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|12.02.2019|16:45

Meier: "Namen sind Schall und Rauch"

Uerdingens neuer Trainer Norbert Meier: "Gelassenheit ist immer ein guter Ratgeber"[Foto: imago/Noah Wedel]

Sein Auftrag ist klar: Trainer Norbert Meier soll den Drittligisten KFC Uerdingen 05  zum direkten Durchmarsch in die 2. Bundesliga führen. Der Ex-Nationalspieler hatte bei den Krefeldern Stefan Krämer beerbt. Im DFB.de -Interview spricht der 60 Jahre alte Meier mit Mitarbeiter Thomas Palapies-Ziehn über die geplante Aufholjagd.

DFB.de: Zu Ihrem Einstand sprang beim 1:1 gegen den TSV 1860 München ein Zähler heraus: War mehr drin, Herr Meier?

Norbert Meier: Es ist uns zunächst einmal gelungen, die Serie von drei Niederlagen mit insgesamt zehn Gegentreffern zu beenden. Das war positiv. Gleiches galt für unsere Führung. Dann haben wir uns allerdings ein schon in der Entstehung vermeidbares Gegentor gefangen. Selbst in Unterzahl blieb 1860 im Anschluss immer gefährlich.

DFB.de: Was hat Ihnen gefallen, was nicht?

Meier: Unsere Mannschaft ist mit der nötigen Aggressivität in die Partie gegangen und war immer bemüht, die Grundordnung zu halten. Im Umschaltspiel können wir sicher zulegen. Auch die Laufwege passen noch nicht optimal.

DFB.de: Wie lange wird es dauern, bis die Mannschaft Ihre Spielphilosophie verinnerlicht hat?

Meier: Nach der Niederlagenserie war es wichtig, nicht allzu viele Abläufe komplett zu ändern. Ich musste bei der Vorbereitung - wir hatten nur drei gemeinsame Einheiten bis zum Duell mit 1860 - immer schauen, was ich der Mannschaft zumuten kann. Ähnlich wird es auch in den kommenden Wochen sein. Wir befinden uns schließlich im laufenden Betrieb. Hinzu kommt: Die Verletztenliste bei uns ist nicht gerade kurz. Spieler wie Adriano Grimaldi oder Ali Ibrahimaj werden Qualität und Konkurrenzkampf weiter erhöhen und das Gesicht der Mannschaft immer mal wieder verändern.

DFB.de: Wie groß ist der Vorteil, dass einige Spieler Sie schon länger kennen und die meisten höherklassig gespielt haben?

Meier: Dass mir viele Spieler aus der Vergangenheit bereits bekannt sind, ist kein Nachteil. Aber wir leben nun mal im Hier und Jetzt. Ich muss immer den aktuellen Leistungsstand beurteilen.

DFB.de: Der KFC hatte in der jüngeren Vergangenheit nicht allzu viel Geduld mit seinen Trainern bewiesen. Haben Sie sich auf einen Schleudersitz gesetzt?

Meier: Ich gehe die Sache absolut positiv an. Im Fußball ist es doch so: Gute und schlechte Ergebnisse hängen manchmal von Kleinigkeiten ab, die man als Trainer kaum beeinflussen kann. Ein abgefälschter Schuss kann ein Spiel auf den Kopf stellen. Das wissen wir alle. In Uerdingen haben wir kurze Wege. Als Trainer habe ich so die Gelegenheit, Präsident Mikhail Ponomarev permanent einzubeziehen. Er soll wissen, wie ich zu meinen Entscheidungen komme. Mikhail Ponomarev ist nicht nur Geschäftsmann. Er weiß, wie man mit dem Fußball umzugehen hat.

DFB.de: Ist Ihre große Erfahrung als Trainer gerade bei der Aufgabe in Uerdingen von Vorteil?

Meier: Gelassenheit ist immer ein guter Ratgeber. Wenn man im Fußball mit der nötigen Ruhe an die Sache herangeht, sorgt das nicht zuletzt bei den Spielern für ein besseres Gefühl. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass die Rückserie eine ganz spezielle Situation ist - gerade in der 3. Liga. Alle Vereine versuchen, noch ihre Ziele zu erreichen. Die Physis spielt ab sofort eine noch größere Rolle. Und Siege im Vorbeigehen sind in dieser Klasse ohnehin kaum möglich.

DFB.de: Ponomarev ist auch die Art und Weise wichtig, wie die Siege eingefahren werden. Dürfen sich die Zuschauer also auf das eine oder andere Offensivspektakel freuen?

Meier: Wichtig ist, ein System und eine Spielweise zu finden, in der sich die Mannschaft wohlfühlt. Unser Ziel ist ein ausgewogenes Spiel. Wir werden ganz sicher nicht ausschließlich offensiv agieren können. Ob wir dennoch ein Spektakel bieten können, hängt nicht zuletzt von unseren Spielern und deren Bereitschaft dazu ab.

DFB.de: Sie gelten als Aufstiegsexperte. Mit Fortuna Düsseldorf, Arminia Bielefeld und dem MSV Duisburg sind Sie teilweise sogar mehrfach aufgestiegen. Was hatten die Mannschaften gemeinsam?

Meier: Ab einem gewissen Zeitpunkt hat sich ein Mannschafts-Gen entwickelt. Die Spieler sind zu einer Einheit zusammengewachsen, und jeder war bereit, für den anderen zu arbeiten. Erreicht eine Mannschaft diesen Punkt, kann sie sich auch gegen qualitativ bessere Teams behaupten. Ein Beispiel ist mein ehemaliger Verein Fortuna Düsseldorf, der das in der Bundesliga schon einige Male unter Beweis gestellt hat.

DFB.de: Wie schätzen Sie insgesamt die Qualität der Uerdinger Mannschaft ein?

Meier: Ich kenne Spieler wie Kevin Großkreutz, Stefan Aigner oder Dominic Maroh aus vielen Duellen. Namen sind jedoch Schall und Rauch. Ich muss sehen, wie wir das Optimum aus der Mannschaft herausholen können - unabhängig von den Erfolgen der Vergangenheit. Kicken können bei uns alle.

DFB.de: Individuelle Qualität allein wird für den Aufstieg aber nicht reichen, oder?

Meier: Wie gesagt: Es geht um ein gutes Miteinander. Das Klima und die Disziplin in der Kabine spielen genauso eine Rolle wie die Hierarchie. Ab und zu haben meine Mannschaften die Tür zugemacht und sich untereinander die Meinung gesagt. Ich als Trainer muss da nicht ständig dabei sein.

DFB.de: Wie beurteilen Sie die aktuelle Tabellensituation?

Meier: Es geht für uns zunächst darum, in Schlagdistanz zu bleiben. Die Konkurrenz ist uns ein wenig enteilt - und die Spiele werden immer weniger. Im Moment sieht es danach aus, als wären wir auf fremde Hilfe angewiesen, um weiter nach oben zu kommen. Wir tun grundsätzlich aber gut daran, uns gar nicht so sehr mit der Tabelle zu beschäftigen. Der Fokus muss stets auf unseren Aufgaben liegen.

DFB.de: Stimmt es, dass es zuletzt beim Training mal kein warmes Wasser gab?

Meier: Als ich morgens ankam, gab es in der Tat Probleme. Als die Mannschaft nach dem Training duschen wollte, war aber alles schon wieder behoben. Wir sollten schauen, dass wir uns von solchen Nebenschauplätzen nicht großartig ablenken lassen. Mein Fokus muss zunächst einzig und allein auf der Mannschaft liegen.

DFB.de: Im Frühjahr 2017 war Uerdingen noch Oberligist. Ist es nicht auch gefährlich, wenn ein Verein zu schnell nach oben kommt?

Meier: Wenn sich die Möglichkeit eines Aufstiegs ergibt, sollte man die Gelegenheit auch beim Schopfe packen. Aber klar: Auch abseits des Platzes muss ein Verein sehen, dass er mitwächst.

DFB.de: Die Heimspiele trägt der KFC an Ihrer ehemaligen Wirkungsstätte in Duisburg aus. Wie finden Sie das?

Meier: Das nehme ich so, wie es kommt. Bei meinem ersten Spiel habe ich unter den Ordnern sogar einige bekannte Gesichter wiedergesehen. Das Publikum hat unsere leidenschaftliche Spielweise honoriert. Das hat Spaß gemacht.

DFB.de: Nächster Gegner ist am Samstag die SG Sonnenhof Großaspach , die zuletzt beim Tabellenführer VfL Osnabrück 2:0 gewonnen hat. Wie soll der erste Sieg unter Ihrer Regie gelingen?

Meier: Die SG Sonnenhof hat seit der Winterpause einige Umstellungen vorgenommen. Zum Beispiel presst die Mannschaft nun weiter vorne. In Osnabrück hat Großaspach auch einige schwierige Situationen gut gemeistert. Wenn wir aber unser Leistungsvermögen auf den Platz bringen, werden auch wir zu unseren Situationen kommen. Und wir verfügen über die nötige Qualität, um daraus Kapital zu schlagen.

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