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Ex-Profi |12.04.2020|14:00

Mirko Boland: Fußballromantiker "Down Under"

Boland ist von Australien beeindruckt: "Eine insgesamt unvergessliche Zeit"[Foto: Bilder privat / Collage FUSSBALL.DE]

Ex-Bundesligaprofi Mirko Boland erlebt die Corona-Krise in Australien, steht dort bei Adelaide United unter Vertrag. Zur nächsten Saison kehrt Boland nach Deutschland zurück und wechselt zum Regionalliga Nord-Tabellenführer VfB Lübeck. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht der 32 Jahre alte Boland über sein Leben "Down Under" und seine bevorstehende Heimkehr.

FUSSBALL.DE: Noch stehen Sie in Australien bei Adelaide United unter Vertrag. Wie ergeht es Ihnen in diesen Tagen, Herr Boland?

Mirko Boland: Bei meiner Frau und mir ist alles gut. Aber auch wir machen uns Gedanken, wie es nun weitergeht. Wir verfolgen die Lage in der Welt und speziell in Deutschland, weil dort unsere Familien und viele Freunde leben. Es ist ungewiss, wann wir sie wiedersehen können.

Wie sehr macht die Corona-Krise dem Land und auch Ihnen persönlich zu schaffen?

"Ich verspüre große Lust, bald wieder in Deutschland zu kicken"

Boland: Wir leben hier vergleichsweise sicher, weil wir weit weg von Metropolen wie Sydney oder Melbourne wohnen. Australien hat die Situation aktuell aber scheinbar auch insgesamt ganz gut im Griff. Zum Glück halten sich zumindest die Todesfälle in Grenzen. In Italien, Spanien und den USA ist es beispielsweise deutlich dramatischer. Ich hoffe, dass so schnell wie möglich ein Impfstoff gefunden wird, um die Gesundheit der bereits erkrankten und gefährdeten Menschen sicherzustellen.

Von den Maßnahmen in Deutschland haben Sie sicher gehört. Gibt es in Australien entscheidende Unterschiede?

Boland: In Deutschland und Australien gibt es nahezu die gleichen Vorsichtsmaßnahmen. Auch wir haben noch keine Ausgangssperre und dürfen zumindest raus, um joggen oder spazieren zu gehen. Gruppentreffen sind nicht erlaubt, höchstens zwei Personen dürfen sich zusammen bewegen. Restaurants und Bars bleiben bis auf weiteres geschlossen und die Grenzen zu anderen Bundesstaaten sind geschlossen.

Für Australien ist es die zweite schwere Krise in Folge. Erst gab es die größten Brände aller Zeiten, dann folgte die Corona-Pandemie. Wie hatten Sie die Buschfeuer erlebt?

Boland: Wir haben davon tatsächlich nicht viel mitbekommen, obwohl wir nur etwa 30 Kilometer von einem der Großbrände entfernt wohnen. Das liegt vermutlich daran, dass wir im Stadtkern von Adelaide leben und nicht direkt in der Natur. Nachdem die Brände erloschen waren, sind wir aber mit dem Auto hingefahren, um uns selbst ein Bild von der Lage zu machen. Niedergebrannte Wälder, geschmolzene Leitplanken, zerstörte Häuser und Existenzen. Es war ein schlimmer Anblick.

Zwei Jahre in Australien gehen für Sie bald zu Ende. Der Wechsel zum Nord-Regionalligisten VfB Lübeck steht bereits fest. Wie gefällt es Ihnen insgesamt "Down Under"?

Boland: Es ist eine insgesamt unvergessliche Zeit - sowohl für meine Frau als auch für mich. Wir sind immer noch absolut begeistert vom Leben in diesem Land. Die Menschen sind entspannt, hilfsbereit und wünschen einem immer nur das Beste. Von einer Neidgesellschaft ist nichts zu spüren. Außerdem hat es uns die Essenskultur und die Vielfältigkeit der Landschaft angetan. Fährt man 20 Minuten in die eine Richtung, ist man in Wäldern und Bergen mit Koalas und Kängurus. In der anderen Richtung erreicht man mit gleichem Zeitaufwand paradiesische Strände mit wunderschönem Meer.

Sportlich lief es aber nicht optimal. Zu vielen Einsätzen kamen Sie - besonders in dieser Saison - nicht. Sind Sie dennoch froh, dieses "Abenteuer" erlebt zu haben?

Boland: Auf jeden Fall. Wir hätten uns nie erträumen lassen, zwei Jahre in Australien zu wohnen, und sind um eine spektakuläre Lebenserfahrung reicher. Dass ich mir sportlich gewünscht hätte, verletzungsfrei zu bleiben und öfter zu spielen, steht außer Frage. Aber so schlecht lief es nicht. Wir haben zweimal den australischen Pokal gewonnen. Im Endspiel zu stehen und zur Nationalhymne einzulaufen, ist ein Wahnsinns-Erlebnis. In Deutschland wäre das für mich vermutlich nicht mehr möglich gewesen.

Ihr Trainer ist der ehemalige Bundesliga-Coach Gertjan Verbeek, der für seine polarisierende und impulsive Art bekannt ist. Wie kommen Sie mit ihm zurecht?

Boland: Er ist wirklich sehr speziell. (lacht) Es ist nicht immer einfach, mit ihm zu kommunizieren. Aber grundsätzlich kommen wir dennoch gut miteinander aus.

Was bewegt Sie jetzt dazu, nach Deutschland zurückzukehren?

Boland: Wir sind beide Familienmenschen und möchten zurück zu unseren Liebsten. In den zurückliegenden fast zwei Jahren ist viel passiert. Nach dem Tod meines Vaters hat meine Schwester ihr zweites Kind bekommen. Ich freue mich darauf, meinen Neffen und meine Nichte öfter zu sehen. Außerdem vermisse ich meine Mutter - und unseren Hund, der ebenfalls ein fester Bestandteil der Familie ist.

Warum geht es nach Lübeck? Viele hätten wohl eher an eine Rückkehr zu Ihrem langjährigen Verein Eintracht Braunschweig gedacht, oder?

Boland: Das hätte auch gepasst, weil ich ein absoluter Fußballromantiker bin und Eintracht Braunschweig mein Herzensverein ist. Ich habe dort schließlich fast zehn Jahre gespielt. Allerdings habe ich seit meinem Abschied im Sommer 2018 nie wieder etwas von den Vereinsverantwortlichen gehört. An den hin und wieder kursierenden Gerüchten um eine Rückkehr war nichts dran. Der VfB Lübeck hat sich dagegen um mich bemüht, als klar war, dass wir zurück nach Deutschland wollen. Die Gespräche verliefen super, der Klub hat große Ziele. Ich verspüre große Lust, bald wieder in Deutschland zu kicken und für Lübeck aufzulaufen.

Ihr Deutschland-Comeback könnte in der 3. Liga steigen. Schließlich führt der VfB die Tabelle in der Regionalliga Nord an.

Boland: Sofern die Saison fortgesetzt wird und Lübeck aufsteigt, wäre das fantastisch. Der Verein gehört mit seiner großen Tradition und den hervorragenden Fans mindestens in die 3. Liga. In den vergangenen Jahren hat sich der VfB sehr gut entwickelt und aufgestellt. Es wurde vernünftig und realistisch gewirtschaftet. Die Rückkehr in den Profifußball wäre der nächste Schritt. Wenn es dieses Jahr noch nicht klappt, dann gehen wir das Ziel in der kommenden Spielzeit eben gemeinsam an.

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