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Solidarität |05.03.2021|14:45

OFC-Fans: Unterstützung ist "Ehrensache"

OFC-Fan Jennifer Werner: "Für mich kam es von Anfang an nie in Frage, das Geld zurückzuverlangen."[Foto: Kickers Offenbach]

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Um ihren Verein zu unterstützen, verzichtet der Großteil der 2900 Dauerkarteninhaber des Südwest-Regionalligisten Kickers Offenbach im Rahmen der Aktion "Ehrensache" auf die Erstattung des Ticketpreises. Dazu zählt Jennifer Werner, die bei der FSG Niedermittlau/Lieblos auch selbst Fußball spielt.Wir haben mit der 32-Jährigen über die Hilfe der OFC-Fans und Wünsche an die Politik gesprochen.

FUSSBALL.DE: Wie schwierig ist die Zeit ohne Stadionbesuche für Sie, Frau Werner?

Jennifer Werner: Es ist schon nicht einfach. Neben dem grundsätzlichen Stadionerlebnis fällt mit den Geisterspielen ja auch ein komplettes soziales Umfeld weg. Normalerweise treffe ich mich an jedem Wochenende mit Freunden. Wir gehen gemeinsam zum Stadion und feuern unser Team an. Zwar haben wir beim OFC mit dem Kickers TV und unserem Fanradio immerhin das Privileg, die Spiele nicht komplett zu verpassen. Aber es ist natürlich etwas anderes, als live vor Ort mitzujubeln und mitzuleiden. Ich spreche - denke ich - für alle Fans, wenn ich sage, dass ich den Re-Start mit Zuschauern kaum abwarten kann.

Was vermissen Sie am meisten?

"Die Stadionatmosphäre vermisse ich am meisten. Zu singen, zu schreien - aber auch zu pöbeln!"

Werner: Die Stadionatmosphäre. Zu singen, zu schreien - aber auch zu pöbeln! (lacht) Ich vermisse es, unsere Mannschaft zu pushen und mit leidenschaftlichen Fangesängen direkt Einfluss auf die Motivation der Spieler nehmen zu können. Das Gefühl, in engen Spielen ein Faktor für den Erfolg der Mannschaft sein zu können, ist unbezahlbar.

Im Rahmen der Aktion "Ehrensache" verzichten die meisten OFC-Fans auf die Rückerstattung der Kosten für ihre Dauerkarte. Auch Sie selbst tun das. Warum?

Werner: Für mich kam es tatsächlich von Anfang an nie in Frage, das Geld zurückzuverlangen. Die Aktion hätte es dafür gar nicht erst gebraucht. Bereits im vergangenen Jahr haben wir Fans überlegt, wie wir unseren OFC finanziell unterstützen können. Neben dem Kauf von Geistertickets initiierten wir auch eine eigene Kickers-Coronahilfe. Unsere Vereinsführung hat sich in der jüngeren Vergangenheit mit einem klaren Plan und nachhaltigen Konzepten Vertrauen erarbeitet. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass dieser Plan auch zukünftig fortgesetzt werden kann.

Sie sind auch im Fanbeirat des OFC tätig. Wie fielen die Reaktionen der Anhänger*innen auf die Aktion "Ehrensache" aus?

Werner: Absolut positiv. Es ist eine gute Sache, die uns noch mehr zusammenschweißt. Wir alle wissen, dass wir die Corona-Krise als Verein nur gemeinsam bewältigen können. Ich habe in den sozialen Medien keinen einzigen negativen Kommentar dazu gelesen, dass der OFC uns darum bittet, auf die Erstattung der Dauerticketkosten zu verzichten. Das spricht für den Teamspirit, der uns auszeichnet.

Denken Sie, dass der Zusammenhalt der Fans in diesen Zeiten noch stärker ist?

Werner: Ich glaube schon. Für die Profile in den sozialen Medien wurde im Rahmen der "Ehrensache" beispielsweise eine das Profilbild umrandende Grafik mit dem Ehrensache-Logo erstellt. Anschließend habe ich bei Facebook nichts anderes mehr gesehen. (lacht) Das zeigt das Zusammengehörigkeitsgefühl, aber auch die Selbstverständlichkeit, mit der wir Fans die Aktion unterstützen.

Was erhoffen Sie sich als Fan von der Politik?

Werner: Dass die Vereine ihre mit viel Zeitaufwand erarbeiteten Hygienekonzepte endlich umsetzen dürfen. Weil ich beim OFC selbst bei der Erstellung des Konzeptes mitgeholfen habe, weiß ich, dass es gut durchdacht ist und keine Angst vor einer Ansteckungsgefahr bestehen muss. Beim bisher leider einzigen Stadionbesuch in dieser Saison im September habe ich mich auf jeden Fall sicher gefühlt. Mit Hinblick auf das Saisonfinale im Juni, bei dem wir hoffentlich den Aufstieg in die 3. Liga feiern dürfen, würde ich mir wünschen, dass so bald wie möglich wieder Zuschauer zugelassen werden.

Sie spielen auch noch selbst Fußball bei der FSG Niedermittlau/Lieblos in der Gruppenliga Frankfurt. Wie ist dort die aktuelle Lage?

Werner: Wir versuchen, das Beste aus der spiel- und trainingsfreien Zeit zu machen. Bereits im November haben wir eine Challenge mit dem Namen "Fit für den Klassenverbleib" ins Leben gerufen, um uns fitzuhalten. Dabei fordern wir uns beispielsweise gegenseitig heraus, beim Laufen bestimmte Kilometerzahlen zu erreichen oder so viele Liegestütze wie möglich zu machen. Das bietet einen zusätzlichen Ansporn, sich zu bewegen, und macht auch noch Spaß. Aber ich bin ehrlich: Mittlerweile läuft die Challenge schon mehrere Monate und so langsam würden wir gerne mal wieder auf den Platz.

Wie lautet Ihr größter Wunsch in Bezug auf den Amateurfußball?

Werner: Einerseits wünsche ich mir, dass die Zeit des Wartens bald vorbei ist und es wieder losgeht. Ich habe etwas Angst davor, dass sich viele Leute vom Amateurfußball abwenden, weil sie in der aktuellen Zeit merken, dass sie ihre Freizeit lieber anders gestalten möchten. Andererseits bietet die aktuelle Situation aber auch Chancen, an neuen Strukturen in den Vereinen zu arbeiten. Beispielsweise haben wir beim OFC bei einer Fanumfrage festgestellt, dass es sehr viele Menschen gibt, die dazu bereit wären, ehrenamtlich im Klub mit anzupacken. Hier sehe ich großes Potential für die Zukunft und ich wünsche mir, dass die Ehrenamtsarbeit zukünftig einen noch höheren Stellenwert einnimmt, als sie es ohnehin schon tut. Wichtig ist an dieser Stelle aber vor allem, dass die Vereine auf die Fans zugehen und ihnen aufzeigen, wie sie genau helfen können. Dann kommt die Unterstützung von leidenschaftlichen Fans - so wie ich es bin - bestenfalls von alleine.

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