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Heldentat |26.08.2019|19:00

Spieler rettet Schiedsrichter das Leben

Fridtjof Seiffert: "Jeder kann zum Lebensretter werden, wenn er in einer kritischen Situation das Richtige tut."[Foto: imago/privat/Collage Fussball.de]

Es ist der 3. August, als sich der Kreisligist SV Merseburg-Mauschau aus Sachsen-Anhalt und der SV Burgwerben gegenüberstehen. Kaba Diakite bringt die Gäste in der 12. Minute in Führung, ehe Jeremy Zedler in der 23. Minute zum 1:1 ausgleicht. Keine zehn Minuten später wird der Fußball zur völligen Nebensache – und Fridtjof Seiffert zum Lebensretter. Schiedsrichter Andreas Mingram erleidet mitten auf dem Platz einen Herzstillstand. Fridtjof Seiffert steht ganz in der Nähe und weiß, was jetzt zu tun ist, er ist gelernter Gesundheitspfleger. Im Interview mit FUSSBALL.DE schildert er seine Heldentat.

FUSSBALL.DE: Fridtjof Seiffert, was ist am 3. August gegen 14.30 Uhr genau passiert?

Fridtjof Seiffert:  Der Schiedsrichter hat gepfiffen und ist dann zusammengebrochen. Ich war ganz in der Nähe und bin sofort zu ihm hingerannt. Dann habe ich ihn auf dem Boden zunächst in die stabile Seitenlage gebracht, aber als ich gemerkt habe, dass er keine Luft bekommt und sein Puls ganz schwach war, wusste ich, dass die Situation sehr, sehr ernst ist.

Was haben Sie dann gemacht?

"Es wäre gut und wichtig, wenn in jeder Mannschaft ein Ersthelfer zur Verfügung steht"

Seiffert: Ich habe sofort mit einer Herzdruckmassage begonnen, um den Schiedsrichter zu reanimieren. Dabei hat mich unser Physiotherapeut unterstützt. Den anderen Spielern haben wir zugerufen, dass sie schnell den Notarzt verständigen sollen. Der Rettungswagen war dann auch nach wenigen Minuten da. In der Zeit war ich ständig mit der Leitstelle verbunden und habe Anweisungen bekommen, wie ich mich verhalten soll.

Sie wussten aber ohnehin, was zu tun ist, oder?

Seiffert: Ja, das war schon wichtig. Ich habe in dem Moment einfach nicht nachgedacht, was passieren könnte, sondern einfach funktioniert. Natürlich kann jeder zum Lebensretter werden, wenn er in einer kritischen Situation das Richtige tut. Ich könnte aber auch verstehen, dass sich das nicht jeder zutraut und gewisse Berührungsängste hat, wenn plötzlich ein Mensch leblos vor einem liegt. Jeder hat ja spätestens vor der Führerscheinprüfung einen Erste-Hilfe Kurs absolviert und da gelernt, wie man sich in einer Notsituation verhält. Wenn man, wie ich, aber aus diesem Bereich kommt, dann ist man vielleicht etwas ruhiger und sicherer in seinem Handeln.

Aufgrund etlicher Herztode auch prominenter Fußballer sind inzwischen Defibrillatoren zumindest im Profifußball Pflicht. Was könnte man nach Ihren jüngsten Erfahrungen im Amateurfußball tun, damit man kein ausgebildeter Gesundheitspfleger sein muss, um auf dem Platz Leben retten zu können?

Seiffert: Ich würde mir zumindest wünschen, dass alle Beteiligten – Spieler, Trainer, Verantwortliche und so weiter – für das Thema mehr sensibilisiert werden. Dass alle jedes Jahr dazu verpflichtet werden, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen, ist vielleicht unrealistisch, aber es wäre gut und wichtig, wenn in jeder Mannschaft ein Ersthelfer zur Verfügung steht. In Kampfsportarten, wie zum Beispiel Judo, ist das ja längst Pflicht.

Wie gefährlich ist es denn aus Ihrer Sicht, Fußball zu spielen?

Seiffert: Das kann man schlecht pauschal bewerten, es geht ja nur ganz selten um Leben und Tod. Meistens sind es doch normale Verletzungen, mit denen man zu tun hat. Das Risiko muss jeder mittragen, der Fußball spielt. Ich jedenfalls habe jetzt nicht ständig im Hinterkopf, dass wieder jemand einen Herzstillstand auf dem Platz erleidet.

Herr Mingram konnte inzwischen das Krankenhaus verlassen und ist auf dem Weg der Besserung. Hat er sich schon persönlich bei Ihnen bedankt, dass Sie ihm das Leben gerettet haben?

Seiffert: Selbstverständlich! Er hat mich am vergangenen Dienstag vor unserem Training besucht und war natürlich sehr dankbar und auch ein wenig gerührt. Er war noch etwas geschwächt, aber schon wieder guter Dinge und positiv gestimmt. Er hat mir verraten, dass er jetzt erst einmal in die Reha fährt und danach will er sich wieder bei mir melden. Wir bleiben also in Kontakt und ich freue mich sehr, dass es so ausgegangen ist.

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