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S04-Trainer |16.11.2018|15:00

Sprung von Oberliga in Bundesliga? "Möglich"

S04-Coach Torsten Fröhling: "Unsere Spieler sind wissbegierig und treten mit totaler Hingabe auf."[Foto: imago/RHR-Foto]

Im Gegensatz zu den Profis in der Bundesliga läuft es für die zweite Mannschaft des FC Schalke 04 in der Oberliga Westfalen wie am Schnürchen. Unter Trainer Torsten Fröhling (52), der die U 23 im Sommer als Nachfolger von Onur Cinel (33) übernommen hatte, eilen die Gelsenkirchener in der 5. Liga von Sieg zu Sieg. Nicht weniger als 14 von 15 Saisonspielen gewann S04. Der Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsrang beträgt bereits 14 Punkte. Die Schalker scheinen ihrer haushohen Favoritenrolle gegen Kontrahenten wie Rot Weiss Ahlen, SV Schermbeck oder FC Brünninghausen also gerecht zu werden.

Im Interview mit FUSSBALL.DE spricht Torsten Fröhling über die Favoritenrolle an jedem Spieltag, die Gründe für den Erfolg und die besondere Herausforderung als Trainer.

FUSSBALL.DE: Elf Siege in Folge, von 15 Begegnungen 14 gewonnen: Haben Sie so etwas schon einmal erlebt, Herr Fröhling?

Torsten Fröhling: Weder als Spieler noch als Trainer. Es gab immer mal gute Phasen mit mehreren Siegen hintereinander. Ich erinnere mich zum Beispiel an eine gute Rückrunde mit Altona 93. Manchmal haben wir 8:0 gewonnen. Eine so lange Serie wie jetzt mit Schalke gab es aber noch nie.

"Es gilt, den Aufstieg in die Regionalliga zu realisieren. Dass eine zweite Mannschaft eines Bundesligisten wie dem FC Schalke 04 dorthin gehört, ist unstrittig"

FUSSBALL.DE: Wo liegen die Gründe für das gute Abschneiden?

Fröhling: Wir haben auf jeden Fall einen sehr guten Kader. Damit meine ich nicht nur die fußballerische Qualität, sondern vor allem den Charakter. Unsere Spieler sind wissbegierig und treten mit totaler Hingabe auf. Man merkt, dass sie etwas erreichen wollen. Das gilt genauso für die Spieler, die nicht so viel Einsatzzeit bekommen. Auch sie geben alles. Wir als Trainer- und Funktionsteam erkennen das an. Das merken wiederum die Spieler. Bei uns ziehen alle an einem Strang.

FUSSBALL.DE: Am Mittwoch holte Ihre Mannschaft beim 3:1 gegen Rot Weiss Ahlen einen frühen Rückstand auf. Sind also auch Rückschläge kein großes Problem?

Fröhling: Der Gegentreffer ist sehr früh gefallen. Daher hatten wir fast 90 Minuten Zeit, um die Partie zu drehen. Von der Willensleistung her war es eines der besten Saisonspiele. Unserer Mannschaft sind zwar viele Fehler unterlaufen. Das ist jedoch in Ordnung, solange jeder bereit ist, die Fehler der anderen auszubügeln. Wir haben uns vom Rückstand nicht beeindrucken lassen, mutig und teilweise mit hohem Tempo nach vorne gespielt.

FUSSBALL.DE: Der Vorsprung auf Rang drei beträgt bereits 14 Punkte. Erkennen sie darin auch eine Gefahr?

Fröhling: Aktuell haben wir ein Spiel mehr absolviert als die Konkurrenz. Von daher kann der Vorsprung durchaus wieder geringer werden. Dass wir einige Zähler vor den anderen Teams liegen, damit müssen wir schon seit Wochen umgehen. Bisher haben wir es gut hinbekommen. Deshalb mache ich mir keine Sorgen, dass sich daran plötzlich etwas ändert.

FUSSBALL.DE: Also kann auf dem Weg zum Aufstieg nichts mehr schiefgehen?

Fröhling: Schiefgehen kann immer etwas. Unsere Mannschaft ist nicht nur extrem jung. Sie weckt darüber hinaus Begehrlichkeiten. Wer weiß, was im Winter ist. Deshalb tun wir gut daran, uns bis dahin ein möglichst großes Punktepolster anzulegen.

FUSSBALL.DE: In der vergangenen Saison waren die Schalker in der Abschlusstabelle gerade einmal Tabellensechster. Was ist nun anders?

Fröhling: Es ist manchmal gar nicht so schlecht, wenn ein Trainer zu einem Verein kommt und niemanden kennt. Das war in meinem Fall so. Ich kann daher zur Vorsaison nichts sagen. Jeder hat bei mir eine neue Chance bekommen.

FUSSBALL.DE: Was ist für Sie als Trainer die besondere Herausforderung in dieser Saison?

Fröhling: Es macht mir riesigen Spaß, mit Spielern im Übergangsalter zu arbeiten und sie weiterzuentwickeln. Viele unserer Spieler sind gerade aus der U 19 aufgerückt und absolvieren ihr erstes Jahr im Seniorenfußball. Wir als Trainerteam wollen alle unsere Spieler so ausbilden, dass aus ihnen mal etwas wird. Der sportliche Erfolg stellt sich automatisch ein, wenn wir das schaffen.

FUSSBALL.DE: Nimmt die Schalker U 23 in der Oberliga eine ähnliche Rolle ein wie der FC Bayern München in der Bundesliga?

Fröhling: Jeder will uns bezwingen und keiner hat gegen uns etwas zu verlieren. Das ist sicher in der Bundesliga gegen Bayern München ganz ähnlich. Wenn Mannschaften gegen uns antreten, rechnen die meisten damit, dass wir gewinnen. Der Gegner kann somit viel lockerer aufspielen. Für uns ist das eine der Herausforderungen, die wir meistern müssen. Entscheidend ist, dass bei uns keine Monotonie aufkommt.

FUSSBALL.DE: Wie sehr ärgert Sie eigentlich noch die einzige Niederlage vom 4. Spieltag? Damals verlor Ihre Mannschaft daheim 0:2 gegen den 1. FC Gievenbeck.

Fröhling: Wir waren nicht davon ausgegangen, dass wir einen Durchmarsch hinlegen. Die Niederlage gegen Gievenbeck bewerte ich rückblickend eher als positiv. Zwar kam sie nach drei Siegen zu Saisonbeginn etwas zu früh. Die Schlüsse, die wir daraus gezogen haben, waren allerdings genau richtig. Seit der Partie wissen wir, dass 70 bis 80 Prozent in keiner Begegnung ausreichen. Wir müssen immer 100 Prozent in die Waagschale werfen.

FUSSBALL.DE: Der Wiederaufstieg in die Regionalliga West ist ein Schritt von mehreren, die noch kommen sollen. Was ist mittelfristig mit der U 23 geplant?

Fröhling: Erst einmal gilt es, den Aufstieg in die Regionalliga zu realisieren. Dass eine zweite Mannschaft eines Bundesligisten wie dem FC Schalke 04 dorthin gehört, ist unstrittig. Die Regionalliga sehe ich als hervorragende Plattform für die Entwicklung junger Spieler. Wenn sich 18- bis 19-Jährige in der 4. Liga ihre Sporen verdienen und regelmäßig zum Einsatz, haben sie mit 21 Jahren wichtige Erfahrungen gesammelt, die ihnen keiner nehmen kann und von denen sie im weiteren Verlauf ihrer Karriere profitieren werden.

FUSSBALL.DE: Die Ausbildung ist neben dem sportlichen Erfolg Ihre Hauptaufgabe. Ist es jedoch für Spieler überhaupt möglich, den Sprung aus der Oberliga in die Bundesliga zu schaffen?

Fröhling: Das denke ich schon. Schließlich wachsen Spieler mit ihren Aufgaben. Sie müssen selbstverständlich die fußballerischen und physischen Voraussetzungen mitbringen. Natürlich kann man nicht plötzlich vier bis fünf von ihnen auf einmal in eine Bundesliga-Mannschaft einbauen. Ein bis zwei junge Spieler sind aber möglich. Die erfahrenen Leute daneben sind in der Lage, sie zu führen.

FUSSBALL.DE: Was können Ihre Spieler andererseits in der Oberliga lernen?

Fröhling: Die Zuschauer sind in manchen Stadien sehr nah am Spielfeld. Als Spieler bekommst du da manchmal einiges an den Kopf geworfen. Genau da sollen sie aber jetzt durch und ihre Erfahrungen sammeln. Jeder unserer Spieler will irgendwann am liebsten vor 30.000 oder noch mehr Zuschauern spielen. Das ist noch einmal eine andere Nummer. Der zweite große Punkt ist Beständigkeit. Es reicht nicht, nur ein gutes Spiel oder sogar nur einige gute Minuten abzuliefern. Woche für Woche gilt es, konstant Leistung abzurufen.

FUSSBALL.DE: Schalke 04 ist Ihre erste Station im Ruhrgebiet. Gefällt es Ihnen?

Fröhling: Mir gefällt es super. Ich wurde prima aufgenommen, die Menschen sind herzlich und offen. Bis Hamburg sind es, wenn die Autobahn frei ist, knapp drei Stunden. Vorher musste ich immer aus München nach Hamburg fahren. Meine Frau wohnt mit unseren schulpflichtigen Kindern dort. Sie besuchen mich in den Ferien und meine Frau hat sogar gesagt, dass sie sich vorstellen könnte, hier zu wohnen. Das kam bisher noch nicht so häufig vor.

FUSSBALL.DE: Sie waren auch schon Trainer in der 2. und 3. Liga. Will man als Trainer automatisch in diesen Bereich zurück?

Fröhling: Ich mache gerade genau mein Ding. Ich bin kein Trainer, der sich über die Höhe der Liga definiert, in der er arbeitet.

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