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Wiegen der Weltmeister|31.07.2014|09:15

Özil: Vom schüchternen Jungen zum Weltmeister

Die Anfänge: Mesut Özil (untere Reihe, ganz rechts) in der Jugend der DJK Westfalia Gelsenkirchen. [Foto: Privat]

b>Sie nannten ihn "Hansi". Und er war die erste Bezugsperson bei der DJK Westfalia 04 Gelsenkirchen. Für Vater Mustafa, den großen Bruder Mutlu und ziemlich schnell auch für den kleinen Mesut. Im Sommer 95 war das. "Die ganze Familie Özil hat ihre fußballerischen Anfänge bei uns gemacht", sagt Johann Moczarski (68). Er ist der Mann, den alle nur "Hansi" nennen.

Seit bald 45 Jahren ist er im Verein; erst als Aktiver, später dann als Trainer, für Junioren und Senioren gleichermaßen. Seine Frau Gaby ist mit kleineren Unterbrechungen seit 25 Jahren die 1. Vorsitzende des Gesamtvereins, der neben dem Fußball auch Tennis, Gymnastik und die Abteilung "Spiel und Sport für Kinder" anbietet. Johann Moczarski hat in dieser Zeit vieles gesehen, vieles und viele; Spieler, die kamen und solche, die gingen. Aber an die erste Begegnung mit Mesut Özil kann er sich noch immer genau erinnern.

"Hansi" trainierte damals Mutlu Özil, Mesuts älteren Bruder. Bei einem Meisterschaftsspiel brachte Vater Mustafa, der ebenfalls im Verein kickte, eines Tages seinen zweiten Sohn mit. "Er war sehr klein und sehr schmächtig", berichtet Hansi, "und sein Vater wollte zunächst nicht so richtig." Johann Moczarski hat ihn überreden müssen. Doch er blieb hartnäckig – und brachte Mesut Özil so zum Fußball; passenderweise mit einem kleinen Trick. Der Kleine solle ihm gefälligst mal den Ball zuschießen, forderte der Trainer am Rande des Spiels. Mesut Özil tat, wie ihm aufgetragen war. Er schoss weit und hart und genau. "Am Dienstag schickst du den zu mir zum Training", sagte Johann Moczarski daraufhin. Mehr nicht. Und da tat Mustafa Özil, wie ihm aufgetragen war.

Aufstieg zur Nationalmannschaft

Drei Jahre blieb Mesut Özil bei der DJK Westfalia 04 Gelsenkirchen. "In der Zeit habe ich ihn und seine Entwicklung genau beobachtet", sagt Johann Moczarski. Zwei Dinge sind dem Trainer sofort aufgefallen: das fußballerische Talent – und die ausgeprägte Schüchternheit. "Mesut war wirklich sehr, sehr, sehr schüchtern. Wir haben das gemerkt und darauf reagiert, zum Beispiel bei Ausflügen, die wir gemacht haben. Da hat sich wirklich die ganze Vereinsfamilie rührend um ihn gekümmert", sagt "Hansi".

Doch nach drei Jahren war das vorbei. Der Sportplatz der DJK Teutonia Schalke-Nord lag noch näher zum Wohnhaus der Özils. Mesut spielte eine Saison dort, danach eine für die DJK Falke Gelsenkirchen. Als Elfjähriger wechselte er dann im Sommer 2000 zu Rot-Weiss Essen und fünf Jahre später zum FC Schalke 04. Er debütierte in der Bundesliga, zog weiter nach Bremen, wurde Nationalspieler, spielte eine überragende WM 2010 und folgte danach dem Lockruf Real Madrids. Mesut spielte dort mit Cristiano Ronaldo zusammen, und der wiederum am liebsten mit ihm. Mittlerweile schnürt Mesut seine Schuhe bekanntlich für den FC Arsenal. Die Wege von Bruder Mutlu und der DJK Westfalia 04 Gelsenkirchen trennten sich in der C-Jugend.

Geblieben ist an der Sportanlage am Trinenkamp nur die Erinnerung. "Heute gibt es gar keinen Kontakt mehr zur Familie Özil. Ich kenne Mesut nur als kleinen, schüchternen Wicht", sagt Gaby Moczarski, die 1. Vorsitzende. Die WM in Brasilien habe man zwar schon gemeinsam im Vereinsheim geguckt, und natürlich habe man sich über den Gewinn der Weltmeisterschaft riesig gefreut – allerdings eher allgemein für die ganze Mannschaft, nicht speziell für den ehemaligen Schützling. Der dient noch als Motivationsschub bei den Kleinsten – Motto: Er hat's euch vorgemacht.

Ansonsten aber ist der Ball auch auf dem Naturrasenplatz der DJK Westfalia 04 Gelsenkirchen weitergerollt. Für die neue Saison hat der Verein zehn Jugendmannschaften gemeldet, von den Minis bis zur A-Jugend. Die erste Mannschaft spielt heute mit vielen Eigengewächsen in der Kreisliga A. 1993 und 1997 hatte sie zweimal den Aufstieg in die Landesliga geschafft. Seitdem sind viele Spieler gekommen und wieder gegangen. Die Moczarskis aber sind geblieben. Noch immer geht Johann zum Sportplatz am Trinenkamp, der Mann, den die Özils "Hansi" nannten.

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