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Niedersachsencup|20.05.2019|16:00

„Mit den Bayern reicht es jetzt“

In der ersten Pokalrunde gegen die Bayern um Hummels (r.): Alex Neumann mit Drochtersen/Assel.[Foto: imago/Jan Huebner]

Am Mittwoch (ab 19 Uhr), drei Tage vor dem Finaltag der Amateure, geht bereits das Endspiel im Niedersachsenpokal (3. und 4. Liga) zwischen Nord-Regionalligist SV Drochtersen/Assel und Drittligist SV Meppen über die Bühne. Torjäger Alexander Neumann will mit der SVD zum dritten Mal in vier Jahren in den DFB-Pokal. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Neumann auch über zwei Duelle mit Bayern München.

FUSSBALL.DE: Für die SV Drochtersen/Assel ist die dritte DFB-Pokalteilnahme innerhalb von nur vier Jahren möglich. Wie ist dieser Erfolg für den kleinen Verein aus der niedersächsischen Gemeinde zu bewerten, Herr Neumann?

Alexander Neumann: Es sind die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte. Die erstmalige Qualifikation für den DFB-Pokal im Jahr 2016 war für uns bereits der Wahnsinn. Damals hätte niemand zu träumen gewagt, dass wir nun die Möglichkeit dazu bekommen, bereits zum dritten Mal in den DFB-Pokal einzuziehen.

Sowohl 2016 gegen Borussia Mönchengladbach als auch im vergangenen Sommer gegen Rekordpokalsieger FC Bayern München gab es jeweils ein knappes 0:1. Was waren das für Erlebnisse für Sie?

"Es sind die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte."

Neumann: Es waren zwei besondere Partien vor großartigen Kulissen in Drochtersen. Wir haben zweimal gegen gigantische Vereine live im TV spielen dürfen und uns jeweils sehr gut präsentiert. Bei beiden Begegnungen glich die Atmosphäre einem Volksfest. Diese Stimmung will ich unbedingt noch einmal erleben.

In welchem der beiden Spiele waren Sie näher dran an der Sensation?

Neumann: Gegen den FC Bayern haben wir lange die Null gehalten und hatten in der ersten Halbzeit sogar die große Chance, selbst in Führung zu gehen. Wir waren kurz davor, es in die Verlängerung zu schaffen. Erst in der Schlussphase mussten wir durch ein Tor von Robert Lewandowski das 0:1 hinnehmen. Wir hatten Bayern München tatsächlich am Rande einer Niederlage.

Dreimal waren Sie bisher in einem DFB-Pokalspiel am Ball. Gleich zweimal ging es gegen den FC Bayern. 2015 gab es mit dem BSV Rehden ein 0:5 gegen die Münchner. So langsam müssten Sie doch wissen, wie die Bayern zu knacken sind, oder?

Neumann: (lacht) Zunächst einmal waren es 2015 und 2018 zwei verschiedene Mannschaften, gegen die ich gespielt habe. Außerdem waren die Voraussetzungen mit Rehden anders. Wir haben damals im großen Stadion an der Bremer Brücker in Osnabrück gespielt, die Platzverhältnisse waren hervorragend. Das kam dem FC Bayern gelegen und wir hatten keine Chance. In Drochtersen ist das anders. Das Stadion ist deutlich kleiner, die Bedingungen sind nicht optimal. Das ist purer Amateurfußball. Profiteams sind das nicht gewohnt und tun sich deshalb oft schwer. Dennoch konnten wir den FC Bayern nicht knacken. Und ich weiß auch immer noch nicht, wie das gehen soll. Aber da bin ich sicher nicht der Einzige. (lacht)

Würden Sie sich bei einer erneuten DFB-Pokal-Qualifikation erneut den FC Bayern wünschen?

Neumann: Nein, jetzt reicht es mit den Bayern. (lacht) Ich würde mich darüber freuen, gegen den Hamburger SV oder meinen Heimatverein SV Werder Bremen zu spielen. Das sind große Vereine aus der Umgebung, die viele Fans mitbringen würden. Für den SV Werder habe ich auch selbst im Nachwuchsbereich gespielt. Ich verfolge die Bremer Spiele regelmäßig und habe auch beim 2:3 im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den FC Bayern mitgefiebert. Schade, dass es nicht zum Einzug ins Endspiel gereicht hat.

Dafür steht die SV Drochtersen/Assel als Titelverteidiger erneut im Verbandspokalfinale. Nur noch ein Sieg fehlt bis zum DFB-Pokal. Wie schätzen Sie den höherklassigen Gegner ein?

Neumann: Der SV Meppen hat sich seit dem Aufstieg 2017 eindrucksvoll in der 3. Liga etabliert, überzeugt fußballerisch und kämpferisch. Seit 1999 hat der SVM den Niedersachsenpokal nicht mehr gewonnen. Meppen wird also ebenfalls heiß auf den Titel sein. Ich erwarte ein enges, schwieriges Spiel.

Mit Eintracht Braunschweig und dem künftigen Zweitligisten VfL Osnabrück wurden bereits zwei Drittligisten ausgeschaltet. Sind jetzt aller guten Dinge drei?

Neumann: Das hoffe ich natürlich. Allerdings muss ich dazu sagen, dass sowohl Braunschweig als auch Osnabrück zu günstigen Zeitpunkten zu uns kamen. Bei der Eintracht lief nach dem großen Umbruch im Sommer noch nichts zusammen, der Verein steckte in der Krise und war Schlusslicht. Osnabrück hatte wenige Tage vor dem Pokalspiel gegen uns den Aufstieg in die 2. Bundesliga gefeiert und war bereits sicher für den DFB-Pokal qualifiziert. Das hat uns geholfen. Mit Meppen geht es jetzt gegen einen Gegner, der sich weder im Chaos noch im Aufstiegstrubel befindet und mit 100-prozentigem Fokus antritt. Daher ist das Finale nicht mit den vorherigen beiden Spielen zu vergleichen.

Die SV Drochtersen/Assel und speziell Sie scheinen Pokal-Spezialisten zu sein. In 16 Landespokalspielen gelangen Ihnen elf Treffer. Woher kommt diese Stärke im Pokalwettbewerb?

Neumann: Wir spielen alle größtenteils schon lange zusammen. Die meisten von uns wissen daher, wie es sich anfühlt, im DFB-Pokal zu spielen. Für die Chance, dieses Gefühl noch einmal zu erleben, legt jeder noch einmal eine Schippe drauf.

Das Endspiel findet nicht am Finaltag der Amateure statt, weil die beiden niedersächsischen DFB-Pokal-Plätze erstmals in zwei verschiedenen Wettbewerben ausgespielt werden. Am Finaltag geht deshalb das "Amateur-Endspiel" zwischen den Oberligisten TuS Bersenbrück und SV Atlas Delmenhorst über die Bühne. Wie bewerten Sie das neue Format des Niedersachsenpokals?

Neumann: Für die Teams unterhalb der Regionalliga ist es eine schöne Sache, weil es für sie jetzt einfacher ist, sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren. Für die Regionalligisten, die größtenteils auch Amateurvereine sind, ist die neue Regelung dagegen nicht optimal. Es ist nun noch schwerer, das Finale zu erreichen oder sogar den Pokal zu holen. Die Wahrscheinlichkeit, auf einen Drittligisten und damit auf eine Profimannschaft zu treffen, ist hoch. Ich würde mir wünschen, dass der Niedersachsenpokal wieder zusammengelegt wird. In einem Verband sollte nur ein Pokalwettbewerb ausgetragen werden.

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