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Integration|29.05.2015|16:07

Nachhaltige Flüchtlingsarbeit in Hövelriege

"Mehr als ein Sportverein": Der SJC Hövelriege widmet sich aktuell der Flüchtlingsarbeit. [Foto: SJC Hövelriege]

Mehr als 30 Flüchtlinge sind der Einladung des SJC Hövelriege am Donnerstag (28.05.) gefolgt, um zusammen mit Spielerinnen und Spielern des Sport- und Jugendclubs ein gemeinsames Fußballturnier zu spielen. Rund 100 Zuschauer und Gäste – darunter hochrangige Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW), der Lokalpolitik sowie aus Wissenschaft und Wirtschaft – überzeugten sich vor Ort von der vorbildlichen Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde des Kreises Paderborn.

„Es ist alles super gelaufen“, zogen Fabian Link und Martin Bretschneider unisono ein mehr als positives Fazit. Die beiden SJC-Funktionäre kümmern sich intensiv um die Flüchtlingsarbeit im Verein, in dessen unmittelbaren Einzugsgebiet gleich zwei Flüchtlingsunterkünfte ansässig sind. Mehr als 30 Flüchtlinge im Alter zwischen drei und 35 Jahren, Mütter und Väter, vor allem aber fußballbegeisterte Menschen aus Syrien, Somalia, Eritrea, Nigeria, Serbien, Albanien oder dem Kosovo haben gemeinsam mit Vereins-Kickern ein Fußball-Turnier auf der Platzanlage des Vereins ausgespielt.

„Es ist einfach nur toll, was hier auf die Beine gestellt wird und wie gut der Zulauf ist“, stellte auch Gundolf Walaschewski fest, der als Vorstandsvorsitzender der Westfalen Sport-Stiftung des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) zusammen mit dem Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ulf Gebken und FLVW-Direktor Carsten Jaksch-Nink volle Unterstützung für das gemeinsam entwickelte Projekt zugesichert hatte. So stellte der FLVW unter anderem die Soccer-Courts für das Kinder- und Erwachsenenturnier bereit. Walaschewski hatte zudem ein Netz Bälle im Namen der Stiftung mitgebracht, Prof. Dr. Ulf Gebken von der Universität Duisburg-Essen überreichte Fußball- und Sportschuhe.

Auch Eugen Gehlenborg, Geschäftsführender Vorsitzender der Egidius-Braun-Stiftung und DFB-Vizepräsident für Sozial- und Gesellschaftspolitik, überzeugte sich mit FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders von der vorbildlichen Arbeit des Vereins. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hövelhof, die am Donnerstag durch Bürgermeister Michael Berens vertreten war, engagiert sich der SJC in vielfältiger Weise für die Integration und das Miteinander der Flüchtlinge. Neben Freizeitfußball bietet der Club einen Sprachkurs für Flüchtlinge aus der Gemeinde an. Zusätzlich machen Kinder bei der Kinder-Kulturgruppe des Vereins mit, die zweimal pro Woche stattfindet.

"Wir möchten hier nachhaltig etwas bewegen"

Vereinsmitglieder, Eltern von Spielern und weitere Vereine wie die Hövelhofer Caritas sorgten kostenlos für das leibliche Wohl während des Turniers, bei dem es nicht nur auf Feld bunt zuging. Afrikanische Klänge und ein spontan vorgetragenes Musikstück vom Balkan rundeten das stimmungsvolle Turnier ab, das so oder in ähnlicher Form sicher noch einmal stattfinden kann. „Wichtiger ist uns aber die kontinuierliche Arbeit mit den Flüchtlingen, um nachhaltig etwas für die Menschen zu bewegen“, wollen Martin Bretschneider und seine Mitstreiter ihr Engagement noch lange fortsetzen.