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Familienbande |15.08.2018|17:40

Niedrig: Der Usain Bolt der Verbandsliga

Lorenz Niedrig: Anfangs haben sich alle gewundert, wie ich wieder so ein komisches Tor gemacht habe.[Foto: privat/Verein/Collage FUSSBALL.DE]

Rico Freimuth macht es, und er auch: Wie der Zehnkampf-Vizeweltmeister und -Olympiateilnehmer aus Halle, der zurzeit beim sächsischen Verbandsligisten 1. FC Romonta Amsdorf kickt, ist auch Lorenz Niedrig wieder am Ball. Der 20 Jahre alte 400-Meter-Spezialist, deutscher Staffelläufer bei der U 20-WM 2017 in Grossetto in Italien, kickt seit diesem Sommer für den Westfalenligisten TSV Marl-Hüls. Der Lehramtsstudent an der Ruhr-Universität Bochum (Sport und Geschichte) ist der Sohn des Triathleten und zweifachen „Ironman“ -Zweitplatzierten Andreas Niedrig – die neueste Folge unsere Serie „Familienbande“.

1:2 gegen Concordia Wiemelhausen: Der Auftakt in die neue Saison ist für den Oberliga-Absteiger TSV Marl-Hüls in die Hose gegangen. Nicht aber für seinen prominentesten Spieler. Lorenz Niedrig, Zugang vom Reviernachbarn und Klassenkonkurrenten Spielvereinigung Erkenschwick, traf zum Einstand. Das Tor des Angreifers zum 1:1-Zwischenstand in der 49. Minute reichte allerdings nicht, auf der andere Seite netzte Kai Strohmann für die Gäste aus Bochum zweimal ein. „Schade, dass wir verloren haben, aber für mich persönlich lief es ganz gut. Ich weiß jetzt, dass ich es noch draufhabe.“

Einlaufkind beim deutschen „Sommermärchen“

2006 ist ein großes Jahr für den kleinen Lorenz. Als Achtjähriger tritt er nicht nur in seinen ersten Fußballverein, den TSV Marl-Hüls, ein, sondern erlebt sogar das deutsche „Sommermärchen“ quasi aus erster Hand. Beim WM-Viertelfinale im Berliner Olympiastadion gegen Argentinien darf er als Einlaufkind mit auf den Platz – allerdings nicht an der Hand seines Idols Jens Lehmann, sondern von Roberto Ayala. „Man konnte sich bei einem Sponsor dafür bewerben, das haben mein Vater und ich einfach zusammen gemacht und ich habe tatsächlich gewonnen“, erinnert sich Lorenz Niedrig und gibt gerne zu: „Natürlich wäre ich lieber mit Jens Lehmann in die Münchner Arena eingelaufen, aber das war dennoch ein unbeschreiblicher Moment, den ich in meinem Leben nie vergessen werde.“

"Die Gegenspieler wissen, dass ein Laufduell mit mir sinnlos ist"

Zu der Zeit ist er selbst noch Torwart, bevor er über verschiedene Positionen auf dem Feld da landet, wo er mit seiner besonderen Fähigkeit hingehört: ganz vorne. „Ich war ja schon immer sehr schnell. Anfangs haben sich alle gewundert, wie ich denn jetzt wieder so ein komisches Tor gemacht habe“, berichtet Lorenz Niedrig lachend.

"Hatte wieder richtig Lust auf Fußball"

Bis er 17 ist, spielt er Fußball im Verein, entdeckt aber eine zweite Leidenschaft für sich: die Leichtathletik. Mit seiner angeborenen Schnelligkeit ist er der perfekte Sprinter, läuft für den heimischen TuS 09 Erkenschwick und startet voriges Jahr sogar mit der deutschen 4x400-Meter-Staffel bei der U 20-WM in Grossetto/Italien. „Jetzt hatte ich aber wieder richtig Lust auf Fußball, weil es mir persönlich doch ein wenig mehr gibt, mit einer Mannschaft jedes Wochenende um Punkte zu spielen“, erklärt Lorenz Niedrig und führt aus: „In der Leichtathletik, in meinem Verein TuS 09 Erkenschwick, war ich mit meiner Trainingsgruppe und als Staffelläufer auch oft in einem Team, aber letztlich trainierst du trotzdem viel für dich und bist auch in den Wettkämpfen ausschließlich auf dich gestellt.“

Nach zweieinhalb Jahren Pause vom Vereinsfußball meldet er sich Ende Februar wieder bei der Spielvereinigung Erkenschwick an, ehe er in diesem Sommer zum TSV Marl-Hüls gewechselt. Der Traditionsklub, 1954 deutscher Amateurmeister, gerät vor einem Jahr in finanzielle Turbulenzen und meldet seine Mannschaft vom laufenden Spielbetrieb in der Oberliga Westfalen ab. Der Neuanfang eine Klasse tiefer mit einer fast komplett veränderten Mannschaft ist für Lorenz Niedrig die perfekte Umgebung, um selber wieder auf dem Platz durchzustarten. „Natürlich fehlen mir die zweieinhalb Jahre Training und Spiel, aber grundsätzlich habe ich am Ball nichts verlernt und kann durch meine besondere Stärke, die Schnelligkeit, auf dem Platz viel gutmachen“, weiß der Sprinter.

Seine Gegner können ein Lied davon singen. Von dem Leichtathleten, der für 100 Meter weniger als elf Sekunden braucht, sehen sie meist nur die Hacken. „In der Vorbereitung habe ich schon manchmal einen Gegenspieler hinter mir fluchen hören“, bemerkt Lorenz Niedrig grinsend. „Jeder weiß, dass ein Laufduell mit mir sinnlos ist und unser Spiel auch somit eine gute Alternative für lange Bälle hat.“

Bock auf ein Laufduell mit Mbappé

So punktet eben auch Rico Freimuth in Amsdorf. Mit seiner Aussage „Ich bin schneller als Mbappé“ hat der 30-Jährige für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Lorenz Niedrig glaubt dem Kollegen Freimuth gerne und hat gegenüber seinem Vater Andreas sogar noch zuletzt erwähnt, dass er gerne mal gegen den französischen Weltmeister zum Laufduell antreten würde. Vergleiche zwischen Leichtathleten und Fußballern findet er dennoch nicht ganz passend. „Es ist schön zu lesen, wenn ich 'Usain Bolt der Verbandsliga' genannt werde“, meint Lorenz Niedrig, schränkt aber ein: „Man muss da klar differenzieren: Auf gerade Strecke ist ein guter Sprinter natürlich immer schneller als die schnellsten Fußballer, aber auf dem Platz, wenn es auch um Körpertäuschungen und Tempowechsel geht, sind die Fußballer klar im Vorteil.“

Er kann beides, schnell rennen und den Ball dabei nicht aus den Augen verlieren. Neben seinen drei Einheiten pro Woche in Marl-Hüls absolviert Lorenz Niedrig beim TuS 09 Erkenschwick weiterhin zweimal die Woche sein Sprintprogramm. Schließlich ist nach der Saison in der Westfalenliga im Sommer 2019 mit der U 23-DM das nächste Leichtathletik-Highlight bereits in Sicht.

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