Hilfe-Center

Hilfe-Center

Regionalliga

Regionalligen

Verbände

Verbände

Wenn Du dich bei unserer Community einloggst, kannst du Vereine und Mannschaften als Favoriten speichern und direkt von hier aus schnell und einfach erreichen.

Matchkalender

Begegnungen in deiner Nähe

{{typeaheadInput.text}}

* Pflichtfelder

Amateurstatistiken

Serie "Familienbande"|23.12.2015|17:30

Ob 1. oder 4. Liga: Die Baiers sind dabei!

Drei Fußballer, drei Baiers: Jürgen, Benjamin, Daniel (v.l.). [Foto: Fotos Getty, imago; Collage FUSSBALL.DE]

Wie zuvor bereits sein Vater Jürgen schaffte es auch Daniel Baier in die Bundesliga, als Stammkraft von Europa League-Teilnehmer FC Augsburg. Und auch Benjamin Baier, jüngster Sohn der fußballverrückten Familie, ist als Fußballer aktiv: Seit Sommer 2014 steht er beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen unter Vertrag, nachdem er mit 17 Jahren bereits in der zweiten Bundesliga auflief.

Jürgen Baier hat es seinen Söhnen eindrucksvoll vorgemacht. Der frühere Fußballprofi spielte in der zweiten Liga für die Spielvereinigung Fürth, Fortuna Köln, Viktoria Aschaffenburg, Kickers Offenbach und Darmstadt 98. In der Bundesliga lief er für Hannover 96 auf. Seit 2011 war der 57-jährige Trainer beim bayrischen Fünftligisten SV Erlenbach und sorgte dort schon für Aufsehen. An diesem Mittwoch wurde er als neuer Trainer des Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg präsentiert. Dass gleich seine beiden Söhne ebenfalls den Weg in den Profifußball finden würden, hätte Baier nie für möglich gehalten. „Ich habe die Karrieren von Daniel und Benjamin nie bewusst gefördert. Beide hatten aber viel Talent und in ihrer Jugend gute Trainer. Druck habe ich aber nie ausgeübt“, sagt der stolze Vater.

Während Daniel Baier nach Stationen bei 1860 München, dem VfL Wolfsburg und seit 2010 in Augsburg in der Bundesliga fest etabliert ist, hat sein jüngerer Bruder Benjamin inzwischen beim Viertligisten RW Essen Fuß gefasst. Zu Beginn seiner Karriere hatte es so ausgesehen, als ob auch der heute 27-Jährige den Sprung in die Bundesliga packen könnte – ganz gereicht hat es dafür am Ende nicht. In der Saison 2007/2008 gab Baier mit 19 Jahren sein Debüt in der zweiten Bundesliga, damals schnürte er die Fußballschuhe für Kickers Offenbach. Dort begann sein Aufstieg zum Profi – unter Mithilfe seines Vaters Jürgen, der die U 19 der Kickers und seinen jüngeren Sohn trainierte.

Kein Neid unter Brüdern

"Viele sagen zwar immer, dass Daniel und ich uns sehr ähnlich sind. Ich schieße aber eher mal ein Tor"

Nach der Debütsaison stand für Offenbach und Baier der Abstieg aus der zweiten Bundesliga fest. Nach zwei weiteren Spielzeiten im Trikot der Hessen wechselte er 2010 in die Regionalliga Nord zum heutigen Zweitligisten RB Leipzig. Nach nur einem Jahr war dort wieder Schluss, Baier zog es für drei Jahre in die 3. Liga zu Darmstadt 98, ehe er Anfang der letzten Saison nach Essen ging. „Ich bin zufrieden hier und fühle mich sehr wohl“, sagt Baier. Dass er Regionalliga spielt und nicht wie der Bruder in der Bundesliga, stört den Mittelfeldmann nicht. „Sicherlich wäre mehr drin gewesen, leider hat es aber auch aufgrund einer schweren Verletzung nicht geklappt. Es bringt nichts, traurig zu sein. Ich bin zufrieden.“ Auch Vater Jürgen weiß: „Seine Knieverletzung in jungen Jahren hat ihn weit zurückgeworfen.“

Dass den Baier-Brüdern das fußballerische Talent vom Vater in die Wiege gelegt wurde, ist offensichtlich. Jürgen Baier kann auf eine bunte Karriere zurückblicken, später konnten auch seine Söhne immer wieder Luft im Profifußball schnuppern. „Zu meiner Zeit in Darmstadt habe ich anfangs Daniel, später auch Benjamin oft mit zum Training genommen. Sie waren dann immer nah dran an der Mannschaft“, erinnert sich Jürgen Baier. „Ich habe noch viele Erinnerungen an die Karriere meines Vaters. In Darmstadt war ich überall dabei: beim Training, in der Kabine, auf der Tribüne“, sagt FCA-Profi Daniel Baier. Die Kindheit der Baiers war ohne Ball als ständigen Begleiter nicht vorstellbar. „Ich habe ständig mit den beiden Jungs gekickt“, sagt der Vater, und auch Benjamin Baier erinnert sich: „In der Kindheit hat sich alles um den Fußball gedreht. An den Wochenenden war die gesamte Familie auf dem Fußballplatz, auch unsere Mutter hat sich alle Spiele angeschaut“. Inzwischen sei sie nicht mehr regelmäßig, aber trotzdem gerne bei den Spielen ihrer Söhne dabei. „Die Ruhe hat sie sich nach all den Jahren verdient“, sagt Benjamin Baier. Auch sein Bruder Daniel erinnert sich: „Der Fußball stand immer im Mittelpunkt. Mittags waren wir auf dem Bolzplatz, abends beim Training.“

Das Verhältnis der beiden Brüder ist gut, trotz der sportlichen Unterschiede gibt es keinen ständigen Leistungsvergleich: „Ich konnte mir von Daniel immer viel abschauen, auch heute noch. Ich habe zum Beispiel von ihm gelernt, schon früh auf eigenen Beinen zu stehen und sich durchzubeißen. Er musste das auch können, als er mit 16 Jahren ins Internat von 1860 München ging“, sagt Benjamin Baier.

Rode in Offenbach trainiert

Jürgen Baier war unterdessen beim SV Erlenbach verantwortlich für die erfolgreichen vergangenen Jahre. Er führte die Mannschaft in die Bayernliga. „Eine tolle Spielklasse mit sehr viel Qualität“, meint der 57-Jährige. Seine eigenen Qualitäten auf dem Platz stellte der Trainer in der vergangenen Saison sogar selbst noch unter Beweis: Den Fünftligisten plagten große Verletzungssorgen, sodass Baier die Fußballschuhe kurzerhand selber schnürte und an alte Zeiten anknüpfte. „Wir hatten nur zwei Auswechselspieler, die ich früh reinbringen musste. Als wir dann noch einmal wechseln mussten, habe ich mich umgezogen und mitgespielt.“ Fünfte Liga – und das mit damals 56 Jahren! „Natürlich waren alle Spieler und Zuschauer begeistert“, so Baier.

Lieber als auf dem Platz stellt der Trainer seine Qualitäten inzwischen aber an der Seitenlinie unter Beweis. Und auch dort kann Baier auf einige Erfolge zurückblicken: Mit der U 19 der Kickers Offenbach wurde er drei Mal Meister und stieg in die A-Junioren-Bundesliga auf. Als Trainer der zweiten Mannschaft der Kickers trainierte er spätere Bundesligaspieler, unter ihnen Sebastian Rode, den es von Offenbach über Frankfurt zum FC Bayern München zog. In dieser Saison lief es für Baier und den SV Erlenbach nicht so gut. Vor wenigen Tagen erklärte er seinen Rücktritt.

Ob Benjamin Baier nach der Fußball-Karriere auch in Sachen Trainer-Karriere seinem Vater nacheifern möchte, hat der 27-Jährige noch nicht entschieden. „Erst einmal möchte ich noch ein paar Jahre aktiv spielen“, versichert Baier. „Was danach passiert, weiß ich noch nicht. Klar ist aber, dass es doch von fast allen Spielern der Traum ist, auch nach der Karriere einen Job im Fußball zu bekommen.“

Die Baiers werden den deutschen Fußball noch einige Jahre aufmischen. Daniel in der Bundesliga, Benjamin und Vater Jürgen in der Regionalliga. Ein familiäres Fußball-Märchen. „Der Zusammenhalt in unserer Familie ist sehr groß. Leider sehen wir uns nicht so oft, aber wenn man dann wie über Weihnachten zusammen kommt, freut man sich immer total“, sagt Daniel Baier. Doch ohne Sticheleien geht es auch in dieser Familie nicht zu. „Viele sagen zwar immer, dass Daniel und ich uns sehr ähnlich sind. Ich schieße aber eher mal ein Tor“, lacht der jüngere Bruder aus der Regionalliga. Das kann der Bundesliga-Profi nur bestätigen.

Anzeige

Hinweis

Bitte prüft zunächst, das Spiel mit eurer Spielberichtskennung im DFBnet aufzurufen und die Torschützen selbstständig zu korrigieren. Wenn das nicht mehr möglich ist, ist eine Korrektur nur noch über den Staffelleiter möglich. Um den zuständigen Staffelleiter zu kontaktieren öffnet das betroffene Spiel hier auf FUSSBALL.de, klickt auf „Falsches Ergebnis melden“ und versendet das ausgefüllte Formular. Bitte verwendet die Kontaktfunktion nur, wenn euch diese Informationen nicht geholfen haben.Für die Pflege der Staffeln, die Kontrolle und Freigabe der Ergebnisse ist der jeweilige Staffelleiter zuständig. Hinweise auf falsche oder fehlende Ergebnisse oder Tabellen richtest Du bitte an den zuständigen Staffelleiter. Wenn du über die Wettbewerbsnavigation zur entsprechenden Staffel gehst, findest du direkt unter der Liste der Begegnungen den Button „Falsches Ergebnis melden“ Dort kannst Du Dein Anliegen beschreiben. Bitte gib so viele detaillierte Daten wie möglich an, mindestens Mannschaftsart, Spielklasse, Gebiet und Spielnummer. Alternativ gelangst Du auch über das Profil deiner Mannschaft unten auf die aktuellen Wettbewerbe.

Weiter