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Gipfelstürmer|18.03.2019|10:30

Schönwiesner: "Eines Tages den Mount Everest"

Sechs Tage bis zum Gipfel: Björn Schönwiesner (l.) mit Cousin und Onkel auf dem Kilimandscharo.[Foto: eigen]

Björn Schönwiesner, der in der Bayernliga Nord in dieser Spielzeit für den Tabellendritten TSV Großbardorf bereits 15 Treffer erzielt hat, ist ein echter Gipfelstürmer. Der 26-jährige Mittelstürmer war jetzt in Tansania, um dort den Kilimandscharo zu besteigen, mit 5895 Metern der höchste Berg Afrikas. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Schönwiesner über sein Abenteuer.

FUSSBALL.DE: Was hat Sie getrieben, den Kilimandscharo zu besteigen, Herr Schönwiesner?

Björn Schönwiesner: Mein Opa Andreas hatte bei mir bereits in der Kindheit die Leidenschaft zum Bergsteigen mit Wanderungen in die Alpen entfacht. Irgendwann kam dann bei mir der Wunsch auf, dass ich mich an eine Hochtour heranwage.

FUSSBALL.DE: Wie lange hat der Aufstieg auf den Kilimandscharo gedauert?

Schönwiesner: Insgesamt waren wir - mein Onkel Harald und mein Cousin Benedikt haben mich begleitet - sechs Tage unterwegs, bis wir den Gipfel erreicht hatten.

FUSSBALL.DE: Hatten Sie zuvor extreme Erfahrungen beim Bergsteigen gemacht?

Schönwiesner: Alles, was in den Alpen herumsteht - wenn man es als Übung ansehen will -, war für mich ein guter Einstieg. Beim Kilimandscharo bin ich aber erstmals über die 4000-er Grenze hinausgekommen. Man schläft auch in dieser Höhe, und am letzten Tag des Aufstieges sind wir von 4700 auf knapp 5900 Meter hoch.

FUSSBALL.DE: Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?

Schönwiesner: Da man sich nicht gezielt auf die Höhe vorbereiten kann, würde ich sagen: gar nicht! Durch den Fußballsport fühle ich mich topfit und habe mir keine Sorgen gemacht, dass ich die sechs Tage nicht durchwandern könnte.

FUSSBALL.DE: Was ging Ihnen auf dem Gipfel zuerst durch den Kopf?

Schönwiesner: Erst mal war ich froh, dass wir es gepackt hatten. Im Vorfeld wurde mir viel über eventuelle Höhenkrankheiten berichtet. Aber nichts von dem ist eingetroffen.

FUSSBALL.DE: Mit welchen klimatischen Bedingungen bekommt man es auf dem Kilimandscharo zu tun?

Schönwiesner: Der Aufstieg darf nur in Begleitung eines Guides unternommen werden. Unsere Träger hatten immer eine Notfallausrüstung dabei. Tagsüber herrschen dort zehn bis 15 Grad. Am Gipfeltag läuft man nachts um zwölf Uhr los, damit man zum Sonnenaufgang oben ist. Auf dem Gipfel hatten wir dann minus 20 Grad.

FUSSBALL.DE: Wie sah es mit Kleidung und Proviant aus?

Schönwiesner: Alles war organisiert. Jeder Person waren drei Begleiter zugeteilt. Sie tragen die Klamotten, Essen, Zelte und was man sonst noch so braucht. Das lebensnotwendige Wasser holen sie unterwegs aus Quellen. Wir waren im Grunde nur mit einem Tagesrucksack unterwegs.

FUSSBALL.DE: War der Afrika-Trip Ihr bislang größtes Abenteuer?

Schönwiesner: Der Aufstieg auf den Kilimandscharo gehört für mich auf jeden Fall zu den Top-Drei-Erlebnissen. Zwischen meinem Bachelor- und Masterstudium hatte ich für ein halbes Jahr eine Rundreise nach Neuseeland unternommen, darunter auch einen Abstecher ins Königreich Tonga. Auf der pazifischen Insel musste ich zwei Wochen ohne fließendes Wasser, Gas und dergleichen auskommen. Es war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Auch die Reise, die ich als 16-Jähriger im Zuge eines Schüleraustausches nach Rio de Janeiro gemacht und dabei in einer brasilianischen Gastfamilie verbracht hatte, werde ich nie vergessen.

FUSSBALL.DE: Welche Eindrücke haben Sie vor allem von Ihrer Reise zum Kilimandscharo mitgenommen?

Schönwiesner: Erstens: Die Erkenntnis, dass mich nichts mehr aufhält, wenn ich nach oben will. Zweitens: Wie gut es uns in Europa geht. Was die Lebensbedingungen angeht, ticken die Uhren in Afrika ganz anders. Wir jammern hier auf ganz hohem Niveau. Überspitzt gesagt: Wir diskutieren hier über die Dieselkrise, und in Afrika sind die Leute froh, wenn ein Auto vier Reifen hat.

FUSSBALL.DE: Ein Abenteuer in dieser Größenordnung muss geplant werden und kostet nicht wenig Geld. Hatten Sie externe Sponsoren für Ihre "Klettertour", oder sind Sie privat finanziell so gut aufgestellt?

Schönwiesner: Ich arbeite als Projektmanager in der Automobilindustrie. Insgesamt hat der Trip inklusive der Flüge rund 3500 Euro gekostet. Andere fliegen dafür drei Wochen in die USA. Wir haben nach dem Abstieg vom Kilimandscharo anschließend noch eine fünftägige Zelt-Safari durch insgesamt vier Nationalparks absolviert.

FUSSBALL.DE: Welches Abenteuer haben Sie sich als nächstes vorgenommen?

Schönwiesner: Nach meiner Fußballerkarriere möchte ich mir gerne einen weiteren Traum erfüllen und den Mount Everest zwar nicht besteigen, aber zumindest sehen.

FUSSBALL.DE: Wie haben Ihre Teamkollegen und Trainer beim TSV Großbardorf reagiert?

Schönwiesner: Schon 2017 hatte ich mit der Planung begonnen und im letzten Jahr die Mannschaft und den Trainer informiert. Einige haben gelächelt, andere reagierten mit Kopfschütteln. (lacht)

FUSSBALL.DE: Während Ihrer Abwesenheit ging die Auftaktpartie nach der Winterpause beim SV Seligenporten 2:3 verloren. Nach ihrer Rückkehr erzielten Sie nach Ihrer Einwechslung in der Partie bei der DJK Don Bosco Bamberg auf Anhieb wieder den 1:0-Siegtreffer. Wie war Ihre Gemütslage?

Schönwiesner: Solche Geschichten schreibt eben nur der Fußball. Ich habe mich in Afrika über die unglückliche Niederlage in der Nachspielzeit in Seligenporten informiert und war natürlich froh, dass ich der Mannschaft danach sofort wieder helfen konnte.

FUSSBALL.DE: Welche Ziele haben Sie sich für diese Spielzeit noch gesteckt?

Schönwiesner: Seit meiner Jugend spiele ich für den TSV Großbardorf und würde am liebsten mit meinem Heimatverein in die Regionalliga Bayern aufsteigen. Wir waren in der Vergangenheit immer nah dran, von daher hat sich an dieser Mission nichts geändert. Die Führung in der Torjägerliste spielt für mich dagegen eine untergeordnete Rolle. Unser Ziel ist, dass es für uns am letzten Spieltag noch um etwas geht.

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