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Ruhestand |13.09.2020|12:00

Seel: "Richtige Zeit für einen Schlussstrich"

Wolfgang Seel: "Irgendwann ist der richtige Zeitpunkt, einen Schlussstrich zu ziehen".[Foto: Getty Images]

Ex-Nationalspieler Wolfgang Seel (72) wurde nach 21 Jahren als DFB-Stützpunkttrainer im Saarland verabschiedet. Während seiner Profikarriere absolvierte der einstige Stürmer zwischen 1971 und 1986 insgesamt 361 Bundesligaspiele für den 1. FC Kaiserslautern, Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Saarbrücken. Im FUSSBALL.DE-Interview spricht Seel mit Mitarbeiter Peter Haidinger über seine bewegte Laufbahn.

FUSSBALL.DE: Vor wenigen Tagen wurden Sie nach 21 Jahren als DFB-Stützpunkttrainer im Saarland verabschiedet. Wie schwer ist Ihnen der Rückzug gefallen, Herr Seel?

Wolfgang Seel: Ich denke, mit 72 Jahren darf man aufhören. ( lacht ) Vor meiner Tätigkeit als Stützpunkttrainer hatte ich die U 19 und auch die zweite Mannschaft des 1. FC Saarbrücken trainiert. Meinen Sohn Fabian, der in wenigen Tagen 34 Jahre wird, habe ich an unserem Wohnort in der E- und D-Jugend beim SV Oberwürzbach betreut. Später stand er für die U 23 des 1. FC Saarbrücken im Tor. Ich war immer schon eng mit der Jugend verbunden. Aber irgendwann ist auch der richtige Zeitpunkt, um einen Schlussstrich zu ziehen.

Wie sind Sie DFB-Stützpunkttrainer im Saarland geworden?

"Corona hat uns in den vergangenen Monaten total ausgebremst"

Seel: Die Anfrage kam damals vom ehemaligen Bundesliga- und DFB-Trainer Dietrich Weise, unter dem ich bei Fortuna Düsseldorf noch selbst gespielt hatte. Als ich anfing, hatten wir im Saarland nur drei Stützpunkte, heute sind es sechs. Mein Kollege Uwe Recktenwald und ich waren damals für alle drei Stützpunkte verantwortlich. Inzwischen arbeiten an jedem Stützpunkt drei Trainer. Die Trainingseinheiten finden immer montags statt - mit rund 40 Talenten. Ich war für insgesamt 18 Vereine zuständig, habe mir die Jugendspiele am Wochenende angeschaut.

Wer wird Ihr Nachfolger und konnten Sie ihn noch einarbeiten?

Seel: Markus Kasubke musste ich nicht einarbeiten. Er ist Trainer, dreifacher Familienvater und weiß, wie man mit Kindern umzugehen hat. Zuvor hatte ich mit Michael Hepp und Uwe Recktenwald ein wunderbares Team gebildet, bei dem sich jeder auf den anderen verlassen konnte. Nebenbei hatte ich zusätzlich noch die Datenbank gepflegt, weil ich als Rentner vermeintlich die meiste Zeit hatte. ( lacht )

Mit welchen Tätigkeiten werden Sie sich künftig in Ihrer Freizeit beschäftigen?

Seel: Ich habe jetzt mehr Zeit, um mich um das Haus und alles, was damit zusammenhängt, zu kümmern. Außerdem kann ich mir samstags nun andere Spiele anschauen. Bis vor einem Dreivierteljahr hatte ich noch an jedem Mittwoch gemeinsam mit Sportjournalisten Fußball gespielt. Nach meiner Hüft-Operation, die zum Glück gut verlaufen ist, habe ich aber damit aufgehört, weil mir das Risiko einfach zu groß war.

Sie waren Stützpunkttrainer der ersten Stunde, haben das Talentförderprogramm mit aufgebaut. Was hat sich in den vielen Jahren vor allem verändert?

Seel: Die gesamte Sichtung hat sich verändert. Am Anfang hatten uns der Verband und die Kreisauswahltrainer die Spieler geschickt. Jetzt ist es so, dass wir uns die Spieler selbst aussuchen. Die Spieler der Jahrgänge 2010 wären jetzt eigentlich dran. Aber Corona hat uns in den vergangenen Monaten total ausgebremst.

Welche späteren Profis oder Nationalspieler konnten von Ihrem Wissen profitieren?

Seel: Nationalspieler Jonas Hector vom 1. FC Köln hat es bis ganz nach oben geschafft. Maik Franz, Florian Ballas, Michael Guthörl, Lukas Kohler oder Cedric Euschen sind weitere Namen, die mir auf Anhieb einfallen. Das größte Talent war aber die Nationalspielerin und Champions League-Seriensiegerin Dzsenifer Maroszán. Bei ihr konnte man bereits früh erkennen, dass sie ihren Weg machen und später erfolgreich sein wird. Sie war mit zwölf Jahren bereits besser als die meisten Jungs.

Mit 72 Jahren wirken Sie trotz der zwischenzeitlichen Hüftprobleme immer noch körperlich fit und austrainiert. Hat Sie der Fußball jung gehalten?

Seel: Das kann man so sagen. Ich hoffe auch, dass es noch lange so bleiben wird. Bei unseren Mittwoch-Spielchen in der Halle konnte ich gegen weitaus jüngere Gegenspieler noch ganz gut mithalten.

Sie haben während Ihrer Profilaufbahn 361 Bundesligaspiele für den 1. FC Kaiserslautern, Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Saarbrücken absolviert. Welche Spiele oder Momente werden Sie nie vergessen?

Seel: Das Endspiel im Europapokal der Pokalsieger mit Fortuna Düsseldorf, das wir erst in der Verlängerung 3:4 gegen FC Barcelona verloren hatten, war wohl die größte Herausforderung. Leider reichten meine beiden Tore nicht zum Sieg. Auch die beiden Titel im DFB-Pokal mit der Fortuna gehören sicher dazu. Beim 1:0 im Finale 1979 gegen Hertha BSC gelang mir in Hannover der einzige Treffer der Partie. Ein Jahr später wiederholten wir diesen Erfolg mit dem 2:1 in Gelsenkirchen gegen den 1. FC Köln. Mit damals 31 Jahren hatte ich meine beste Zeit aber bereits hinter mir.

Gibt es noch Kontakt zu den ehemaligen Fortuna-Mitspielern?

Seel: In der Regel treffen wir uns alle drei Monate morgens in der Altstadt in einem Düsseldorfer Café. Wegen Corona mussten wir aber eine Pause einlegen. Ich verbinde diese Treffen immer mit einer Übernachtung und freue mich auf das Wiedersehen mit Ex-Profis wie Gerd Zewe, Heiner Baltes, Dieter Brei, Egon Köhnen und vielen, vielen mehr. Torhüter Wilfried Woyke ist der Initiator dieser Treffen, ruft uns regelmäßig an.

Ihr erstes von insgesamt sechs Länderspielen bestritten Sie unmittelbar nach der Weltmeisterschaft 1974. Warum gehörten Sie nicht schon bei der WM im eigenen Land zum DFB-Aufgebot?

Seel: Das war in der Tat sehr schade, weil ich mich zu dieser Zeit in ausgezeichneter Form befand. Aber es hat ja auch ohne mich zum Titel gereicht. ( lacht ) Im ersten Spiel nach der Weltmeisterschaft gewannen wir dann in Basel gegen die Schweiz 2:1. In der zweiten Halbzeit wurde ich eingewechselt und bildete mit dem leider viel zu früh verstorbenen Reiner Geye und Dieter Herzog die Sturmreihe. Wir standen damals alle drei bei Fortuna unter Vertrag. Das war für Düsseldorf damals etwas ganz Besonderes. Danach stand ich für die WM 1978 in Argentinien im vorläufigen Kader, war sogar bei den Schallplatten-Aufnahmen dabei und hatte mitgesungen. Aber gegen Ende der Saison war ich so grottenschlecht, dass ich zurecht nicht mitgenommen wurde.

Ihr ehemaliger Verein 1. FC Saarbrücken, bei dem Sie auch dem Aufsichtsrat angehören, hat gerade den Aufstieg in die 3. Liga geschafft. Was kann man von dem Team in der neuen Saison erwarten?

Seel: Mein Herz schlägt in der Hauptsache jetzt für den 1. FC Saarbrücken. Ich habe dort viele Jahre gespielt, die Jugend trainiert und sitze mit meinen ehemaligen Mitspielern Egon Schmitt und Eugen Hach im Aufsichtsrat. Wir sind gut beraten, wenn wir uns erst einmal nur auf den Klassenverbleib konzentrieren. Es soll mir nur keiner erzählen, dass wir vorne mitspielen. Sollte es dennoch so kommen, habe ich aber auch nichts dagegen. 

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