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Integration |30.06.2016|16:38

Pilotprojekt: Aus Flüchtlingen werden Trainer

Lehrgangsleiter Najman Kuri (ganz rechts) mit den künftigen Trainern und Betreuern. [Foto: Hennies]

Internationale Atmosphäre auf dem Gelände des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) in der Sportschule Barsinghausen. Zu Gast ist kein richtiges Fußballteam. Es handelt sich vielmehr um einen Pilot-Lehrgang, den der NFV und der Landessportbund Niedersachsen (LSB) gerade im Barsinghäuser Fuchsbachtal durchgeführt haben. Das gemeinsame Projekt unter NFV-Regie nennt sich „SocceR(EFUGEE) Coach“ und wendet sich an fußballbegeisterte Flüchtlinge.

In der praxisorientierten Ausbildung werden wesentliche Trainingsinhalte vom Aufwärmen über Kondition bis hin zu Technik und Taktik vermittelt. Ebenso hiesige Trainingsphilosophien, um den Flüchtlingen den angestrebten Einstieg in die Vereinsarbeit zu erleichtern. „Die Qualifizierung umfasst 25 Lerneinheiten, die ab dem Herbst an zwei Wochenenden in den vier NFV-Bezirken Hannover, Braunschweig, Lüneburg und Weser-Ems auf Lehrgängen absolviert werden können. Nach Abschluss wird ein offizielles Zertifikat ausgehändigt“, sagt NFV-Referent Sebastian Ratzsch als zuständiger Ansprechpartner.

Gleich zu Beginn wurden die Lehrgangsteilnehmer erst einmal sportlich eingekleidet. Das T-Shirt mit dem Emblem SocceR(EFUGEE)Coach vermittelt ebenso Kompetenz wie die schwarze Shorts mit dem gleichen Aufdruck. Das Zertifikat am Lehrgangsende in Form einer Urkunde überreichte Frank Schmidt aus dem NFV-Präsidium. Außerdem gab es vom LSB einen Sportbeutel als kleines Präsent.

Verständigung in vielen Sprachen

"Unterarmstütz, left hand up, yalla shabab!"

Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Programms „Integration durch Sport“ vom Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und vom Bundesinnenministerium (BMI). „Mit diesem Angebot möchten wir neben dem Dasein als Spieler einen weiteren Weg der Integrationskraft des Fußballs nutzen“, erklärt Jan Baßler, stellvertretender Direktor des NFV. „So können die Projektteilnehmer im Anschluss gleich eine wichtige Funktion in ihrem Vereinen als Co-Trainerinnen und Co-Trainer oder Betreuerinnen und Betreuer übernehmen und somit schnell in den Vereinsalltag eingebunden werden. Zudem fungieren sie in dieser Rolle als Multiplikatoren, um weitere Menschen mit Migrationshintergrund dahin zu führen, wo die Integration im Fußball in erster Linie stattfindet: an der Basis.“

Leiter des ersten Lehrgangs mit zwölf jungen Teilnehmern aus Syrien, Afghanistan und Eritrea, die allesamt im Barsinghäuser Waldhof untergebracht sind, war Najman Kuri, mit der UEFA B-Lizenz ausgestatteter Jugend-Coach beim JFV Calenberger Land . Der 26 Jahre alte Student der Sozialpädagogik ist selbst ein Flüchtling und verließ Syrien vor 20 Jahren. Er weiß daher um die Sorgen und Nöte der aktuellen Flüchtlinge, er spricht ihre Sprache und kennt ihre Geschichte. Er holt seine Jungs dort ab, wo sie stehen, nutzt ihren Wissensstand und gibt ihnen das Gefühl, anerkannt und gebraucht zu werden, etwas wert zu sein. Ein nicht gerade unbedeutender Aspekt im Alltag eines Fremden auf dem langen Integrationsweg.

„Die Verständigung erfolgt in verschiedenen Sprachen und oft auch über die globale Sprache des Fußballs“, sagt Najman Kuri. Seine Anweisungen und Erklärungen gibt er in einem Mix aus Englisch, Deutsch und Arabisch. Etwa beim Aufwärmen. „Unterarmstütz, left hand up, yalla shabab!“ Und alle kapieren es sofort. „Auf geht’s Jungs! Yalla!“ Die Freude an der Fußballausbildung ist ihnen anzumerken. Spaß gepaart mit Wissbegierde – die Strahlkraft des Fußballs kennt keine Grenzen. „Die Jungs haben alle sehr aufmerksam mitgezogen. Man merkte, dass sie etwas wissen wollen“, lobte Kuri.

Basiswissen gemäß C-Lizenz

Die jungen Kicker lernen, das Aufwärmprogramm selbständig durchzuführen. Das ist wichtig. Denn später, als zukünftige rechte Hand des Trainers in einem Verein, müssen sie die Spieler auch anleiten. In Barsinghausen ging es um das Vermitteln von Basiswissen gemäß der C-Lizenz. In der Theorie, die etwa ein Drittel der Ausbildung umfasste, gab es wesentliche Informationen zur Organisation des Vereinsfußballs in Deutschland, zur Sicherheit im Sport und zum Verhalten bei Sportunfällen, über den Umgang mit Kindern und Jugendlichen sowie zu rechtlichen Grundlagen im Fußball.

Entwickelt hat das Konzept Thorsten Westenberger aus dem NFV-Fachausschuss für Qualifizierung. „Jetzt geht es darum, die Erkenntnisse des Pilotlehrgangs zu analysieren und gegebenenfalls zu modifizieren, ehe wir ab August in die Bezirke gehen“, erläuterte Sebastian Ratzsch in einem ersten Gespräch mit Frank Schmidt und den beiden LSB-Referenten Kai Labinski und Jennifer Osthus.

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