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Westfalenpokal |18.05.2018|14:00

Paderborn zu Gast bei Debütant Erndtebrück

Treffen im Finale des Westfalenpokals aufeinander: TuS Erndtebrück (l.) und SC Paderborn 07. [Foto: imago/Collage DFB]

Finaldebütant gegen Rekordsieger: Im Endspiel um den Westfalenpokal am dritten Finaltag der Amateure am Pfingstmontag (ab 14.30 Uhr, Livekonferenz in der ARD) stehen sich der TuS Erndtebrück, Absteiger aus der Regionalliga West, und der künftige Zweitligist und Drittliga-Vizemeister SC Paderborn 07 gegenüber. Gespielt wird in der Erndtebrücker Pulverwaldkampfbahn auf Kunstrasen.

Während Gastgeber Erndtebrück erstmals die Chance hat, sich den Verbandspokal in die Vereinsvitrine zu stellen, sind die Paderborner Titelverteidiger und mit bislang acht Pokalerfolgen auch der Rekordhalter des Wettbewerbs. Egal wie es ausgeht: Beide Vereine werden im DFB-Pokal vertreten sein.

TuS Erndtebrück

Beim TuS Erndtebrück schlagen nach dieser Saison zwei Herzen in der Brust. In der Regionalliga West ging es für den Aufsteiger wie schon in der Saison 2015/2016 auf dem direkten Weg zurück in die Oberliga Westfalen. "Für uns war schon vor der Saison klar, dass der Klassenverbleib schwierig wird. Von den Strukturen sind wir eher ein Oberligist als ein Regionalligist", sagt TuS-Trainer Florian Schnorrenberg im Gespräch mit FUSSBALL.DE . Auch deshalb wird der 41 Jahre alte Fußball-Lehrer den Verein nach dem Saisonende verlassen.

Acht Jahre lang war "Schnorre" für den TuS tätig, stieg in dieser Zeit viermal auf: Zweimal mit der zweiten Mannschaft, zweimal mit der "Ersten". Neben der Trainertätigkeit war er in Personalunion auch als Sportlicher Leiter tätig. Nun zieht er jedoch ein Jahr vor dem regulären Ablauf seines Vertrages einen Schlussstrich, hofft auf ein Engagement im Profifußball. Keine Frage: Ein Triumph im Westfalenpokal wäre für Florian Schnorrenberg trotz des erneuten Abstiegs ein krönender Abschluss seiner Tätigkeit.

Im Westfalenpokal hatten sich die Wittgensteiner in den ersten vier Runden gegen klassentiefere Vereine durchgesetzt, bevor es im Halbfinale zum Drittligisten Sportfreunde Lotte ging. Gegen den Favoriten behielt der TuS sensationell 2:1 die Oberhand und erreichte erstmals das Endspiel. "Die Partie in Lotte hatte für uns bereits Finalcharakter. Die Mannschaft ist über sich hinausgewachsen und mit einer tollen Leistung verdient in das Endspiel eingezogen", so Schnorrenberg. Da der Finalgegner SC Paderborn 07 in der 3. Liga den zweiten Platz erreicht hat, ist der TuS Erndtebrück auch für den Fall einer Finalniederlage bereits für den DFB-Pokal qualifiziert.

Obwohl sie im Westfalenpokal noch nie auch nur das Endspiel erreichen konnten, ist der DFB-Pokal für die Erndtebrücker kein "Neuland". Schon 2015 (0:5 in der ersten Runde gegen den SV Darmstadt 98) und 2017 (0:3 gegen Eintracht Frankfurt) war der TuS - jeweils als Meister der Oberliga Westfalen - im DFB-Pokal dabei und durfte sich im Siegener Leimbachstadion über große Kulissen freuen. "Es ist eine Riesensache für den Verein, zum dritten Mal in vier Jahren im DFB-Pokal dabei zu sein. Das war vor der Saison ein gestecktes Ziel. Deshalb würde ich auch trotz des Abstiegs nicht von einer schlechten oder enttäuschenden Saison reden wollen. Das wir jetzt noch einen künftigen Zweitligisten zu Gast haben, ist für uns eine große Sache, auch wenn wir bereits für die Hauptrunde qualifiziert sind", sagt Trainer Schnorrenberg vor seinem "Abschiedsspiel".

Gründungsjahr: 1895

Mitgliederzahl: 1307

Liga-Zugehörigkeit: Regionalliga West

Trainer: Florian Schnorrenberg

Top-Torjäger: Stefan Valentini (fünf Saisontreffer)

Größter Erfolg der Vereinsgeschichte: Aufstieg in die Regionalliga West (2015 und 2017), DFB-Pokal-Teilnahme (2015, 2017 und 2018)

Weg ins Finale: SC Dorstfeld 09 (8:0), FC Frohlinde (4:0), VfL Holsen (2:1), RSV Meinerzhagen (2:0), Sportfreunde Lotte (2:1)

SC Paderborn 07

Die Saison des SC Paderborn 07 hat etwas Märchenhaftes. Vor einem Jahr eigentlich sportlich aus der 3. Liga abgestiegen, blieben die Ostwestfalen doch noch in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, weil der Zweitligaabsteiger TSV 1860 München die Zulassungsbedingungen für die 3. Liga nicht erfüllen konnte und in die Regionalliga Bayern zwangsabsteigen musste.

Umso überraschender war der Paderborner Saisonverlauf. Vom ersten Spieltag an mischte der SCP in der Spitzengruppe mit. An insgesamt 29 der 38 Spieltage ließen die Paderborner sogar alle 19 Konkurrenten in der Tabelle hinter sich. In der Endabrechnung reichte es für die Mannschaft von SCP-Trainer souverän für den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die Meisterschaft wurde es nur deshalb nicht, weil der 1. FC Magdeburg mit optimalen 30 Punkten aus den letzten zehn Spielen die ohnehin schon herausragende Ausbeute des ehemaligen Bundesligisten (28 Zähler) noch überbieten konnte. Mit nicht weniger als 90 Saisontreffern stellte Vizemeister Paderborn, angeführt von Torjäger Sven Michel (19 Treffer) und Spielmacher Marlon Ritter (zwölf Tore) einen neuen Rekord für die 3. Liga auf.

Auch im DFB-Pokal sorgte der SC Paderborn 07 für einige Überraschungen. Nach dem Erstrunden-Sieg gegen den FC St. Pauli (2:1) behielt das Team von Trainers Steffen Baumgart auch gegen die weiteren Zweitligisten VfL Bochum (2:0) und FC Ingolstadt 04 (1:0) jeweils die Oberhand. Erst gegen den Meister und jetzigen DFB-Pokal-Finalisten FC Bayern München war für den SCP im Viertelfinale Endstation. Trotz des deutlichen 0:6 gab es Lob von Bayern-Nationalspieler Joshua Kimmich "Riesenkompliment an die Paderborner, die wahnsinnig mutig gespielt haben. Gerade bei den nicht einfachen Platzverhältnissen haben sie auch versucht, Fußball zu spielen."

Dass der SC Paderborn 07 in dieser Saison so erfolgreich war und ist, überrascht SCP-Trainer Baumgart nicht. "Um ganz ehrlich zu sein: Von vornherein ausgeschlossen hätte ich das nicht. Im Fußball ist fast alles möglich. Ein wesentlicher Bestandteil war, dass wir uns im Sommer mit Spielern verstärkt haben, die zu unserer Spielidee passen", betont der 46 Jahre alte Ex-Bundesligaprofi gegenüber FUSSBALL.DE . "Mit den ersten Erfolgserlebnissen kam dann auch das Selbstvertrauen dazu. Die Spieler glauben an unsere Idee. Jeder Schritt ist hart erarbeitet", so Baumgart weiter. Mit der Titelverteidigung im Westfalenpokal soll jetzt noch das "Sahnehäubchen" auf eine herausragende Spielzeit gesetzt werden.

Gründungsjahr: 1907

Mitgliederzahl: 5300

Liga-Zugehörigkeit: 3. Liga

Trainer: Steffen Baumgart

Top-Torjäger: Sven Michel (19 Saisontreffer)

Größter Erfolg der Vereinsgeschichte: Aufstieg in die Bundesliga (2014), Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale (2018)

Weg ins Finale: SC Preußen Münster (3:1), SC Roland Beckum (4:0), Viktoria Rietberg (15:0), SC Herford (2:1), SpVg Olpe (3:0)

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