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Wieder dabei |25.05.2019|18:50

Nach 18 Jahren: Uerdingen zurück im DFB-Pokal

Jubel bei Roberto Rodriguez: Der Uerdinger freut sich über die Qualifikation für den DFB-Pokal.[Foto: imago images / MaBoSport]

Der Drittligist KFC Uerdingen 05 hat das Endspiel um den Niederrheinpokal gewonnen. Vor 10.500 Zuschauern im Wuppertaler Stadion am Zoo bezwangen die Krefelder den Gastgeber Wuppertaler SV aus der Regionalliga West 2:1 (1:1) und qualifizierten sich zum ersten Mal seit 2001 für die erste Hauptrunde um den DFB-Pokal, den die Blau-Roten 1985 durch einen 2:1-Finalsieg gegen den FC Bayern München sogar gewonnen hatten.

Die Uerdinger Tore im Duell zweier ehemaliger Bundesligisten erzielten Roberto Rodriguez (19.) und Osyamen Osawe (72.). Für Wuppertal trug sich Silvio Pagano (8.) in die Torschützenliste ein. Der KFC gewann den Pokalwettbewerb des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) zum dritten Mal nach 1982 (zweite Mannschaft) und 2001.

FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer zog nach dem Finale ein positives Fazit: „Es war ein tolles Duell. Im Stadion herrschte eine hervorragende Atmosphäre. Der WSV hat eine hohe Zweikampfintensität und einen großen Willen an den Tag gelegt. Der höherklassige KFC Uerdingen 05 hat sich dennoch durchgesetzt.“

Zoo-Stadion bebt: Pagano trifft zur Führung

„Es war ein tolles Duell.“

Den besseren Start in das von Schiedsrichter Kevin Domnick (Mülheim an der Ruhr) geleitete Endspiel im Zoo-Stadion vor prächtiger Kulisse und bei bestem Fußball-Wetter hatten die komplett in Rot gekleideten Wuppertaler erwischt. Semir Saric (4.) prüfte Kevin Vollath mit einem Distanzschuss. Der Uerdinger Schlussmann hielt den Ball erst im Nachfassen.

Nur vier Minuten später bebte das WSV-Stadion. Silvio Pagano, der den Verein verlassen wird, nutzte in seinem „Abschiedsspiel“ einen Fehler des KFC im Spielaufbau, lief allein auf Vollath zu und behielt die Nerven - 1:0 für den WSV! Auf der anderen Seite probierte es Osaymen Osawe (13.) aus der Distanz. Sein Schuss ging aber über das Tor. Wenige Sekunden musste der KFC verletzungsbedingt umstellen. Maurice Litka ersetzte Johannes Dörfler (14.).

Uerdingen benötigte nur wenig Zeit, um sich neu einzustellen. Die von Heiko Vogel trainierten Krefelder wurden stärker und setzten die Wuppertaler unter Druck. Der Lohn war das 1:1 in der 19. Minute. Roberto Rodriguez vollendete einen schnellen Angriff aus kurzer Distanz. Auch danach blieb Uerdingen am Drücker. Hochkarätige Chancen blieben aber zunächst aus. Bis zur Hälfte änderte sich daran nichts.

Osawe schließt sehenswertes Solo zum Siegtor ab

Kurz nach Beginn von Halbzeit zwei musste Schiedsrichter Domnick das Spiel wegen des Abbrennens von Pyrotechnik im Uerdinger Block für wenige Minuten unterbrechen. Die erste Chance im zweiten Durchgang hatte dann der KFC. Wuppertals Verteidiger Dennis Malura (59.) klärte nach einer Uerdinger Ecke auf der Linie. Keine Chance zur Abwehr blieb der WSV-Defensive in Spielminute 72: Osayamen Osawe trat an, dribbelte in Richtung Strafraum und schloss sein sehenswertes Solo zur erstmaligen Führung der Krefelder ab.

Wuppertal versuchte danach noch einmal alles. Unter anderem scheiterte Jan-Steffen Meier (87.) mit einem Kopfball aus kurzer Distanz an Vollath. In der Nachspielzeit belagerte Wuppertal das Uerdinger Tor phasenweise, riskierte alles. Semir Saric und zweimal Kevin Hagemann vergaben hochkarätige Chancen. So brachte der KFC den knappen Vorsprung über die Zeit und darf sich nach langer Wartezeit auf den DFB-Pokal freuen.

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