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Prävention |17.12.2019|15:00

Schlichter auf und abseits des Platzes

Besiri: "Gewalt ist ein generelles Problem, die Gesellschaft scheint grober zu werden."[Foto: Hans Krämer]

Er hat es binnen weniger Jahre als Schiedsrichter hinauf bis in die Regionalliga gebracht und engagiert sich außerdem stark für die Integration und Gewaltprävention: Arianit Besiri brachte nun beide Themenfelder zusammen. In seinem Heimat-Fußballkreis Trier-Saarburg sprach er im Rahmen einer Schiri-Belehrung vor seinen Kameraden und gab ihnen Tipps mit auf den Weg, wie es gar nicht erst zu brenzligen Situationen während und rund um die 90 Minuten kommen muss.

Mit 15 Jahren fing Besiri das Pfeifen an. "Damals fragte mich mein Trainer bei der C-Jugend des FSV Trier-Tarforst, ob ich mir am Wochenende ein paar Euro dazu verdienen wolle." Weil der heute 26-Jährige "cool fand, wie sich ein Schiedsrichter so auf dem Platz präsentiert", schlug er die Laufbahn des 23. Mannes ein.

Ziemlich am Anfang seiner Laufbahn musste der gebürtige Kosovare, der einst mit seinen Eltern noch als Säugling nach Trier umzog, Grenzerfahrungen machen: "Bei einem C-Ligaspiel habe ich zwei Rote Karten gezeigt. Anschließend waren einige so aggressiv, dass mich der Kapitän der einen Mannschaft in die Kabine begleiten musste."

Durch Übergriffe während der vergangenen Monate in Südhessen, Köln oder bei einem Südwestpokalspiel ist das Thema Gewalt auf dem Fußballplatz zuletzt wieder hochgekocht und verunsicherte nicht wenige Schiris. Ratschläge gab es nun von Besiri bei einer Belehrung für die Trier-Saarburger Unparteiischen. "Wenn der eine Spieler den anderen schlägt, ist der Fall klar. Da braucht man nicht zu fragen, ob es sich um Gewalt handelt. Die Rote Karte ist die Folge", so Besiri, der beim Fußballverband Rheinland Mitglied der Kommission für sozialpolitische Aufgaben und in Trier-Saarburg Integrationsbeauftragter ist.  

"Wenn ich erst sieben Minuten vorher am Spielort bin, mache ich mich angreifbar"

Doch es gibt auch Grauzonen, wie er aus eigener Erfahrung zu berichten weiß: "Ein Spieler sagt zu einem jungen Schiri: 'Pass auf, man sieht sich immer zweimal im Leben.' Solch ein Satz hat Wirkung." Besiri rät, sich "nicht in diese Zone reindrängen zu lassen" und so gar nicht erst zur Zielscheibe zu werden. Vor, während und nach der Partie könne man als Schiedsrichter durch bestimmte Aktionen deeskalierend wirken, sagte Besiri: "Wenn ich erst sieben Minuten vorher am Spielort bin, mache ich mich angreifbar." Auch ein gepflegtes Erscheinungsbild und ein höfliches, aber durchaus selbstbewusstes Auftreten gegenüber den Mannschaften können wichtig sein, um von Anfang auf dem Platz die nötige Autorität zu haben.

"Wir müssen sehen, entscheiden, bewerten"

Durch seinen Beruf als Kommissar bei der Bundespolizei weiß er das Thema Gewalt auch insgesamt einzuordnen: "Es ist ein generelles Problem. Die Gesellschaft scheint grober zu werden." Im Spiel selbst sei es wichtig, frühzeitig zu erkennen, wenn ein Akteur "heißgelaufen" sei: "Dann muss ich ihn mir zur Brust nehmen und auch zum Beispiel dem Kapitän oder Trainer sagen, dass mir das Verhalten desjenigen negativ auffällt."

Ehrlichkeit sei auch nach dem Abpfiff das Wichtigste, sagte der nach wie vor für den FSV Trier-Tarforst aktive Referee: "Wenn ich ein Handspiel im Strafraum kurz vor Schluss nicht gesehen habe, dann ist es so. Und das kann ich nach dem Spiel auch offen zugeben. Wir müssen sehen, entscheiden und bewerten – und das in Sekundenschnelle und ohne Videobeweis wie bei den Profis."

Respekt ist für ihn auch im Fußball elementar – und zwar unabhängig von der Herkunft, Religion und Hautfarbe. Besiri betont, dass Integration generell "keine Einbahnstraße ist". Menschen, die nach Deutschland kommen, hätten auch das Recht, ihre Kultur ausleben zu dürfen.

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