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Team des Jahres - Holzpfosten Schwerte|14.11.2014|14:30

Mr. Futsal: „Eine ziemlich geile Geschichte“

Mr. Futsal: Nils Klems spielt für Holzpfosten Schwerte. [Foto: Getty Images]

In Schwerte wird er nur „Mr. Futsal“ genannt. Nils Klems ist einer der besten Futsaler Deutschlands. Er spielt für die Studentennationalmannschaft – und für Holzpfosten Schwerte 05. Dort allerdings ist er in dieser Saison nicht nur Kreativzentrale der Futsaler. Er ist auch deren Trainer. Und Vorsitzender des Gesamtvereins. Und – bei Bedarf – auch noch Fußballer beim FUSSBALL.DE-Team des Jahres. Man könnte auch sagen: Nils Klems braucht Holzpfosten wie die Luft zum Atmen. Im Interview spricht er über filigrane Füße und kreative Köpfe.

FUSSBALL.DE: Herr Klems, gab es in dieser Woche eigentlich schon einen Tag, an dem Sie nicht gefeiert haben?
Nils Klems: Nicht gefeiert? Warum?

"Uns geht es darum, dass wir uns weiterentwickeln und neue Sachen erleben."

Anlässe hätte es wohl genug gegeben: Der Sieg im Futsal-Clasico gegen UFC Münster. Der neunte Geburtstag des Gesamtvereins.
Klems: Stimmt. Aber bei uns passiert ja grundsätzlich immer sehr viel. Und mittlerweile gibt es einige Leute wie mich, die sich tatsächlich jeden Tag mit dem Verein beschäftigen. Wenn man da alles feiern würde, würde man ja nichts anderes mehr machen. Aber es gibt in der Tat viele Dinge, über die man sich freut. So ein neunter Geburtstag ist schon was Besonderes. Noch mehr freuen wir uns allerdings aufs nächste Jahr, wenn wir die zehn voll machen.

Dabei war es doch erst neulich, dass ein paar Schwerter Jungs angefangen haben, in der Soccerworld Dortmund zu kicken. Wie schnell sind diese Jahre vergangen?
Klems: Schon ziemlich schnell. Wobei wir in dieser kurzen Zeit auch ganz schön viel erlebt haben. Man muss ehrlich sagen, dass das alles aus einer Idee und Lust entstanden ist, bei der wir niemals darüber nachgedacht haben, was mal in neun oder zehn Jahren sein könnte. Dass sich das alles so entwickelt hat, ist schon eine ziemlich geile Geschichte. Wir verfügen jetzt über mehrere Abteilungen, mussten vor drei Jahren sogar unseren Vereinszweck ändern, weil wir eben nicht mehr nur ein Fußball-, sondern ein Mehrspartenverein sind.

Was machen die Holzpfosten anders als andere?
Klems: Erst einmal wollen wir nicht unbedingt anders sein als andere. Aber bei uns steht schon der Spaß und nicht der Erfolg im Vordergrund. Genau das wollen wir auch vermitteln. Alle, die Teil dieses Vereins sind, sollen auch genau als solcher gesehen werden; als ein wichtiger Teil des Vereins. Was uns vielleicht wirklich von anderen unterscheidet, ist, dass wir alle noch extrem jung sind. Das sieht man auch an vielen Aktionen, die wir starten, und in der Öffentlichkeitsarbeit. Wir sind bei unseren Auftritten in den sozialen Netzwerken extrem gut aufgestellt. Da haben wir sehr kreative Köpfe, die immer wieder mit neuen Ideen auftrumpfen.

Das fällt auf. Und das kommt an.
Klems: Schön! Gerade weil wir so jung sind, machen wir uns nicht unbedingt über alles Gedanken. Wenn wir Bock auf etwas haben, dann wollen wir das einfach umsetzen und gucken, wie sich das entwickelt. Eins aber ist immer gleich: Wenn wir was machen, dann stehen wir auch komplett dahinter. Siehe Futsal. 2009 hatten wir Bock darauf, deshalb haben wir die Abteilung gegründet. Bei anderen Vereinen ist es vielleicht eher so, dass man auch mal über so etwas nachdenkt, es dann aber lieber sein lässt. Unser Augenmerk aber ist nicht unbedingt aufs Tagesgeschäft gerichtet. Uns geht es darum, dass wir uns weiterentwickeln und neue Sachen erleben wollen.

Wie oft sagt ein Holzpfosten: Das machen wir jetzt so, denn das haben wir immer so gemacht?
Klems: Genau das Gegenteil ist der Fall: Wenn bei einer Vorstandssitzung – ja, wir haben auch gewisse Strukturen, es ist also auch bei uns nicht alles nur kreativ – wenn also bei einer Vorstandssitzung einer sagt, dass wir das bislang immer so gemacht haben, dann wird erst recht dreimal darüber nachgedacht, ob wir das beim nächsten Mal nicht ganz bewusst mal anders machen wollen. Andere lassen es vielleicht gerade weil es sich bewährt hat, so weiterlaufen. Wir nicht.

Während andere Vereine um ihre Mitglieder kämpfen müssen, wächst Ihr Verein immer weiter. Während andere jahrelang auf Nachfolger für Vorstandsposten warten, hat ein echter Holzpfosten gleich mehrere Ämter inne.
Klems: Das ist ein wichtiger Punkt. Klar gibt es auch bei uns mal stressige Zeiten, gerade in der Vorstandsarbeit. Aber grundsätzlich macht es jeder einzelne von uns einfach total gerne. Wir haben aktuell eine Rekordbeteiligung im Vorstand von 14 Leuten. Und ich könnte Ihnen aus dem Stehgreif bestimmt fünf Leute nennen, die vollen Ernstes total Bock hätten, hauptberuflich für Holzpfosten zu arbeiten. Bei uns geht sicher niemand zur Jahreshauptversammlung in der Hoffnung, dass sich ein anderer für sein Amt meldet, weil er es eigentlich nicht mehr weitermachen möchte. Wir haben einfach Bock darauf, das so weiterzumachen. Ohne jetzt ganz konkrete Pläne zu haben, wo wir in weiteren zehn Jahren sein wollen oder was wir bis dahin erreicht haben wollen.

Sie erreichen schon jetzt die Menschen.
Klems: Das ist gut. Es ist schön, dass da so ein Interesse besteht und auch andere Leute das aufnehmen, was wir machen. Wir merken, dass das verfolgt wird. Und wir merken, dass viel zurückkommt. Ich weiß nicht, wie oft Leute nachfragen, ob wir nicht diese oder jene Abteilung aufmachen oder diese oder jene Mannschaft aufnehmen wollen.

Gibt es in der Vereinssatzung eine Obergrenze für Ämter, die eine einzelne Person ausüben darf?
Klems: Nee, nee, da gibt es natürlich gar keine Grenzen. Es wurde an dieser Stelle ja auch schon über Oli Manz berichtet, der neben seinem Tennis bei uns Badminton, Fußball und Futsal spielt und nebenbei zweiter Vorsitzender ist, also quasi alles macht. Nein, nein, jeder der Lust hat, darf bei uns gerne in allen Abteilungen spielen und zusätzlich noch Vorstandsarbeit machen.

Wenn Sie schon Oli Manz ansprechen: Führt bei den Holzpfosten eigentlich irgendwer Strichlisten, wer an einem einzigen Wochenende die meisten Einsätze in den verschiedenen Mannschaften und Sportarten hatte?
Klems: Nein, so etwas wird noch nicht geführt. Aber mindestens Oli für sich selbst feiert das schon. Klar gibt’s da auch mal einen flapsigen Spruch, der dann zu den jeweiligen Sportarten passt. Joel Ahrens spielt übrigens auch Fußball, Futsal und Badminton. Und ich selbst habe am vergangenen Wochenende nach dem Futsal-Spiel am Samstag am Sonntag beinahe für drei Fußball-Mannschaften gespielt; erst bei der Dritten, dann bei der Zweiten – und bei der Ersten saß ich noch auf der Bank.

Apropos Erste Mannschaft: Gab es am vergangenen Sonntag irgendwie Probleme mit der Ergebnisübermittlung? Uns hat ein 0:7 gegen TuS Holzen-Sommerberg erreicht.
Klems: Ich wünschte, es hätte Probleme bei der Datenübermittlung gegeben. Aber es stimmt leider so, wie es auf FUSSBALL.DE steht. Es läuft halt sportlich nicht immer so rund, wie man es gerne hätte. Aber wie gesagt: Bei uns ist das Sportliche eher zweitrangig.

Aber die Erste der Holzpfosten ist FUSSBALL.DE-Mannschaft des Jahres. Da hat man auch eine Verpflichtung. Das wissen Sie schon?
Klems: (lacht) Ich habe gerade gesehen, dass die neuen Bälle von FUSSBALL.DE angekommen sind. Hat ja auch lange genug gedauert. Aber jetzt werden sie sicher dazu beitragen, dass es mit der Ersten Mannschaft wieder aufwärts geht. Besserung ist also in Sicht. Aber im Ernst: Wenn du 0:7 verlierst, hast du natürlich auch keinen Spaß. Da wird schon drüber gesprochen. Es ist aber nicht so, dass bei uns ein Krisenstab einberufen worden ist und wir über eine Trainerentlassung diskutieren.

Welche Signalwirkung kann so ein Sieg im „Clasico“ für die Futsaler haben?
Klems: So ein Spiel und so ein Sieg mit dem ganzen Drumherum ist für unseren Verein etwas ganz Besonderes. Erstmal überhaupt gegen Münster zu gewinnen. Und dann ist Futsal schon die Abteilung, die das größte Interesse auf sich zieht. Da kommen die meisten Fans. Es ist toll zu sehen, wie alle auf der Tribüne und auf dem Platz mitziehen und uns als Verein nach vorne schreien. So ein Sieg im „Clasico“ sorgt sicherlich auf Wochen hinaus für gute Laune.

Am Samstag geht es nun zum Tabellennachbarn Futsal Panthers Köln. Auch im Futsal gilt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Was erwarten Sie?
Klems: Auch die Kölner werden hoch motiviert sein. Als deutscher Vizemeister haben wir in dieser Saison leider feststellen müssen, dass jedes Team gegen uns hoch motiviert ist. Aber wir möchten jetzt natürlich an die Leistung aus dem Münster-Spiel anknüpfen. Keiner will, dass uns dasselbe passiert wie nach dem Sieg gegen den anderen großen Konkurrenten aus Uerdingen, als wir in der Folge Punkte haben liegen lassen. Jetzt wollen wir uns da oben festsetzen, um am Ende der Saison wieder um die ersten beiden Plätze mitspielen zu können, die ja die Qualifikation für das Viertelfinale bedeuten.

Wie weit also wird die Reise für die Futsaler in dieser Saison gehen?
Klems: Da wollen wir uns nicht festlegen. Aber klar ist doch: Das, was wir in der vergangenen Saison erlebt haben, war unfassbar geil. Jetzt kann man nicht davon ausgehen, dass man so etwas jedes Jahr erleben darf. Aber natürlich ist es das Ziel, solche Erlebnisse noch mal mitnehmen zu können. Und wenn man weiß, dass man nah dran ist, kann es aus meiner Sicht auch gar kein anderes Ziel geben.

Alle Folgen unserer Serie:

Teil 13: Tausendsassa Oliver Manz hat "Bock zu zocken"

Teil 12: Leon Weiß: Sieben Tage im Holzpfosten-Modus

Teil 11: Treffen sich zwei Holzpfosten

Teil 10: Video: Das Beste am Derby war der Leberkäse

Teil 9: Ergste Rivalen - im Derby ist Feuer drin

Teil 8: Der Verein als Marke: Holzpfosten-Merchandise

Teil 7: Pinner lässt nicht immer die Top-Elf spielen

Teil 6: "Und dann kommt immer noch was Krasseres"

Teil 5: Laute Hoolzpfosten für lauter Holzpfosten

Teil 4: Revoluzzer und Tiger: Holzpfosten im Porträt

Teil 3: Saisonstart: Holzpfosten trifft Alu-Pfosten

Teil 2: Team des Jahres: Im Rausch der Holzpfosten

Teil 1: Und die Gewinner sind...

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