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SV Lippstadt 08 |26.06.2019|15:50

RL-Trainer mit 28: Autorität? "Kein Problem"

Felix Bechtold (r.): "Wir haben uns bewusst für ein junges, wildes Team entschieden."[Foto: imago/Revierfoto]

Der SV Lippstadt 08 nimmt die zweite Saison in der Regionalliga West mit einem Trainer-Jungspund in Angriff. Der erst 28 Jahre alte Felix Bechtold hat die Nachfolge von Daniel Berlinski angetreten, dem er zuvor als Co-Trainer assistierte. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Felix Bechtold über Parallelen zu seinem Hauptberuf und die neue Frauen-Power beim SVL.

FUSSBALL.DE: Mit gerade einmal 28 Jahren sind Sie bereits Cheftrainer in der Regionalliga West: Wie oft mussten Sie sich kneifen, Herr Bechtold?

Felix Bechtold: Eigentlich gar nicht so oft. Als im Februar feststand, dass ich die Nachfolge von Daniel Berlinski antreten werde, war ich noch Co-Trainer. Und nach der vergangenen Saison ging die Arbeit auch sofort wieder los. Da blieb dann gar nicht so viel Zeit, um darüber nachzudenken.

Sie sind eigentlich noch im besten Fußballeralter, gehörten aber schon in der vergangenen Saison zum Trainerteam. Warum laufen Sie nicht mehr selbst für Lippstadt auf?

"Für mich sind Frauen im Männerfußball längst gang und gäbe"

Bechtold: Nach mehreren Jahren in der Oberliga und der Regionalliga West hat mein Körper nicht mehr mitgespielt. Das war ein Abnutzungskampf. Vor allem meine Kniegelenke haben mir Probleme bereitet, obwohl ich nie einen Kreuzbandriss hatte. Daher war es vernünftiger, mit dem aktiven Fußball aufzuhören. Mir war aber schon immer klar, dass ich einmal auf die Trainerseite wechseln will. Mit dem Verein habe ich offen darüber gesprochen. Umso glücklicher bin ich, dass mir der SV Lippstadt 08 den Einstieg in die Trainertätigkeit ermöglicht hat.

Was sind die größten Unterschiede im Vergleich zu Ihrer Arbeit als Co-Trainer?

Bechtold: Es sind durch das neue Amt weitere Aufgaben hinzugekommen. Als Cheftrainer arbeite ich beispielsweise noch mehr an unserer Spielphilosophie. Auch organisatorisch steht mehr an. Aber ich liebe die Herausforderung. Durch meine Tätigkeit als Teamleiter in einer Bank weiß ich, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Mir macht das viel Spaß. Beim SV Lippstadt 08 habe ich mit meinem Co-Trainer Heiko Hofmann, Torwarttrainer Michael Joswig und Athletiktrainer Dominik Lausch ein gutes Team um mich herum. Auch unser Sportdirektor Dirk Brökelmann hält mir den Rücken frei.

Ist es nicht auch gewöhnungsbedürftig, dass Sie nun auch einige Spieler trainieren, mit denen Sie noch selbst zusammengespielt haben?

Bechtold: Das konnten wir auch schon in der vergangenen Saison gut trennen. Als Co-Trainer habe ich da schon klare Kante und Grenzen gezeigt. Ich glaube nicht, dass es da Probleme bei der Autorität geben wird. Auch wenn ich in dieser Saison mit Sicherheit die eine oder andere schwierige Entscheidung treffen muss.

Für Aufsehen hat der SV Lippstadt 08 mit den Verpflichtungen von zwei Frauen für das Trainerteam gesorgt. Wie waren die Reaktionen?

Bechtold: Ganz ehrlich: Dafür hatte ich gar kein Auge. Für mich sind Frauen im Männerfußball längst gang und gäbe. Wir sind von ihnen als Personen und Mitarbeiterinnen überzeugt. Nadine Schmidt wird als Teammanagerin das Bindeglied zwischen dem Verein und der Mannschaft sein und sich um die Organisation kümmern. Annika Flaßkamp unterstützt uns bei der Spielvorbereitung. Sie wird die Gegner analysieren und Video-Material zusammenschneiden. Wir versprechen uns einiges von der Zusammenarbeit.

Daniel Farke, einer Ihrer Vorgänger, ist mittlerweile Trainer in der englischen Premier League bei Norwich City. Auch Daniel Berlinski will den Sprung in den Profibereich schaffen. Ist der SV Lippstadt 08 ein Sprungbrett für eine größere Bühne?

Bechtold: Klar, auch ich habe den Traum, eines Tages hauptberuflich als Trainer arbeiten zu können. Ich denke aber nicht zu weit voraus. Beim SV Lippstadt 08 fühle ich mich pudelwohl. Der Verein ist familiär, bodenständig und absolut fußballverrückt. Hier wird beständig gearbeitet. Finanziell haben andere Vereine vielleicht bessere Möglichkeiten. Dennoch entscheiden nicht immer die Etats über die Platzierungen. Die Unterschiede kann man mit Leidenschaft, Disziplin und harter Arbeit kleiner werden lassen.

Stichwort Alter: In Ihrer Mannschaft ist kein Spieler älter als 29. Das ist kein Zufall, oder?

Bechtold: Das stimmt. Wir haben uns bewusst für ein junges, wildes Team entschieden. Wir halten in der Region nach hungrigen Spielern Ausschau, die sich mit uns weiterentwickeln und für höhere Aufgaben empfehlen wollen. Sven Köhler, der gerade erst zum künftigen Zweitligisten VfL Osnabrück gewechselt ist, oder Marcel Hoffmeier, der beim Drittligisten SC Preußen Münster unterschrieben hat, sind Beispiele einer solchen Win-win-Situation.

Wie weit ist die Kaderplanung schon fortgeschritten?

Bechtold: Mit 23 Spielern im Aufgebot sind wir schon sehr gut aufgestellt. Wir halten aber weiterhin die Augen und Ohren offen, ob sich nicht vielleicht doch noch etwas ergibt. Das hängt aber von vielen Faktoren ab. Die Rahmenbedingungen müssen passen und wir vom Spieler absolut überzeugt sein.

Als Aufsteiger konnte sich der SV Lippstadt 08 in der vergangenen Saison in der Regionalliga halten. Welche Lehren nehmen Sie aus dieser Spielzeit mit?

Bechtold: Wir haben in der abgelaufenen Spielzeit mit dem Klassenverbleib das Maximum herausgeholt. Zum Ende der Saison sind wir wegen einiger Verletzungen ein wenig am Stock gegangen. In der Tabelle wurde es dann noch einmal etwas enger. Unser Ziel war, gegen jeden Gegner unsere mutige und offensive Spielweise durchzudrücken. Das wollen wir auch in dieser Saison. Wir werden uns vom ersten Spieltag an jeden Punkt hart erarbeiten müssen. Das übergeordnete Ziel bleibt der Klassenverbleib.

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