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Torhüter träumt |07.08.2020|12:30

Luis Zwick: Über Schottland nach Schweinfurt

13-mal in der schottischen Topliga für Dundee am Ball: Torhüter Luis Zwick.[Foto: Dundee United/Collage FUSSBALL.DE]

Seit dieser Woche läuft beim 1. FC Schweinfurt 05 die Vorbereitung auf die Restsaison in der Regionalliga Bayern. "Es ist ein extrem cooles Gefühl, endlich wieder auf dem Platz zu stehen", sagt Luis Zwick, Torhüter des neuen Tabellenführers im Gespräch mit FUSSBALL.DE.

Warum "neuer" Spitzenreiter? Da Türkgücü München zum Zeitpunkt der Corona-Unterbrechung die Spitzenposition belegt hatte, wurde der Aufsteiger vom Bayerischen Fußballverband (BFV) für die 3. Liga gemeldet. Alle Spiele mit Beteiligung der Münchner wurden deshalb aus der Wertung genommen. Wenn die Saison ab September fortgesetzt werden, startet der FCS deshalb von Platz eins in die verbleibenden elf Spieltage.

Dort bis zum Saisonende zu bleiben, wird allerdings aller Voraussicht nach noch nicht zum ersehnten Aufstieg in die 3. Liga reichen. Vielmehr soll nach Abschluss der Runde der bayerische Teilnehmer für die Aufstiegsspiele gegen den Meister der Regionalliga Nord in noch nicht im Detail festgelegten Playoff-Spielen ermittelt werden. Klar ist bereits: An den Playoff-Spielen teilnehmen dürfen Vereine, die beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) einen Zulassungsantrag für die Saison 2021/2022 in der 3. Liga gestellt haben und in der Regionalliga Bayern einen der ersten vier Tabellenplätze belegen.

Klar, dass Luis Zwick und der 1. FC Schweinfurt 05 dann dabei sein wollen. "Die lange Ungewissheit während der Corona-Pause war für mich am schwierigsten", sagt der Schlussmann. "Ich bin nicht der Typ, der den Tag gerne zu Hause verbringt. Ich war bei meiner Familie in Berlin und habe selbstverständlich die individuellen Trainingspläne befolgt, die wir vom Verein bekommen haben. Als dann die ersten Plätze wieder geöffnet wurden, war ich sofort mit meinen Brüdern Paul, Vincent und Bruno Fußball spielen."

"Ich sehe die große Chance, meinen Traum vom Profifußball hier zu erfüllen"

Zusätzlicher Ligapokal als "reizvoller Wettbewerb"

Jetzt darf sich Luis Zwick auch wieder mit seinen Schweinfurter Teamkollegen auf den Restart vorbereiten. Dass die Spielzeit 2019/2020 in Bayern quasi zur Saison 2019/2021 wird, hat den 26-Jährigen "schon ein wenig überrascht. Vor allem, weil in den anderen Regionalliga-Staffeln die Saison vorzeitig beendet wurde."

Inzwischen hat der Torhüter der "Schnüdel" aber schon Gefallen an der ungewöhnlichen Lösung gefunden. "Die Hauptsache ist doch, dass wir überhaupt wieder Fußball spielen können", sagt er. "Mit dem Ligapokal, über den sich der Gewinner für den DFB-Pokal qualifizieren kann, hat der BFV außerdem noch zusätzlich einen reizvollen Wettbewerb geschaffen."

In die verbleibenden Ligaspiele geht der gebürtige Berliner mit Ambitionen. "Der Schritt in den deutschen Profifußball ist mein ganz großes Ziel", betont Zwick ohne Umschweife. "Der Weg dahin ist mit noch elf Ligapartien, der Playoff-Runde und den Aufstiegsspielen extrem schwierig. Gerade nach den Transfers haben wir aber noch zusätzlich an Qualität gewonnen, der Kader ist auf jeder Position gut besetzt. Wir haben das Zeug dazu."

Auf erste Erfahrungen im Profibereich kann Zwick sogar schon zurückgreifen. Als 20-Jähriger war er im Sommer 2014 vom damaligen Sechstligisten FC Hertha 03 Zehlendorf nach Schottland gewechselt und absolvierte für Dundee United 13 Partien in der höchsten Spielklasse. "Ich habe nie ein Nachwuchsleistungszentrum durchlaufen, wollte aber unbedingt in den Profifußball", erinnert sich Luis Zwick. "Meine Familie hat mich dabei immer unterstützt. Mein Vater hat dann sogar meine Leistungen in den Spielen und den Trainingseinheiten aufgenommen und ein Video daraus gemacht."

Das Bewerbungsvideo schickte Zwick an mehrere Vereine im Ausland. "Natürlich gab es einige Absagen", so der Torhüter. "Bei Dundee United war aber damals eine Deutsche als Pressesprecherin tätig. Ihr hat die Idee gefallen und sie zeigte das Video daraufhin dem Torwart-Trainer. 14 Tage später war ich zum Probetraining in Schottland. Kurz darauf wurde ich für die U 20 verpflichtet."

Eigene Fans riefen: "Who are you?"

Schon nach einer Saison wurde Zwick zu den Profis hochgezogen. Und setzte sich sogar im Rennen um die Nummer eins durch. "Gleich mein erstes Spiel gegen den FC Aberdeen war extrem cool. Das Stadion war ausverkauft. Unsere Fans wussten nicht, wer ich bin, und haben "Who are you?" gerufen. Für Gänsehaut hat bei mir auch die Stimmung im Auswärtsspiel bei Celtic Glasgow vor mehr als 40.000 Zuschauern gesorgt. Auch das Stadtderby gegen den FC Dundee wird bei mir lange in Erinnerung bleiben."

13 Ligapartien absolvierte Zwick in der Scottish Premiership, anschließend kamen aber keine weiteren Einsätze mehr dazu. "Unser Saisonstart war insgesamt nicht gut, der neue Trainer hat dann lieber auf einen erfahreneren Torhüter gesetzt."

Auch nach dem Abstieg aus der höchsten Spielklasse änderte sich an seiner Situation in Dundee nicht viel. In der Liga bestritt Luis Zwick lediglich vier Spiele. "Zumindest für den Challenge Cup, einem Pokalwettbewerb für Mannschaften unterhalb der Scottish Premiership, hatte ich die Zusage vom Trainer bekommen, zwischen den Pfosten zu stehen. Das war auch bis zum Finale so. Dann wollte er aber doch den Stammtorhüter einsetzen. Dann war mir endgültig klar: Ich bin bereit für etwas Neues."

Training mit Bundesliga-Profis bei Hertha BSC

Zwicks Weg führte den 1,93 Meter großen Torhüter zurück nach Deutschland. Genauer gesagt in die 3. Liga zum FC Hansa Rostock. Beim ehemaligen Bundesligisten sah der heute 26-Jährige gute Chancen, sich im deutschen Profifußball zu beweisen.

"Zwei Tage vor dem ersten Ligaspiel wurde allerdings Janis Blaswich verpflichtet, der direkt die neue Nummer eins wurde" so Luis Zwick. "Über Torwart-Trainer Stefan Karow, mit dem ich heute noch in Kontakt bin, kam dann die zweite Mannschaft von Hertha BSC auf mich zu, ob ich mir eine Leihe vorstellen könnte. Bei der Hertha hatten sich mehrere Torhüter verletzt, so dass für mich kurzfristig eine Tür aufgegangen war."

Dass es ihn ausgerechnet in seine Geburtsstadt Berlin zurückzog, sieht Zwick als "glücklichen Zufall. Ich war schon als Kind Fan von Hertha BSC und durfte zeitweise sogar bei den Profis mit Rune Jarstein und Thomas Kraft trainieren. Ich wäre auch gerne im Verein geblieben, allerdings war die Perspektive für mich nicht besonders groß. Mit Nils Körber und Marius Gersbeck hatte Hertha BSC noch zwei junge Torhüter, die nach ihrer Leihe zurückgekommen wären."

Auch zwei Jahre nach seiner Rückkehr nach Deutschland war Zwick noch auf dem Radar eines schottischen Vereins. "Ich sollte die Nachfolge eines Stammtorhüters antreten, der vor einem Wechsel stand. Da er sich aber kurz davor verletzte, zerschlug sich der Transfer." Unglücklich für Zwick: Seinen Vertrag in Rostock hatte er zu diesem Zeitpunkt schon aufgelöst.

"In Schweinfurt Ambitionen für mehr"

Nach dem Saisonstart 2018 bekam Luis Zwick allerdings einen Anruf von Ingo Kahlisch, dem langjährigen Trainer des Nordost-Regionalligisten FSV Optik Rathenow . "Er wollte mich unbedingt haben und ich habe die Chance gesehen, wieder regelmäßig zu spielen. Es ist beachtlich, was der FSV mit seinen geringeren Möglichkeiten auf die Beine stellt. Der Klassenverbleib war der gerechte Lohn", meint der Torhüter, der in Rathenow auf 24 Einsätze kam. "Ich will in meiner Karriere aber noch höher als die Regionalliga hinaus. Und beim 1. FC Schweinfurt 05 habe ich die Ambitionen für mehr gefunden."

Das Saison-Zwischenfazit des Torhüters, der in Schweinfurt von Beginn an erste Wahl war, fällt nach der ersten Saison in Unterfranken "zwiegespalten aus. Wir sind gut gestartet und waren nach dem 13. Spieltag Tabellenführer. Im Oktober hatten wir allerdings eine Durststrecke mit nur zwei Punkten aus fünf Partien. Ich fand es schade, dass sich der Verein daraufhin von Trainer Timo Wenzel getrennt hatte. Mit Tobias Strobl wurde allerdings ein extremes Trainertalent sein Nachfolger. Er ist menschlich und fachlich top, findet sehr gut die Mischung aus Nähe und Autorität zur Mannschaft."

Vier der fünf Spiele unter Strobls Regie gewannen die Schweinfurter und sicherten sich damit eine vielversprechende Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf. "Ich bin davon überzeugt, dass wir in Schweinfurt noch viel Spaß miteinander haben werden", ist Luis Zwick überzeugt." Ich sehe die große Chance, meinen Traum vom Profifußball hier zu erfüllen."

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