfest veranstalten. Momentan stehen wir ein bisschen auf dem Schlauch. Wegen eines offiziellen Eröffnungsspiels standen wir bereits mit einigen Bundesligisten in Kontakt. Durch die aktuelle Situation ist aber alles zurückgestellt.

Der vom Land Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufene Fördertopf "Moderne Sportstätten 2022" brachte knapp 50.000 Euro in die Vereinskasse. Wie wird das Geld eingesetzt?

Kuhn: Das Geld wird komplett in den Innenausbau des neuen Stadions investiert. In manchen Räumen mussten Wände verputzt, Estrich gelegt und Fliesenarbeiten erledigt werden. Die Anschaffung einer Gastro-Küche stand an. Für unsere Industrie-Waschmaschinen musste ein Gerüst gebaut werden, um die DIN-Norm zu erfüllen.

Welchen finanziellen Anteil hat SSVg Velbert dabei zu stemmen?

Kuhn: Mit Hilfe von Sponsoren und eigenen Mitteln haben wir einen sechsstelligen Betrag aufgebracht. Die Mietzahlung an die Stadt liegt im unteren vierstelligen Bereich, ist von der Spielklasse abhängig. Der Miet- und Pachtvertrag ist zunächst auf zehn Jahre ausgelegt.

Wie positiv und optimistisch blicken Sie nun in die sportliche Zukunft?

Kuhn: Grundsätzlich haben wir unsere Personalplanungen für die kommende Spielzeit mit fünf externen Zugängen bereits abgeschlossen und einen starken Kader zusammengestellt. Wir sind guter Dinge, dass ab Anfang September wieder Sport mit Zuschauerbeteiligung betrieben werden kann und wir unsere sportlichen Ziele erreichen. Wir wollen uns als Verein breiter und positiver aufstellen. Wir hoffen, dass die neue Anlage für entsprechenden Schwung sorgen und einige Besucher mehr zu unseren Spielen anlocken wird.

Die SSVg Velbert wird in der Oberliga Niederrhein seit Jahren als Aufstiegsaspirant gehandelt, blieb aber immer hinter den Erwartungen zurück. Auch in dieser Spielzeit ist Tabellenführer SV Straelen 21 Punkte entfernt. Warum?

Kuhn: Der SV Straelen hat in dieser Saison so gut gepunktet wie keine Mannschaft zuvor. Dabei hatten schon in den Vorjahren der jetzige Drittligist KFC Uerdingen 05 und der VfB Homberg als Aufsteiger sensationelle Runden gespielt. Ja, wir hätten mehr Punkte holen können, vielleicht müssen. Aber auch bei einer besseren Ausbeute hätte es wahrscheinlich nicht gereicht. Außerdem hatte sich vor drei Jahren unser vorheriger Trikotsponsor zurückgezogen, dadurch war uns ein sechsstelliger Betrag weggebrochen. Seit unser neuer Trainer Marcus John im Amt ist, haben wir pro Spiel bislang einen Schnitt von etwas mehr als zwei Punkten geholt. Wenn wir diesen Wert konservieren oder sogar noch steigern können, dann sind wir in der nächsten Saison zumindest in der Verlosung.

Bei welchem Spiel wird das neue Stadion erstmals ausverkauft sein?

Kuhn: Wir hatten uns beim Eröffnungsspiel gegen einen Bundesligisten ein volles Haus erhofft. Daraus wird zumindest in den nächsten Monaten nichts. Mit dem SC und dem TVD Velbert spielen jedoch zwei unserer Lokalrivalen ebenfalls in der Oberliga Niederrhein. Vielleicht klappt es dann beim ersten Derby.

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