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Pokalsensation|11.08.2019|14:15

SC Verl: Training für Pokalhelden gestrichen

"Einfach pure Freude und Emotionen": Verl genießt den Pokaltriumph.[Foto: 2019 Bongarts/Getty Images]

Die Freude kannte keine Grenzen: Als Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen (Kleve) abpfiff, war der insgesamt vierte Einzug des SC Verl aus der Regionalliga West in die zweite Runde des DFB-Pokals perfekt. Die Mannschaft von Trainer Guerino Capretti setzte sich vor 5000 Zuschauern 2:1 (2:0) gegen den Bundesligisten FC Augsburg durch und fiebert jetzt schon der Auslosung der zweiten Runde im Deutschen Fußballmuseum am Sonntag, 18. August (ab 18 Uhr, live in der ARD-Sportschau), entgegen.

"Nach dem Schlusspfiff waren es einfach pure Freude und Emotionen", so Capretti im Gespräch mit  FUSSBALL.DE . "Es ist danach viel auf uns eingeprasselt. Erst als wir im Fernsehen die Zusammenfassung der Partie verfolgt hatten, bekamen wir ein bisschen ein Gefühl dafür, was uns da gelungen ist."

Der Viertligist war zunächst durch ein unglückliches Eigentor von Marek Suchy (9.) in Führung gegangen, Ron Schallenberg (23.) legte noch im ersten Durchgang den zweiten Treffer nach. "Wir haben einfach an unserer Spielidee festgehalten und auch gegen den FC Augsburg mutig und frech nach vorne gespielt. Dabei haben wir unsere Torchancen konsequent genutzt, was uns in den Ligaspielen bisher gefehlt hat." In der Regionalliga warten die Verler Pokalhelden nach zwei Partien (ein Punkt) noch auf den ersten Sieg.

Im Pokalspiel wurde es erst richtig spannend, nachdem der einmalige Nationalspieler André Hahn in der Schlussphase einen Foulelfmeter für den FC Augsburg zum 1:2 verwandelt hatte. "Da ist es klar, dass der FC Augsburg nochmal auf den Ausgleich drückt und wir kaum für Entlastung sorgen konnten", so Capretti, der als Spieler selbst viermal im DFB-Pokal am Ball war. "Wir haben uns aber mit allen Mitteln dagegengestemmt. Lars Ritzka hat kurz vor der Linie noch geklärt. Auch so haben wir immer noch irgendwie einen Fuß oder einen Kopf in den entscheidenden Momenten an den Ball bekommen. Das war Leidenschaft pur."

"Erst als wir im Fernsehen die Zusammenfassung der Partie verfolgt hatten, bekamen wir ein bisschen ein Gefühl dafür, was uns da gelungen ist"

Zusätzliche Einnahmen in Höhe von 351.000 Euro

Mit Leidenschaft waren auch die Fans der Ostwestfalen dabei. "Wir haben während der kompletten Partie die Unterstützung unserer Anhänger gespürt. Umso größer war dann die Freude nach dem Schlusspfiff", so Capretti. "Zunächst wurde auf dem Platz gefeiert, anschließend ging es in der Kabine weiter." Und damit war der Party-Marathon noch nicht vorbei. "Am Abend haben wir uns dann noch getroffen und sind gemeinsam weggegangen. So ein Erfolg darf und muss gefeiert werden."

Und das wurde er ausführlich. "Ich weiß gar nicht genau, wann ich wieder zu Hause war. Ich habe nicht auf die Uhr geschaut", lacht der 37-Jährige. "Ich war zumindest nicht der Letzte, der gegangen ist." Seine Spieler durften sich auf jeden Fall bei den Feierlichkeiten Zeit nehmen. Das ursprünglich für Sonntag angesetzte Training wurde gestrichen. "Das haben sich die Jungs nach der Leistung verdient."

Mit dem Einzug in die zweite Runde darf sich der SC Verl auch über zusätzliche Einnahmen aus TV-Geldern und Vermarktung in Höhe von 351.000 Euro freuen. "Wir werden uns erst einmal von dem Spiel und der Feier regenerieren. Anfang der Woche werden wir uns dann sicherlich zusammensetzen, wie wir das Geld möglicherweise einsetzen", so Capretti.

Als 64. und letzter Teilnehmer für DFB-Pokal qualifiziert

Dass der SC Verl überhaupt am DFB-Pokal teilnehmen durfte, hatte er einer "Hintertür" zu verdanken. In einem Entscheidungsspiel gegen den  Oberliga Westfalen -Vizemeister  TuS Haltern  gab es einen 3:1-Erfolg. Das Entscheidungsspiel bestreiten normalerweise die beste westfälische Mannschaft aus der Regionalliga West und der Oberliga Westfalen-Meister.

Da der Regionalliga-Tabellendritte  SV Rödinghausen  als Westfalenpokalsieger aber bereits für den DFB-Pokal qualifiziert war und die  U 23 des FC Schalke 04  (Meister der Oberliga Westfalen) im DFB-Pokal nicht spielberechtigt ist, bekamen Verl und Haltern eine weitere Chance. Verl nutzte die Möglichkeit und qualifizierte sich damit erst als 64. und letzter Teilnehmer für den Wettbewerb.

"Am DFB-Pokal teilzunehmen, war eines unserer Saisonziele", so Guerino Capretti, der bei der vorherigen DFB-Teilnahme des SC Verl in der Saison 2010/2011 noch als Spieler auf dem Feld stand. "Dass wir dafür den etwas längeren Weg gehen mussten, hat uns zusätzlich motiviert."

Am liebsten auch in Runde zwei an der Poststraße

Einen Wunschgegner für die zweite Runde hat der Deutsch-Italiener nicht direkt. "Nach dem tollen Erlebnis gegen den FC Augsburg wäre es super, wenn die Mannschaft, der Verein, die Fans und die Stadt ein weiteres Highlight im eigenen Stadion erleben könnten", sagt der Trainer: "Klar, ein besonders attraktiver Gegner wie der FC Bayern München oder der FC Schalke 04 hätten auch ihren Reiz. Allerdings wäre dann ein Heimspiel bei uns an der Poststraße kaum umzusetzen."

Den guten Auftritt im DFB-Pokal sieht Capretti nun auch als Maßstab für die Liga. "Vor vielen Zuschauern gegen einen Bundesligisten zu spielen, motiviert bis in die Haarspitzen. Die Kunst ist es nun, diese Leistung auch in der Liga regelmäßig abzuliefern. Daran werde ich die Mannschaft auch messen. Wir wollen am nächsten Spieltag beim  SV Lippstadt 08  den ersten Ligasieg einfahren."

Zuvor könnte der SC Verl den ersten Schritt auf dem "kürzeren Weg" in Richtung einer erneuten DFB-Pokal-Teilnahme machen. Am Mittwoch (ab 19 Uhr) ist der West-Regionalligist beim RSV Meinerzhagen, dem Jugendverein von Bundesliga-Profi Nuri Sahin (SV Werder Bremen), in der ersten Runde des Westfalenpokals gefordert.

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