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|13.01.2021|10:45

Manuel Neuer: "Ich traue uns alles zu"

Neuer: "Als Welttorhüter ausgezeichnet zu werden, ist schon eine große Nummer"[Foto: Philipp Reinhard]

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Mit überwältigender Mehrheit wurde Manuel Neuer zum Nationalspieler des Jahres 2020 gewählt. Der 34 Jahre alte Welttorhüter blickt im DFB.de -Interview mit Redakteur Steffen Lüdeke auf ein sportlich herausragendes Jahr zurück, spricht über Deutschland als Torhüterland und sagt, was er dem DFB-Team bei der EURO zutraut.

DFB.de: Mit welchen Vorsätzen sind Sie ins Jahr 2021 gestartet, Herr Neuer?

Manuel Neuer: Die Zäsur des Jahreswechsels hat für mich keine große Bedeutung, jedenfalls nicht in dem Sinne, dass ich mein Verhalten und meine Einstellung überdenke und anpasse. Neujahrsvorsätze habe ich daher nicht. Ich will gesund leben, ich will alles für meinen Sport tun, ich will meiner Rolle als Vorbild gerecht werden, ich will für meine Familie und Freunde da sein. Aber das ist ein Vorsatz fürs Leben und hat mit Silvester und dem Jahreswechsel nichts zu tun. 

DFB.de: Welche Hoffnungen verbinden Sie mit 2021?

Neuer: Zunächst die Hoffnung, die aktuell wohl die gesamte Welt hat: dass es gelingt, die Pandemie zu überstehen und zu unserem alten, gewohnten Leben zurückzukehren. Wenn es soweit ist, hoffe ich, dass die Menschheit den Wert dieses alten Lebens mehr zu schätzen weiß und dass das Bewusstsein für das Privileg des Lebens steigt. Persönlich hoffe ich, dass ich gesund und von Verletzungen verschont bleibe und weiter so viel Spaß am Fußballspielen habe.

DFB.de: 2021 beginnt für den Nationalspieler Manuel Neuer gut - mit der Wahl zum Nationalspieler des Jahres 2020 durch die User des Fan Clubs und von DFB.de , die Sie mit mehr als 50 Prozent der Stimmen auf Platz eins gesetzt haben. Waren Sie überrascht, dass die Wahl auf Sie gefallen ist?

Neuer: Ich habe mir darüber im Vorfeld keine großen Gedanken gemacht. Aber Fakt ist, was uns auch Oliver Bierhoff oft sagt: Nationalspieler ist man immer. Beim DFB, im Verein, sogar auch als Privatmensch. Und damit hat er recht. Ich glaube, dass die Fans nicht nur die Länderspiele sehen, sondern die Leistungen der Nationalspieler insgesamt. Und daher war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Wahl auf einen Nationalspieler des FC Bayern fallen wird. 

DFB.de: Die Liste Ihrer Auszeichnungen ist ellenlang und nun um einen Eintrag reicher. Welche individuelle Auszeichnung hat für Sie die größte Bedeutung - die des Welttorhüters?

Neuer: Auszeichnungen für meine Stiftung bedeuten mir auch wahnsinnig viel, aber wenn es um das Sportliche geht, dann, ja, dann geht nichts über den Titel des Welttorhüters. Auf meiner Position als der Beste der Welt ausgezeichnet zu werden, das ist schon eine große Nummer.

DFB.de: Sie wurden Ende 2020 zum fünften Mal Welttorhüter. Ist es ein Ziel, zum sechsten Mal Welttorhüter und damit alleiniger Rekordhalter zu werden?

Neuer: Diese Auszeichnungen sind nie unmittelbares Ziel, sondern folgen auf Leistungen und Erfolge. Mein Ziel ist es immer, meine Leistung zu steigern und mit meinen Mannschaften erfolgreich Fußball zu spielen. Nur wenn wir mit der Nationalmannschaft eine gute EM spielen und wir mit den Bayern ähnlich erfolgreich sind wie im vergangenen Jahr, ist eine neuerliche Auszeichnung als Welttorhüter denkbar. Insbesondere in Turnierjahren muss dafür immer beides zusammenkommen: Erfolge und gute Leistungen sowohl mit der Nationalmannschaft als auch im Verein. 

DFB.de: Der Beste der Welt - haben Titel wie dieser sogar Auswirkungen auf Ihr Spiel?  Wie sehr wachsen Sie in den Augen der Stürmer durch eine solche Auszeichnung?

Neuer: Ich weiß nicht, wie relevant eine einzelne Auszeichnung dafür ist, aber klar ist, dass die Duelle zwischen Stürmern und Torhütern immer auch Psychospielchen sind. Ich kann nicht in die Köpfe der Spieler schauen und also nicht beurteilen, was sie denken, wenn sie mir gegenüberstehen. Häufig wird es so gedeutet, dass die Spieler bei mir meinen, etwas Besonderes machen zu müssen. Ob das stimmt - keine Ahnung. 

DFB.de: Gibt es diesen Reflex umgekehrt? Arbeitet es in Ihrem Kopf, wenn Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi vor Ihnen auftauchen? Haben Sie diesen Gedanken: "Da kommt der Beste der Welt, wenn ich gegen ihn parieren will, muss ich etwas Besonderes machen?" Oder haben Torhüter in dieser Situation den Vorteil, nicht selber agieren zu müssen, sondern auf eine Aktion reagieren zu können?

Neuer: Grundsätzlich ist immer derjenige im Vorteil, der agieren kann. Das ist auch der Weg, den ich suche. Mein offensives Spiel ist darauf ausgelegt, zu agieren und die Dinge zu bestimmen. Anders ist es bei den Eins-gegen-eins-Duellen. Wenn dabei Cristiano Ronaldo vor mir auftaucht, dann weiß ich natürlich um seine Fähigkeiten, weiß, was er alles kann. Seine Titel und Auszeichnungen lösen aber keine Änderungen in meinem Verhalten aus, es sind seine Fähigkeiten, um die ich weiß und auf die ich mich vorbereite.

DFB.de: Sie sind Welttorhüter, Ihr Bayern-Kollege Robert Lewandowski ist Weltfußballer. Hängen diese Titel miteinander zusammen?

Neuer: Warum sollten sie dies tun?

DFB.de: Weil Sie im Training die Erfahrung machen, wie man gegen den weltbesten Fußballer pariert, und er, wie man am weltbesten Torhüter vorbeikommt.

Neuer: Grundsätzlich gilt, dass es hilfreich ist, wenn man sich auch im Training mit den Besten der Welt messen kann. Und beim FC Bayern sind wir in dieser Hinsicht ziemlich gut aufgestellt. Was Lewi betrifft: Wir schenken uns nichts, ich freue mich sehr, dass er bei uns in der Mannschaft spielt und wir uns im Training duellieren können. Es ist gut, wenn man im Training auf höchstem Niveau gefordert wird. Für mich ist klar: So wie man trainiert, so spielt man auch.

DFB.de: Sie haben 2020 nicht nur viele Titel gewonnen, Sie wurden auch mit Komplimenten überhäuft. Nach dem Champions-League-Finale sprach der damalige PSG-Trainer Thomas Tuchel mit Blick auf Ihre Leistung von Wettbewerbsverzerrung, und das ist nur ein Beispiel. Wie nehmen Sie Äußerungen wie diese wahr?

Neuer: Mich freuen die Komplimente am meisten, die von Menschen kommen, die sich in der Materie auskennen. Also Spieler oder Trainer. Was das Beispiel betrifft: Es war schön zu hören, dass Thomas Tuchel eine so hohe Meinung von mir hat.  Aber noch lieber ist mir die Wertschätzung aus dem Kreis meiner Mitspieler und Trainer. Das muss dann gar nicht immer in Form von Worten sein. Mir tut es ganz grundsätzlich gut, die Zufriedenheit von Trainern und Mitspielern zu spüren. Mein Spiel ist riskant und offensiv, es lebt von meinem Zutrauen in meine Fähigkeiten - und dafür ist das Vertrauen meiner Mitspieler eine große Stütze.  

DFB.de: Im Internet gibt es diverse und erstaunlich lange Videos mit Ihren besten Aktionen 2020. Haben Sie eine Lieblingsaktion 2020?

Neuer: 2020 hatten wir im Verein viele K.o.-Spiele, viele Endspiele, viele enge Spiele, die auf der Kippe standen. Mir ist es gelungen, in diesen Momenten für die Mannschaft dagewesen zu sein, auch mal in direkten Duellen gegen einen Gegenspieler. An diese Situationen erinnere ich mich gern, eine spezielle Situation, die ich über alle anderen stelle, ist aber nicht darunter. 

DFB.de: Im DFB-Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen haben Sie mit einem gezielten Befreiungsschlag das 3:0 von Robert Lewandowski vorbereitet. Diese Aktion hat keinen besonderen Platz?

Neuer: Solche Situationen sind "on top", würde ich sagen. Und ihr Erfolg hängt dann auch immer davon ab, dass der Ball gut verarbeitet wird. Was das rein Torwartspezifische angeht, sind es eher die Paraden oder die Aktionen im Eins-gegen-Eins. Darunter gibt es welche, die wegen des Rahmens eine größere Bedeutung haben. Die Aktionen gegen Neymar und Mbappé im Champions-League-Finale gehören dazu, aber auch davor schon ein paar Aktionen zum Beispiel im Halbfinale gegen Lyon. 

DFB.de: 2020 waren Sie bei Länderspielen viermal nicht im Kader. Wie war es für Sie, ein Länderspiel als Zuschauer verfolgen zu müssen?

Neuer: Wer mich kennt, weiß, dass ich immer spielen will. Aber es war richtig und wichtig, dass der Bundestrainer im Anschluss an das Champions-League-Turnier und auch ansonsten Rücksicht auf die individuellen Belastungen genommen hat. Es war dennoch ein merkwürdiges Gefühl, nicht dabei zu sein. Die Situation, ein Länderspiel wegen einer Verletzung zu verpassen, kenne ich. Ungewohnt war, eigentlich fit zu sein und dennoch nicht zu spielen. Gerade als Kapitän spürt man ja eine gewisse Verantwortung. 

DFB.de: Wenn man mit Blick auf die Länderspiele 2020 die Partie in Spanien ausklammert - würden Sie dieses Fazit unterschreiben: Die Spiele waren grundsätzlich gut, die Ergebnisse durchwachsen, die Entwicklung stimmt?

Neuer: Ich habe Probleme damit, Spanien auszuklammern. Aber in der Rückschau auf 2020 würde ich zustimmen, dass unsere größte Schwierigkeit war, Ergebnisse zu halten. Wir haben oft noch spät Gegentreffer kassiert, die das Bild trüben. Grundsätzlich kann man sagen, dass das Jahr aus Sicht der Nationalmannschaft nicht einfach war. Erst hatten wir lange gar kein Spiel, dann viele Spiele in kurzer Zeit. Dabei hatten wir nur wenige Trainingseinheiten und haben mit vielen jungen Spielern agiert. Die Schwankungen, die es gab, sind dann keine große Überraschung. Man kann das Ganze auch noch positiver sehen: Es ist gut, dass es kein Turnierjahr war, bei allem Ehrgeiz ist die Bedeutung der Nations League jedenfalls im Vergleich nicht ganz so hoch angesiedelt. Der Bundestrainer hatte die Chance, viele Spieler und Formationen zu testen - für das Jahr 2021 und die weitere Zukunft kann das sehr wichtig sein. 

DFB.de: Zum Spiel gegen Spanien ist schon viel gesagt. Das Spiel war für Sie ein Besonderes, weil es Länderspiel Nummer 96 war und Sie damit Sepp Maier als deutschen Rekordtorhüter abgelöst haben. Was bedeutet es Ihnen, der Torhüter mit den meisten Länderspielen für Deutschland zu sein?

Neuer: Für mich fühlt es sich irgendwie komisch an, Sepp Maier abgelöst zu haben. Er ist für mich eine Legende, eine unglaublich positive Figur, auf und neben dem Platz. Zu ihm habe ich ein gutes Verhältnis, wir stehen in Kontakt und haben uns auch vor dem Spiel geschrieben. Mich macht es einfach stolz, bislang schon so häufig für Deutschland auf dem Platz gestanden zu haben. Das ist schon groß. Es ist ja auch Beleg für eine gewisse Konstanz in meiner Karriere. Ich empfinde auch Dankbarkeit gegenüber allen Personen, die mich auf meinem Weg begleitet und mir geholfen haben, der Torhüter zu werden, der ich heute bin. 

DFB.de: Zwischen dem ersten Spiel und dem 96. liegen mehr als zehn Jahre. Ihr Debüt gaben Sie am 2. Juni 2009 in Dubai gegen die Vereinigten Arabischen Emirate. Für wie realistisch hätten Sie es gehalten, wenn man Ihnen damals gesagt hätte, zehn Jahre später sind Sie Weltmeister, Rekordtorhüter und fünfmaliger Welttorhüter?

Neuer: Ich hätte gesagt: "Das nehme ich so."  (lacht) Ob ich es für realistisch gehalten hätte - keine Ahnung. Das wäre damals wahrscheinlich ziemlich anmaßend gewesen.

DFB.de: Welchen Stellenwert nimmt dieses erste Länderspiel im Rahmen Ihrer Entwicklung ein? Wie gut sind Ihre Erinnerungen an den ersten Auftritt?

Neuer: Ich weiß noch ziemlich genau, wie das damals alles war. Es war zum Beispiel so, dass es für mich das einzige Länderspiel war, in dem vor dem Spiel keine Hymnen gespielt worden sind. Es kam ein Scheich auf den Platz, hat jedem die Hand gegeben und dann ging es los. Im Spiel selber war einiges los, wir haben 7:2 gewonnen, ich hatte ziemlich viel zu tun. Für mich war das erste Länderspiel natürlich eine große Geschichte. Ich bin damals zwischen den Welten gependelt. Nach dem A-Länderspiel bin ich zur U 21-Nationalmannschaft gefahren, und wenig später wurden wir bei der EM in Schweden Europameister. Nicht zu Unrecht wird oft gesagt, dass alle weiteren Erfolge auch mit diesem Titel zusammenhängen.  

DFB.de: Mit dem 96. A-Länderspiel wurden Sie Rekordnationaltorhüter in einem Land, das wie kein anderes als Torhüterland gilt. Haben Sie eine Erklärung für das deutsche Torhüterphänomen? 

Neuer: Für mich liegt die Erklärung in der Tradition. Deutschland wurde 1954 Weltmeister - und ein überragender Toni Turek hatte großen Anteil daran. Es gab immer Vorbilder, denen man nacheifern und an denen man sich orientieren konnte. Die Art, wie sie trainiert haben, die Art, wie sie gespielt haben. Früher mehr vor der eigenen Haustür. Es gab keine Videos, kein Social Media, wo man sich heute bei Torhütern auf der ganzen Welt etwas abschauen kann. Es gab nur die Vorbilder in der Heimat. Und umso vorteilhafter war es, dass diese Vorbilder so gute Torhüter waren.   

DFB.de: Vorbilder produzieren Nachfolger. Demnach legen Sie aktuell die Basis dafür, dass Deutschland auch in der nächsten Generation überragende Torhüter haben wird?

Neuer: Die Situation hat sich geändert. Wenn ein junger Torhüter aus Südamerika mein Spiel toll findet, dann findet er dazu ohne großen Aufwand auch Hintergründe. Wie ich trainiere, wie ich mich im Spiel verhalte, was ich für meinen Körper mache. Diese Möglichkeiten haben deutsche Torhüter nicht mehr exklusiv. Das zeigt sich auch daran, dass die einzelnen Nationen früher für einen bestimmten Stil des Torhüterspiels standen und diese Unterschiede heute nicht mehr existieren beziehungsweise viel weniger ausgeprägt sind. Ich sehe das aber nicht negativ: Jeder kann von jedem lernen, davon profitieren alle Torhüter der Welt - auch ich.

DFB.de: Wie viel Potenzial für Steigerungen sehen Sie in Ihrem Spiel noch? Oder geht es für Sie nur noch darum, Ihr Niveau zu halten?

Neuer: Natürlich geht es mir um Verbesserungen. Jedes Training bestreite ich mit der Ambition, besser zu werden. Ich bin ehrgeizig, ich bin Perfektionist, ich bin nie zufrieden. Auch wenn es Details sind, aber ich sehe viele Bereiche, in denen ich mich noch verbessern kann. Früher habe ich mir gerne "Eurogoals" angeschaut und dabei das Verhalten der Torhüter analysiert, heute mache ich das vor allem mit meinem eigenen Spiel. Wie sind meine Schrittfolgen beim Herauslaufen, wie habe ich mich zum Gegenspieler postiert - mir geht es darum, jede einzelne Situation zu hinterfragen und aus möglichen Fehlern Schlussfolgerungen für die Zukunft zu ziehen. 

DFB.de: Für die Nationalmannschaft geht es im März weiter mit den Spielen gegen Island, Rumänien und Nordmazedonien im Rahmen der Qualifikation für die WM 2022 . Stimmen Sie zu, dass diese Spiele auch schon für die EM 2021 große Bedeutung haben?

Neuer: Natürlich, aber so ist es vor Turnieren ja immer. Diese Spiele müssen wir ernst nehmen, sie müssen uns aber auch zum Einspielen dienen für die EM im Sommer. Durch den kompakten Spielplan haben wir dafür ansonsten nur wenig Gelegenheiten. Wir dürfen keine Zeit verschwenden, sondern müssen hellwach sein und jede Einheit nutzen. 

DFB.de: Was muss in diesen drei Spielen passieren, damit das 0:6 gegen Spanien aus den Köpfen verschwindet?

Neuer: Das ist ziemlich simpel: Wir müssen gut und erfolgreich spielen. Auch wenn es eine Floskel ist: Wir müssen den Blick in die Zukunft richten. Die Vergangenheit, dieses eine Spiel, können wir nicht mehr ändern. Mit der WM-Qualifikation und der EM stehen für uns nun neue Wettbewerbe an. Vor uns liegen große Aufgaben, und ich habe große Lust darauf, diese großen Aufgaben mit der Mannschaft zu lösen. 

DFB.de: Welche Ziele haben Sie mit Blick auf die EM? Was trauen Sie der Mannschaft zu?

Neuer: Ich traue uns alles zu.

DFB.de: Alles?

Neuer: Ich bin ein positiver Mensch, ich glaube an uns, ich glaube daran, dass wir die Möglichkeit haben, bei der EM eine gute Rolle zu spielen. 

DFB.de: Welche Faktoren müssen zusammenkommen, damit das Turnier erfolgreich wird? 

Neuer: Wir wissen, wie wichtig bei einem Turnier die Mentalität der Mannschaft ist, der Zusammenhalt in der Gruppe. Meine Aufgabe und jene der weiteren Führungsspieler ist es, sensibel zu sein und möglichen Fehlentwicklungen früh entgegenzuwirken. Europameister zu werden, ist ein großes Ziel, ein überragendes Ziel. Jeder von uns ist schon jetzt dafür verantwortlich, alles dafür zu tun, im Sommer den größten Beitrag dafür zu leisten, den er leisten kann. 

DFB.de: Die Mentalität muss stimmen. Was ist sonst noch notwendig, damit die Mannschaft eine erfolgreiche EM bestreiten kann?

Neuer: Wir müssen unsere Defensive stabilisieren, es ist offenkundig, dass wir zuletzt zu viele Gegentore bekommen haben. Bei einem Turnier geht so etwas nicht. Als Mannschaft müssen wir kompakter stehen, die Distanzen zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen müssen kleiner sein, die Wege kürzer. Insgesamt und auch für die Stabilität ist es auch wichtig, dass wir mehr kommunizieren, einander mehr helfen. Und hier sind nicht nur die Führungsspieler gefragt. Auch die Spieler mit weniger Erfahrung müssen Verantwortung übernehmen und andere darauf hinweisen, wenn sie falsch stehen oder sich eine Situation außerhalb ihres Blickfeldes entwickelt. Wenn wir uns in diesen Bereichen steigern, dann haben wir durchaus Grund, mit Optimismus in die EM zu starten.  

DFB.de: Was muss die Mannschaft erreichen, damit Sie von einem guten Turnier sprechen?

Neuer: Für mich ist dafür die Platzierung nicht alleine ausschlaggebend. Ich bin zufrieden, wenn wir unsere Möglichkeiten ausschöpfen, wenn wir mit Leidenschaft, Disziplin, Spaß und Begeisterung Fußball spielen. Ich bin mir sicher: Wenn wir das machen, kann es für uns sehr weit gehen. Verstecken müssen wir uns nicht.

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