Hilfe-Center

Hilfe-Center

Regionalliga

Regionalligen

Verbände

Verbände

Wenn Du dich bei unserer Community einloggst, kannst du Vereine und Mannschaften als Favoriten speichern und direkt von hier aus schnell und einfach erreichen.

Matchkalender

Begegnungen in deiner Nähe

{{typeaheadInput.text}}

* Pflichtfelder

Amateurstatistiken

Überraschung |16.10.2018|15:45

Lippstadts Erfolg: Kein Spieler älter als 27

Sorgt als Aufsteiger in der Regionalliga West für Furore: der SV Lippstadt 08.[Foto: imago/Revierfoto]

In allen fünf Regionalliga-Staffeln gibt es keinen besser platzierten Aufsteiger als den SV Lippstadt 08. Nach 13 Spieltagen in der West-Staffel hat der Heimatklub von Bayern Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge 21 Punkte auf dem Konto. Damit belegt der Neuling völlig überraschend Rang drei. Am vergangenen Spieltag siegte die Mannschaft von SVL-Trainer Daniel Berlinski 2:0 gegen den Tabellenzweiten Borussia Dortmund U 23. Am Freitag (ab 19.30 Uhr) gastieren die Lippstädter beim Spitzenreiter FC Viktoria Köln.

Im Interview mit  FUSSBALL.DE  spricht der 32-jährige Daniel Berlinski, der im Hauptberuf in einer Firma von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim „Aki“ Watzke arbeitet, über die Gründe für das gute Abschneiden, die Voraussetzungen für einen Punktgewinn in Köln und warum kein Spieler älter als 27 Jahre ist.

FUSSBALL.DE: Mal Hand aufs Herz: Müssen Sie sich beim Blick auf die Tabelle manchmal die Augen reiben, Herr Berlinski?

Daniel Berlinski:  Damit war sicher vor der Saison nicht zu rechnen. Wir fühlen uns aber sehr wohl auf Rang drei und sind glücklich über diese Momentaufnahme, die wir jedoch nicht überbewerten.

"Unser Fußball ist sehr intensiv. Ich glaube, dass ältere Spieler in späten Spielphasen durchaus Probleme bekommen könnten"

Nur zwei von 13 Saisonspielen gingen verloren. Was macht den SV Lippstadt 08 so stark?

Berlinski:  Wir haben eine klare Spielidee, für die wir die geeigneten Spieler gefunden haben. Die mannschaftliche Geschlossenheit ist Voraussetzung, damit wir erfolgreich sind. Der gesamte Verein steht zusammen. Nur so geht es.

Zuletzt gelang im Verfolgerduell gegen die U 23 von Borussia Dortmund, die zuvor eine Siegesserie hingelegt hatte, ein eindrucksvoller 2:0-Heimsieg. Was war der Schlüssel?

Berlinski:  Wir haben es durch unser Pressing geschafft, den Gegner erst gar nicht ins Spiel kommen zu lassen. Beim ersten Treffer haben wir gut umgeschaltet, beim zweiten Tor hatten wir auch ein wenig Glück

Gab es keinen Ärger mit BVB-Präsident Hans-Joachim Aki Watzke, der sich das Spiel der Dortmunder Reserve in Lippstadt nicht entgehen ließ? Watzke ist schließlich Ihr Arbeitgeber!

Berlinski:  Ich habe meinen Job noch. (lacht) Vor dem Spiel hatten wir kurz getextet. Deshalb wusste ich, dass er da war. Am Spieltag hat sich ein Treffen dann nicht ergeben.

Sie haben im Sommer nur zwei Zugänge aus der Regionalliga geholt, alle anderen kamen aus unteren Ligen. Auch sonst gibt es im Kader nur wenige Spieler, die schon zuvor in der 4. Liga am Ball waren. Warum läuft es dennoch so gut?

Berlinski:  Unsere Mannschaft - das hat man vom ersten Tag der Vorbereitung gesehen - ist extrem wissbegierig und zieht im Training hervorragend mit. Die ersten positiven Ergebnisse haben dann gleich auch für gute Stimmung gesorgt. Was die Qualität angeht: Alle Spieler sind absolut regionalliga-reif.

Die ältesten Spieler im Kader sind gerade einmal 27 Jahre. Zufall?

Berlinski:  Unser Fußball ist sehr intensiv. Ich glaube, dass ältere Spieler in späten Spielphasen durchaus Probleme bekommen könnten.

Werden die Ziele in Lippstadt nach dem guten Saisonstart jetzt etwas nach oben gesetzt?

Berlinski:  Der Klassenverbleib ist und bleibt unser Ziel. Wenn wir das erreicht haben und dann noch Zeit ist, sehen wir weiter. Die Ausgangsposition, die wir uns bis jetzt erarbeitet haben, ist selbstverständlich sehr gut. Ein Grund zum Ausruhen ist sie nicht.

Wie groß ist die Vorfreude auf das Duell mit Spitzenreiter FC Viktoria Köln?

Berlinski:  Wir haben uns bisher zwar in der Liga gut zurechtgefunden. Spiele wie gegen Essen, Wuppertal oder auch Viktoria Köln sind aber nach wie vor etwas Besonderes. Wir wollen uns in Köln nicht nur das Stadion anschauen. Unser Ziel sind drei Punkte.

Was muss Ihre Mannschaft in die Waagschale werfen, um etwas mitzunehmen?

Berlinski:  Um in der  Regionalliga West  zu bestehen, müssen wir Spieltag für Spieltag an unser Maximum kommen. Im Vergleich zur Viktoria sind wir individuell nicht so stark besetzt. Wir müssen über das Kollektiv kommen. Es geht darum, unsere Umschaltmomente und Möglichkeiten eiskalt zu nutzen. Denn viele Chancen werden wir wohl nicht bekommen.

Wie sieht es personell aus?

Berlinski:  Saban Kaptan fehlt wegen einer Adduktorenzerrung. Janik Brosch laboriert an den Folgen einer Knochenabsplitterung und Benjamin Klingen arbeitet nach einem Mittelfußbruch an seinem Comeback.

Anzeige