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Old but gold |29.10.2020|13:00

Parson bei Stadtallendorf: Der Grenzgänger

Gino Parson (M.): "An guten Tagen kann ich die jungen Kerle noch herausfordern."[Foto: imago images/Stefan Tschersich]

Gino Parsons Fußballerkarriere schien im Sommer 2016 bereits beendet. Beim SC Teutonia Watzenborn-Steinberg gab es nach der Hessenmeisterschaft keinen Platz mehr für ihn. Der offensive Mittelfeldspieler machte sich als Trainer einen Namen, ehe er in dieser Saison doch noch zu seinem Regionalliga-Debüt für Eintracht Stadtallendorf kam. Mit 41 Jahren hält er immer noch mit den jungen Kerlen mit.

In den Urlaub würde Gino Parson gerne mal wieder fahren. Er ist ein aufgeschlossener Typ, lernt gerne andere Länder und Kulturen kennen. Aber nicht jetzt, denn das lasse die Corona-Pandemie nicht zu. "Jeder muss im Moment zurückstecken", betont der gebürtige Marburger, der seit seiner frühen Kindheit im Gießener Raum lebt. "Leider können das viele Menschen nicht so gut, weil unsere Gesellschaft verwöhnt ist." Ihm selbst fällt das nicht schwer. Sich diszipliniert zu verhalten, ist für Parson selbstverständlich. Als Mensch, aber auch als Fußballer. Wenn das nicht so wäre, hätte er es wohl nicht so weit gebracht. Mit 41 Jahren kickt er in dieser Saison im Trikot von Eintracht Stadtallendorf in der Regionalliga Südwest – so hoch wie nie zuvor. Als spielender Co-Trainer ist er der verlängerte Arm von Cheftrainer Dragan Sicaja.

Jahrelang war Parson, der als Objektleiter in einem Planungsbüro arbeitet, eine Etage tiefer aktiv. In der Hessenliga stand er fast 300 Mal auf dem Feld – unter anderem für den VfB Marburg , den SC Waldgirmes und den SC Teutonia Watzenborn-Steinberg. Zweimal feierte der offensive Mittelfeldspieler sogar die Meisterschaft. Doch einmal verzichtete Waldgirmes in der Saison 2008/2009 auf den Aufstieg, einmal ging Parson den Weg in die Regionalliga nicht mit.

"Kann die jungen Kerle noch herausfordern"

"Kaum einer denkt, dass ich so alt bin und zwei große Söhne habe"

Im Mai 2016 war das. "Damals musste ich einsichtig sein", blickt er zurück auf die Aufstiegssaison mit dem SC Teutonia Watzenborn-Steinberg, der im Juli 2018 mit dem VfB Gießen zum FC Gießen fusionierte. In den Planungen spielte er in den entscheidenden Wochen keine große Rolle mehr. Es war klar, dass er künftig kaum Chancen auf Einsätze haben würde. Denn das Trainerteam setzte auf jugendliche Frische statt auf Erfahrung.

"Ich habe kein Problem damit, mich auf die Bank zu setzen, wenn andere besser sind", erklärt Parson. Ihm sei es bloß wichtig, dass sein Leistungsvermögen und nicht sein Alter ausschlaggebend sei. "Das ist in Stadtallendorf definitiv der Fall." Viermal durfte er in dieser Saison bislang ran, zum Auftakt lief er sogar von Beginn an auf. Weil sich einige Spieler verletzt hatten, führte kein Weg an ihm vorbei. Parson zeigte eine starke Leistung, traf im Spiel bei Schott Mainz (2:4) sogar und avancierte zum ältesten Torschützen der Regionalliga Südwest. Dieser Auftritt hat ihn angestachelt. "An guten Tagen kann ich die jungen Kerle noch herausfordern", meint Parson. Sein Ehrgeiz ist genauso groß wie zu Beginn seiner Laufbahn vor mehr als 20 Jahren. In jedem Training gehe er an seine Grenzen, schiebe zusätzliche Schichten im Fitnessstudio und achte sehr auf seine Ernährung, sagt er.

"Wenn das nicht so wäre, hätte ich spätestens vor fünf Jahren auf diesem Niveau nicht mehr mithalten können", ist sich Parson sicher. Damals, in der Saison 2015/2016, führte der flexibel einsetzbare Mittelfeldmann Watzenborn-Steinberg in der Hessenliga von Sieg zu Sieg, ehe sich jüngere Spieler in den Vordergrund drängten. Und plötzlich wurde er nicht mehr gebraucht. "Das war halt so", sagt Parson. Er ist niemand, der sich gekränkt zurückzieht, sondern er macht unbeirrt weiter. Zur folgenden Saison übernahm Parson den Trainerposten bei der zweiten Mannschaft. Als der Verein kurz vor Weihnachten einen neuen Trainer für das Regionalliga-Team suchte, stand er sofort parat. Seine Spielerkarriere schien beendet, obwohl er dies nie ausgesprochen hatte.

"Ich ticke wie ein 25-Jähriger"

Als Spielertrainer des Verbandsligisten FC Gießen II kam er zu Beginn der Saison 2018/2019 noch einmal auf einige Einsätze. Doch dann machte er vermehrt für den Nachwuchs Platz, gab sein Amt im Sommer 2019 schließlich ganz auf. Und dann kam das Angebot aus Stadtallendorf – völlig unverhofft. Fejz Hodaj, der Sportliche Leiter, kennt ihn gut. Und er suchte einen routinierten Mann für das junge Eintracht-Team, das wenige Wochen zuvor aus der Regionalliga abgestiegen war. "Ich musste etwas länger überlegen, denn gedanklich hatte ich meine Spielerlaufbahn schon beendet", erinnert sich Parson. Doch seine Erfahrung an ambitionierte Spieler weiterzugeben, reizte den 41-Jährigen sehr. "Außerdem war die Regionalliga natürlich immer ein Traum von mir."

Als Notnagel sieht er sich keineswegs. "Ich will immer spielen und konkurriere mit den jungen Kerlen. Und ich glaube, dass sie mich auch als Konkurrenten sehen." Und sie haben einen guten Draht zu ihm, weil er ihnen ähnelt. Stets ist er modisch gekleidet, immer wieder hat er einen Schalk im Nacken. "Ich ticke wie ein 25-Jähriger", flachst Parson. "Kaum einer denkt, dass ich so alt bin und zwei große Söhne habe." Beiden hat er das Fußballer-Gen mitgegeben, beide kicken in der Jugend des FC Gießen – oft vor den Augen des in der Region prominenten Vaters. "Ich habe aber nicht die Erwartung, dass sie so einen Weg wie ich gehen", sagt Parson. "Die sollen das machen, was ihnen Spaß macht."

Er selbst kann sich eine Zukunft im Trainergeschäft vorstellen. Wann das sein könnte, lässt Parson offen. "Wahrscheinlich spiele ich meine letzte Saison, aber das habe ich schon öfter gedacht." Doch er denkt auch immer öfter daran, endlich mehr Zeit mit der Familie und seinen vielen guten Freunden zu verbringen. Außerdem hat Parson zu Hause einen größeren Umbau geplant. Und in den Urlaub würde er auch gerne mal wieder fahren. "Wenn man neben dem Job ambitioniert Fußball spielt, ist Urlaub leider nur selten drin." Er ist eben ein sehr disziplinierter Typ. Deswegen fällt es ihm nicht schwer zurückzustecken. Schon gar nicht in diesen Zeiten.

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