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Promi-Team |24.01.2020|13:45

Promi-Auswahl: Die Ü 32 der Spandauer Kickers

Großer Titelfavorit in der Ü 32-Verbandsliga: Der mit Promis gespickte FSV Spandauer Kickers.[Foto: FSV Spandauer Kickers]

Fußballalltag in Deutschland: An jedem Wochenende lassen ehemalige Profis oder zumindest frühere Regional- und Oberligakicker ihr Können noch einmal bei den Alten Herren oder in diversen Ü-Mannschaften aufblitzen. In zahlreichen Oldie-Teams steht der eine oder andere Fußballer, der zu seinen "besten" Zeiten höherklassig gespielt hat. Bei den Alten Herren (Ü 32) des FSV Spandauer Kickers hat sich seit der Gründung der Mannschaft im Jahr 2013 allerdings eine Ansammlung von Ex-Profis zusammengefunden, die wohl bundesweit ihresgleichen sucht.

Mit Promifußballern wie beispielsweise Torhüter Marco Sejna (47/früher unter anderem Hertha BSC), Benjamin Köhler (39/Eintracht Frankfurt), Maik Franz (38/VfL Wolfsburg), Daniel Ziebig (37/FC Energie Cottbus), Josip Landeka (32/Chemnitzer FC), Chinedu Ede (32/FSV Mainz 05), Guido Spork (45/VfL Osnabrück), Karim Benyamina (38/1. FC Union Berlin), Halil Savran (34/FC Hansa Rostock) oder dem neuesten Zugang Michael Delura (34/FC Schalke 04) stehen Spieler im Kader, die hunderte Erst- und Zweitligapartien auf dem Buckel haben.

Ein kleiner Auszug gefällig? Der frühere U 21-Nationalspieler Köhler stand mit Frankfurt 2006 im DFB-Pokal-Finale (0:1 gegen Bayern München), Ziebig mit Cottbus 2011 immerhin im Halbfinale (1:2 gegen den MSV Duisburg). Benyamina ist Rekordtorschütze von Union Berlin und bestritt zwei A-Länderspiele für Algerien.

Ede wurde - gemeinsam übrigens mit Manuel Neuer, Mats Hummels, Jerome Boateng, Benedikt Höwedes, Sami Khedira, Mesut Özil und Sandro Wagner - 2009 in Schweden U 21-Euroapameister. Und das ist noch nicht alles. Kein Wunder also, dass die Kickers die Berliner Ü 32-Verbandsliga anführen und auch aktueller Deutscher Meister sind.

"Das Teambuilding ist unglaublich. Alle sind positiv, ziehen an einem Strang und gehen mit viel Spaß an die Sache heran"

Wie aber hat es der FSV Spandauer Kickers, dessen erste Mannschaft in der sechstklassigen Berlin-Liga im Tabellenmittelfeld rangiert, nur geschafft, dass die Fußballprominenz, die zu ihren besten Zeiten vor 70.000 Zuschauern am Ball war, nun vor fast leeren Rängen die gleiche Begeisterung aufbringt wie zu früheren Zeiten?

Alles begann mit Ben-Hatira

"Der Spaß steht bei uns klar im Vordergrund", sagt Trainer Aleksandar Simic. "Dass so viele frühere Profis für uns kicken, hat sich durch Mundpropaganda über die Jahre entwickelt. Jeder will nach seiner Karriere gerne bei uns dabei sein."

Begonnen hatte alles damit, dass es Gründungsmitglied Oliver Kelm 2013 gelang, Aymen Ben-Hatira (inzwischen 39 Jahre/früher SV Babelsberg 03 ) für das Projekt zu gewinnen. Der ältere Bruder von U 21-Europameister Änis Ben-Hatira (31/früher HSV und Hertha BSC, zuletzt Honved Budapest) ließ seine Kontakte spielen.

Auch Ex-Profi Andreas Biermann, der sich stark für die Aufklärungsarbeit zum Thema Depression im Spitzensport eingesetzt hatte, sich jedoch am 18. Juli 2014 das Leben nahm, war bei den Anfängen dabei. "Sein Tod hat uns sehr bewegt und noch mehr zusammengeschweißt. Danach wollten wir unbedingt Titel für Andreas gewinnen", sagt Trainer Simic.

Um dabei mitzuhelfen, werden keine Kosten und Mühen gescheut. So nimmt Daniel Ziebig, der als U 17-Trainer für den Halleschen FC arbeitet, regelmäßig 160 Kilometer Anfahrt in Kauf, um dabei zu sein. Nicht ganz so oft schafft es Maik Franz, der als Leiter der Lizenzspielerabteilung beim Drittligisten 1. FC Magdeburg stark eingespannt ist. Viele Spieler sind aber auch nach wie vor in der Hauptstadt aktiv. So arbeiten etwa Michael Delura und Marco Sejna als Co- beziehungsweise Torwarttrainer für den Nordost-Regionalligisten FC Viktoria Berlin , für den früher auch Karim Benyamina stürmte.

Triple im ersten Jahr

Aleksandar Simic, der 2015 selbst als Spieler bei den Spandauer Kickers angefangen hatte und vor zwei Jahren den Trainerposten bei der Ü 32 übernahm, sieht den Charakter der Mannschaft als Grundstein des Erfolges. Der 37-Jährige, der zuvor beim Berliner Landesligisten 1. FC Wilmersdorf für die B- und A-Junioren tätig war und anschließend auch als Vorstandsmitglied arbeitete, lobt seine Spieler: "Das Teambuilding ist unglaublich. Alle sind positiv, ziehen an einem Strang und gehen mit viel Spaß an die Sache heran."

Die Folge: Gleich in seinem ersten Trainerjahr gelang Simic mit der Promi-Auswahl das Triple. Dank eines Treffers von Shergo Biran (früher VfL Osnabrück, Union Berlin, Dynamo Dresden und 1. FC Magdeburg) gewannen die Kickers in Nordhorn durch ein 1:0 im Finale gegen den SC Condor Hamburg erstmals die Deutsche Meisterschaft.

Zuvor hatte das Team bereits den Verbandsliga-Titel und den Erfolg im Berliner Pokal eingefahren. Der von seiner Krebserkrankung geheilte Benjamin Köhler glänzte im Pokalendspiel gegen Stern 1900 (2:0) als Doppeltorschütze. In diesem Jahr streben die Spandauer am 12./13. Juni bei der Deutschen Altherren-Meisterschaft in Neuenburg im Schwarzwald die Titelverteidigung an.

100-Tore-Marke im Visier

In den Verbandsliga-Betrieb steigt der noch unbesiegte Tabellenführer (elf Siege und zwei Remis aus 13 Begegnungen) am Sonntag, 9. Februar, mit dem Auswärtsspiel beim Grünauer BC 1917 wieder ein. Bis dahin steht einmal pro Woche eine Trainingseinheit ohne Anwesenheitspflicht auf dem Programm. Auch das eine oder andere Freundschaftsspiel wird absolviert. So trug sich Winterzugang Michael Delura bei seinem Debüt gegen die erste Mannschaft von Berlin Hilalspor aus der Verbandsliga (4:5) gleich dreimal in die Torschützenliste ein.

"Unser Kader umfasst insgesamt 30 Spieler. Nicht alle können aufgrund von beruflichen Terminen immer dabei sein", erklärt Trainer Aleksandar Simic. "Dennoch bringen wir jeden Spieltag mit 15 Akteuren eine schlagkräftige Truppe auf dem Platz."

Bei einem bisherigen Schnitt von etwas mehr als sechs Toren pro Spiel (insgesamt 80 Treffer) ist der FSV Spandauer Kickers auch großer Favorit auf die Titelverteidigung. Die besten Schützen sind Benyamina (17 Tore), Biran und Köhler (je zwölf). "Ende Februar wird die 100-Tore-Marke geknackt", sagt Simic. "Sonst bekommen die Spieler ein Problem mit mir", so der Coach weiter und lacht.

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