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Guten Appetit! |03.12.2019|12:30

Spaghetti zum Frühstück, dann Viererpack!

"Der Spaghetti-Trick hat funktioniert": Patrick Flamm vom TSV 1899 Benningen trifft im Derby gegen den GSV Pleidelsheim viermal.[Foto: Ralf Poller/Avanti Foto]

Die furiose Aufholjagd von Tabellenführer TSV 1899 Benningen in der schwäbischen Kreisliga A1 Enz/Murr beim 4:3 (0:1) im Spitzenspiel und Derby gegen den GSV Pleidelsheim war eigentlich schon spektakulär genug. Schließlich lagen die Gastgeber gegen den Verfolger aus der Nachbarschaft (nur knapp sechs Kilometer entfernt) noch bis zur 83. Minute 1:3 zurück, ehe sie die Partie mit drei Treffern innerhalb von sechs Minuten drehten und sich damit doch noch mit einem Dreier in die Winterpause verabschiedeten.

Aber dann wäre da noch TSV-Torjäger Patrick Flamm. Der 30 Jahre alte Betriebswirt markierte alle vier Tore für den Ligaprimus, sorgte fast im Alleingang mit einem lupenreinen Hattrick in der Schlussphase für die Wende. Für seinen Gala-Auftritt hatte der einstige Landesligakicker eine einfache Erklärung. "Der Spaghetti-Trick hat funktioniert", so Flamm mit einem breiten Grinsen im Gespräch mit FUSSBALL.DE .

Was steckt dahinter? Patrick Flamm klärt auf: "Regelmäßig laden Edda und Helga, die beiden guten Seelen unseres Vereins, die Mannschaft bei Spielen zum Essen oder schon zum Frühstück ein. Wir treffen uns dann um 11 Uhr, es gibt belegte Brötchen. So war es auch vor der Partie gegen Pleidelsheim."

Der Stürmer allerdings "verschmähte" die leckeren Käse- und Wurstsemmeln, brachte lieber selbstgekochte Spaghetti ins Vereinsheim mit. "Da haben mich einige Teamkollegen schon schief angeschaut", verrät Flamm, der sich davon aber nicht abhalten ließ, die Teigwaren zu verputzen: "Schließlich benötigt man beim Fußball viel Energie."

"Schließlich benötigt man beim Fußball viel Energie"

Früherer Trainer begründet Tradition

Mit dem Spaghetti-Ritual setzt der Kreisliga-Knipser eine Tradition fort, die sein ehemaliger Trainer Detlef Olaidotter einst beim FC Marbach begründet hatte. "Vor wichtigen Spielen hatte Olai immer Spaghetti-Essen organisiert - zum einen wegen der Kohlenhydrate, aber sicher auch zur Förderung der Gemeinschaft. Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht."

Trotz des "Pasta-Dopings" sind allerdings vier Tore in einer Partie auch für Patrick Flamm alles andere als alltäglich - erst recht mit einer solchen Dramaturgie. "Wir waren lange Zeit nicht gut im Spiel, Pleidelsheim war die bessere Mannschaft. Um ehrlich zu sein, sah es nicht danach aus, als könnten wir das noch drehen", sagt er. Doch die Gäste, die mit einem Sieg bis auf vier Punkte an den Spitzenreiter herangekommen wären, hatten die Rechnung offenbar ohne Patrick Flamm gemacht. Schon für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich, den er aus kurzer Entfernung markiert hatte, war der Torjäger verantwortlich.

Erst in den letzten Minuten des Duells begannen die Spaghetti dann aber richtig zu wirken. Nach zwei Pässen in die Tiefe von Dennis Kolder und Davide Capella war Flamm jeweils gedankenschneller als sein Gegenspieler und glich innerhalb von zwei Minuten zum 3:3 aus. Die Krönung war dann der sehenswerte Volleytreffer mit dem rechten Außenrist zum Endstand. "Der Jubel war riesengroß. Statt uns auf die Pelle zu rücken, liegt Pleidelsheim jetzt erst einmal zehn Punkte zurück", stellte Benningens Viererpacker zufrieden fest.

Komplimente an Mitspieler 

Mit jetzt 22 Treffern nach 16 Spielen führt Patrick Flamm die Torschützenliste in der Kreisliga A1 Enz/Murr an. Allein in den vergangenen elf Partien steuerte er beachtliche 20 Tore bei, traf nur einmal nicht. Seine bisherige Bestmarke (33 Tore für den FC Marbach in der Aufstiegssaison 2012/2013) dürfte nach der Winterpause wackeln.

"Ich habe schon einen guten Lauf", erklärt der gebürtige Schwabe, gibt die Komplimente aber bescheiden an seine Kollegen in der TSV-Offensive weiter: "Ich profitiere ungemein von den hervorragenden Vorlagen und Flanken, besonders von Angelo de Capua und Marco Djurdjevic, die mich immer wieder einsetzen und gut aussehen lassen."

Gemeinsam soll am Saisonende nach zwei Jahren Abstinenz die Rückkehr in die Bezirksliga gefeiert werden, nachdem es in diesem Frühjahr mit dem Aufstieg nicht geklappt hatte. "Es war sehr bitter, in der Relegation zu scheitern. Das soll uns nicht noch einmal passieren. Dafür werden wir auch nach der Winterpause alles geben."

"Torjägerkanone für alle eine sehr coole Aktion"

Für den Titel in der Kreisliga und den Aufstieg würde der Fan des FC Bayern München - ganz Teamplayer - sogar auf den möglichen Gewinn der "Torjägerkanone für alle" verzichten, die in dieser Saison erstmals vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und FUSSBALL.DE in Kooperation mit dem Fachmagazin kicker und Volkswagen bis zur 11. Liga an die erfolgreichsten Torschützen vergeben wird. In der 9. Liga belegt Flamm bundesweit aktuell den 173. Platz.

"Das ist schon eine sehr coole Aktion für den Amateurfußball. Jeder Torjäger würde eine solche Auszeichnung gerne mitnehmen", findet auch Patrick Flamm: "Eine Aufstiegsparty und anschließende Mannschaftsfahrt wäre mir - wenn ich die Wahl hätte - aber noch lieber." Für seinen Viererpack gegen den GSV Pleidelsheim wird er übrigens auch noch selbst in die Tasche greifen müssen: "Da wird wohl eine Runde für die Mannschaft fällig. Entweder mit einem Kasten Bier - oder mit einem Spaghetti-Essen."


FUSSBALL.DE und der kicker starteten im November 2019 in Kooperation mit Volkswagen eine besondere Aktion: Die Torjägerkanone® für alle. In dieser Saison werden bei den Männern erstmals die besten Torjäger von der 3. Liga bis zur 11. Liga sowie bei den Frauen die treffsichersten Stürmerinnen bis zur 7. Liga offiziell mit der Torjägerkanone prämiert. Im Jahr des 100. Geburtstags des kicker dürfen bundesweit Goalgetter aus insgesamt 2302 Staffeln – 2022 bei den Männern, 280 bei den Frauen – von der Torjägerkanone träumen. Zur aktuellen Übersicht.

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