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Spitzenspiel |28.11.2018|15:00

Landerl: "Titelrennen ist nicht entschieden"

Lübeck-Coach Landerl vor dem Topspiel gegen Wolfsburgs U 23: "Uns steht eine große Herausforderung bevor."[Foto: imago/Hübner]

Seit Juli 2016 betreut der frühere österreichische Nationalspieler Rolf Martin Landerl den ehemaligen Zweitligisten VfB Lübeck in der Regionalliga Nord. Nach zwei vierten Plätzen will der 43-jährige Wiener mit dem VfB nun mehr - bestenfalls soll der Aufstieg in die 3. Liga gelingen. Der Rückstand auf Spitzenreiter VfL Wolfsburg U 23, der eine Begegnung mehr absolviert und zuletzt neunmal in Folge gewonnen hat, ist aber bereits auf zwölf Zähler angewachsen. Am Freitagabend hat Lübeck das Nachwuchsteam der „Wölfe“ zu Gast. Mit einem Sieg im Topspiel will der VfB vermeiden, dass Wolfsburg komplett davonzieht.

Im FUSSBALL.DE -Interview spricht Rolf Martin Landerl mit Mitarbeiter Christian Knoth über die Spitzenpartie gegen Tabellenführer Wolfsburg, die Freude über das erste Heimspiel nach zuletzt vier Auswärtsbegegnungen in Serie, das Ziel Aufstieg und Trainingseinheiten mit Auswahlteams aus Simbabwe, die er nun bereits zweimal durchgeführt hat.

FUSSBALL.DE: Zuletzt gab es für den VfB Lübeck vier Auswärtsspiele in Serie. Wie froh sind Sie, dass nun endlich mal wieder ein Heimspiel auf dem Programm steht, Herr Landerl?

Rolf Martin Landerl: Wir freuen uns extrem, dass wir wieder an der heimischen Lohmühle spielen dürfen. Dass wir uns bei der immer hervorragenden Atmosphäre in unserem Stadion wohlfühlen, zeigt unsere Punkteausbeute. Wir haben zuhause 26 von 30 möglichen Punkten geholt und noch nicht verloren. Das soll auch so bleiben.

"Wir haben zuhause 26 von 30 möglichen Punkten geholt und noch nicht verloren. Das soll auch so bleiben"

Gegen Spitzenreiter VfL Wolfsburg U 23 kommt es am Freitagabend zum absoluten Topspiel. Für den VfL ist der zehnte Sieg in Folge möglich. Wie wollen Sie das Nachwuchsteam der „Wölfe“ stoppen?

Landerl: Was uns in dieser Saison bisher ausgezeichnet hat, sind die mannschaftliche Geschlossenheit und unser schnelles Kombinationsspiel. Mit der Unterstützung unseres Publikums im Rücken bin ich optimistisch, dass wir etwas Zählbares holen werden. Was der VfL Wolfsburg derzeit für eine Konstanz an den Tag legt, ist aber beachtlich. Uns steht eine große Herausforderung bevor.

Der Rückstand des VfB Lübeck auf Wolfsburg beträgt zwölf Zähler, allerdings hat Ihre Mannschaft eine Partie weniger absolviert. Hätten Sie damit gerechnet, dass die Wolfsburger U 23 so souverän vorneweg marschiert?

Landerl: Nein, das war so nicht zu erwarten. Dass Wolfsburg einen so großen Vorsprung hat, liegt aber auch an uns. Wir haben auswärts zu viele Punkte liegen lassen und müssen uns vor fremder Kulisse definitiv steigern. Noch ist die Meisterschaft aber nicht entschieden.

Ist das Spiel am Freitag so etwas wie die letzte Chance, um dem VfL im Titelrennen noch Paroli bieten zu können? Bei einer Niederlage würde der Rückstand 15 Zähler betragen. Bei einem Sieg rücken Sie dagegen bis auf neun Punkte heran und hätten noch eine Nachholpartie in der Hinterhand.

Landerl: Wenn wir verlieren, müssen wir die Titelhoffnungen wohl begraben. Bei einer so konstanten Mannschaft auf viele Ausrutscher zu hoffen, wäre vermessen. Um es noch einmal spannend zu machen, ist ein Sieg notwendig. Die Partie hat also schon ein wenig Endspiel-Charakter.

Zu Ihrer aktiven Zeit waren Sie österreichischer Nationalspieler und absolvierten unter anderem 124 Partien in der niederländischen Eredivisie. Für den VfB Lübeck waren Sie auch am Ball - allerdings nicht im Profibereich, sondern in der damals noch drittklassigen Regionalliga Nord. Noch blieb es Ihnen also verwehrt, Lübeck in eine Profiliga zu führen. Ist das nun als Trainer des VfB Ihr Anspruch?

Landerl: Definitiv, sonst hätte ich diesen Job im Sommer 2016 nicht angenommen und wäre in meinem Heimatland Österreich geblieben. Der VfB gehört mit seiner Tradition, den fantastischen Fans und dem hervorragenden Stadion in die 3. Liga. Wir wollen bestenfalls schon in dieser Saison aufsteigen. Und wenn es nicht klappt, wird in der kommenden Saison der nächste Angriff gestartet.

Sie können sich also vorstellen, auch über die Saison hinaus Trainer des VfB zu bleiben? Ihr Vertrag läuft ja vorerst nur bis Juni 2019.

Landerl: Die Arbeit als Trainer beim VfB Lübeck bereitet mir weiterhin viel Freude. Ich habe das Glück, eine klasse Mannschaft betreuen zu dürfen. Unabhängig vom Aufstieg in die 3. Liga kann ich mir auf jeden Fall vorstellen, auch in der kommenden Spielzeit noch für diesen Verein tätig zu sein. In der Winterpause werde ich mich mit den Vereinsverantwortlichen zusammensetzen und über eine mögliche gemeinsame Zukunft sprechen.

Zusätzlich zu Ihrer Arbeit als VfB-Coach haben Sie auf dem Lübecker Vereinsgelände im vergangenen Jahr und in diesem Jahr Auswahlen mit talentierten Spielern aus Simbabwe trainiert, die für ein mehrtägiges „Trainingslager“ in Deutschland zu Besuch waren. Wie kam es dazu?

Landerl: Ein Bekannter unseres Vereins hat die Reisen für die Auswahlteams aus Simbabwe organisiert. Es handelte sich dabei jeweils um eine Gruppe von 15- bis 20-jährigen begeisterten Fußballern, die aus Internaten kamen und Europa kennenlernen wollten. Unter meiner Anleitung lernten Sie dann, wie man unter Profibedingungen trainiert. Auch für die Coaches, die mit den Jungs aus Simbabwe nach Lübeck kamen, waren die Einheiten sehr lehrreich.

Gibt es bei solch besonderen Trainingseinheiten auch Dinge, die für Sie als Coach lehrreich sind?

Landerl: Es ist für mich nicht alltäglich, taktisches Wissen so einfach wie möglich in englischer Sprache zu vermitteln. Das ist dann auch für mich eine spannende Angelegenheit. Außerdem ist es insgesamt immer schön, wenn man mal die Gelegenheit bekommt, über den Tellerrand zu schauen und Fußballer sowie Kulturen von anderen Kontinenten kennenzulernen.

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