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|08.05.2018|15:30

St. Paulis Serie endet 2004 erst im Halbfinale

In der Pokalsaison 2005/06 ist der Regionalligist FC St. Pauli die Überraschung des Wettbewerbs[Foto: Getty Images/DFB]

Der deutsche Pokalwettbewerb blickt auf eine lange Tradition zurück. Rechnet man den Tschammer-Pokal als Vorgänger hinzu, existiert der deutsche Pokalwettbewerb seit 82 Jahren. Am 11. August startete der DFB-Pokal in seine 75. Saison. Passend zum Jubiläum präsentiert DFB.de in einer neuen Serie 75 eindrucksvolle Fakten.

75 Fakten zur 75. Pokalsaison

1

1935: Eintracht Bad Kreuznach und der SV Waldhof Mannheim bestreiten am 18. August 1935 das erste nationale Pokalspiel. Der SV Waldhof gewinnt die Partie mit 6:1.

2

1935: Hertha BSC muss gleich im ersten nationalen Pokalspiel beim VfL Bitterfeld in die Verlängerung (2:1 n.V.). Ein Omen für die Vereinsgeschichte, im Achtelfinale 2017 bei Borussia Dortmund (3:4 n. E.) geht die Hertha zum 51. Mal im Pokal über 90 Minuten hinaus - Rekord im nationalen Pokal-Wettbewerb.

3

1935: Das Erstrundenspiel zwischen dem Elsterberger BC und dem 1. SV Jena endet 4:4. Aufgrund dessen kommt es am 8. September 1935 zum ersten Wiederholungsspiel der Pokal-Geschichte, das Jena mit 4-2 gewinnt.

4

1936: 1936 ist das einzige Jahr in der Geschichte des nationalen Pokal-Wettbewerbs, in dem trotz Austragung kein Finale stattfindet. Das Endspiel des Tschammer-Pokals 1936 wird erst am 3. Januar 1937 ausgetragen, dabei schlägt der Außenseiter VfB Leipzig die hoch favorisierten Schalker um Ernst Kuzorra in Berlin mit 2:1.

5

1937: Der FC Schalke 04 gewinnt als erster deutscher Verein das Double aus Meisterschaft und Pokal. Das Tschammer-Pokalfinale findet allerdings erst am 8. Januar 1938 statt. Schalke schlägt Fortuna Düsseldorf im Müngersdorfer Stadion in Köln nach Toren von Ernst Kalwitzki und Fritz Szepan (Gegentor: Paul Janes) mit 2:1.

6

1938: Am 28. August 1938 trifft Helmut Schön beim 13:0 des Dresdner SC gegen Preußen Greppin siebenmal und stellt einen Pokal-Rekord auf. Nur Ernst Willimowski (1860 München) im Jahr 1942 und Dieter Hoeneß (VfB Stuttgart) 1978 gelangen später ebenfalls sieben Tore in einem Tschammer- bzw. DFB-Pokalspiel.

7

1939: Rapid Wien gewinnt am 8. Januar 1939 durch ein 3:1 im Finale gegen den FSV Frankfurt als erster Klub außerhalb der heutigen Landesgrenzen der Bundesrepublik Deutschland den Tschammer-Pokal. Drei Jahre später wiederholt der First Vienna FC dieses Kunststück mit einem 3:2 n.V. gegen den Luftwaffen-Sport-Verein Hamburg.

8

1941: Durch ein 2:1 im Finale gegen Schalke 04 gelingt dem Dresdner SC am 2. November 1941 als erstem Klub Deutschlands die Titelverteidigung im nationalen Pokal-Wettbewerb. Bereits 1940 hatte die Mannschaft um Helmut Schön den Tschammer-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen.

9

1942: Die Schalker Ernst Kalwitzki, Ernst Kuzorra, Fritz Szepan, Hans Bornemann und Otto Schweisfurth verlieren am 15. November 1942 zum vierten Mal ein deutsches Pokalfinale (1935, 1936, 1941, 1942). Diesen Rekord stellt Mats Hummels im Dress von Borussia Dortmund erst am 21. Mai 2016 ein (2008, 2014 bis 2016).

10

1943: Der Tschammer-Pokalsieger First Vienna FC 1894 stellt mit Rudolf Noack und Karl Decker die beiden besten Torschützen im Pokal-Wettbewerb 1943 (jeweils 10 Tore). Zwei Spieler eines Klubs mit zweistelliger Torausbeute in einer Pokalsaison sind bis heute Rekord. Wien wurde durch den Erfolg des First Vienna FC auch die erste Stadt, die zwei unterschiedliche Pokal-Sieger stellte.

11

1952: Am 26. Dezember 1952 spielt der FC St. Pauli gegen Hamborn 07 im Achtelfinale auf dem Hamburger Heiligengeistfeld - mit dabei ist das deutsche Fernsehen, das erstmals eine Partie live im TV überträgt.

12

1955: Im Finale zwischen dem KSC und dem FC Schalke stehen sich am 21. Mai 1955 in Braunschweig mit Adolf Patek und Eduard Frühwirth (beide Österreich) erstmals zwei ausländische Trainer im Endspiel gegenüber (der KSC gewann 3:2). Schon 1939 hatte mit Leopold Nitsch (Rapid) ein Österreicher den Deutschen Pokal gewonnen.

13

1956: Am 5. August 1956 bezwingt der KSC den HSV im Finale mit 3:1 und macht damit Ludwig Janda zum ersten Trainer, der zuvor bereits als Spieler den deutschen Pokal gewonnen hatte (1942). Aki Schmidt, Thomas Schaaf und Jupp Heynckes sind die einzigen anderen, denen dies später noch gelingen sollte.

14

1957: Am 29. Dezember 1957 gewinnt Kurt Sommerlatt mit dem FC Bayern das DFB-Pokalfinale gegen Düsseldorf mit 1:0 und wird nach seinen Triumphen mit dem KSC 1955 und 1956 als erster und bisher einziger Spieler zum dritten Mal in Folge DFB-Pokalsieger.

15

1958: Beim 4:3-Endspielsieg des VfB Stuttgart gegen Fortuna Düsseldorf in Kassel läuft VfB-Torhüter Günter Sawitzki zur Verwunderung aller - darunter auch Bundestrainer Sepp Herberger, der zur Beobachtung des Keepers gekommen ist - mit Mütze auf. Der Grund: Sawitzki trägt einen kleinen Zopf und will diesen mit der Mütze vor dem strengen Herberger verstecken.

16

1959: Schwarz-Weiß Essen holt als Oberliga-Aufsteiger am 27. Dezember 1959 durch ein 5:2 gegen den späteren Bundesligisten Borussia Neunkirchen den DFB-Pokal und ist bis heute der einzige Klub seit Kriegsende, der den Titel gewann, ohne jemals eine Saison in der obersten Spielklasse gespielt zu haben.

17

1960: Borussia München-Gladbach sichert sich am 5. Oktober 1960 den DFB-Pokal durch ein 3:2 im Finale gegen den KSC. Sechs Tage später, am 11. Oktober 1960, wird die Stadt (und damit auch der Klub) durch die nordrhein-westfälische Landesregierung in Mönchengladbach umbenannt.

18

1961: Zum 2:0-Endspielsieg des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Kaiserslautern am 13. September 1961 kommen nur rund 13.000 Zuschauer in die Glück-Auf-Kampfbahn in Gelsenkirchen und sehen den ersten Titelgewinn der Bremer. Weniger als 20.000 Zuschauer waren es bei keinem anderen DFB-Pokalfinale.

19

1963: Im DFB-Pokalfinale am 14. August 1963 schießt "Uns Uwe" Seeler in Hannover den HSV mit drei Toren gegen Borussia Dortmund (3:0) zum ersten Pokalsieg. Seeler ist der erste Spieler, dem drei Tore in einem DFB-Pokalfinale gelingen.

20

1964: Nach Gründung der Bundesliga wird die Pokalsaison an die Liga angepasst und die Endspiele zum Saisonende ausgetragen. 1860 München gewinnt schließlich mit 2:0 gegen Eintracht Frankfurt im Juni 1964 den Pokal-Wettbewerb, für dessen Gewinn zum letzten Mal die alte Trophäe, der Tschammer-Pokal, überreicht wird.

21

1965: Der Kölner Künstler Wilhelm Nagel, damals Dozent an den Kölner Werkschulen, wird beauftragt, eine neue Trophäe zu entwerfen. Den neuen und bis heute vergebenen Pokal nimmt 1965 als erste Mannschaft Borussia Dortmund in Empfang. Mehr Infos zur DFB-Pokaltrophäe gibt es hier .

22

1966: Mit Borussia Dortmund, dem DFB-Pokalsieger von 1965, gewinnt erstmals ein deutsches Team einen Europapokal. Im Europacup der Pokalsieger besiegt der BVB im Finale in Glasgow am 5. Mai 1966 den FC Liverpool mit Trainerlegende Bill Shankly mit 2:1 nach Verlängerung. Mehr zum Triumph des BVB lesen Sie hier .

23

1967: Rainer Ohlhauser, der mit dem FC Bayern bereits im Vorjahr den DFB-Pokal gewonnen und dabei getroffen hatte, erzielt im Finale 1967 am 10. Juni in Stuttgart das 2:0 und ist damit der erste Spieler der Pokalgeschichte, der in zwei aufeinanderfolgenden Endspielen trifft. Wenig später tut es ihm Dieter Brenninger gleich.

24

1969: Dank eines Doppelpacks von "Bomber" Gerd Müller am 14. Juni 1969 gegen Schalke wird der FC Bayern mit dem vierten Titel alleiniger Rekordsieger des Wettbewerbs und behält diese Position bis heute. Müller ist bis heute der einzige Spieler, der in zwei Endspielen doppelt traf (zuvor 1967) und ist mit vier Finaltoren neben Uwe Seeler Endspiel-Rekordtorschütze.

25

1970: Winnie Schäfer feiert am 3. Mai 1970 nach einem 4:3 bei RW Oberhausen mit Mönchengladbach die Deutsche Meisterschaft. Knapp vier Monate später, am 29. August 1970, wird er mit seinem neuen Klub Kickers Offenbach DFB-Pokalsieger und darf sich als einziger Double-Gewinner der Spielzeit 1969/70 feiern lassen.

26

1971: Als erster Spieler der nationalen Pokal-Geschichte wird Bayerns Herwart Koppenhöfer in einem Finale mit Rot vom Platz gestellt. Dem Rekordpokalsieger war's egal, gegen den 1. FC Köln gewannen die Bayern nach Verlängerung in Unterzahl mit 2:1.

27

1972: Am 1. Juli 1972 gewinnt der FC Schalke das DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 5:0 und feiert den höchsten Sieg in einem Endspiel. 2011 gegen den Zweitligisten MSV Duisburg stellt Schalke seinen eigenen Rekord ein.

28

1973: Hannes Löhr verliert mit dem 1. FC Köln - aufgrund des legendären Treffers von Günter Netzer nach Selbsteinwechslung - zwar das Endspiel 1973 gegen Gladbach mit 1:2 nach Verlängerung, wird mit acht Treffern jedoch zum vierten Mal innerhalb von nur sechs Jahren Torschützenkönig des DFB-Pokals. Ein Rekord, den nicht einmal Gerd Müller erreichte. Er wurde dreimal Pokal-Torschützenkönig.

29

1974: Am 17. August 1974 findet letztmals ein DFB-Pokalfinale im Düsseldorfer Rheinstadion statt, das insgesamt fünf Mal als Austragungsstätte für ein Pokalfinale diente, darunter auch das erste Endspiel 1935. Eintracht Frankfurt gewann das Finale 1974, das aus Termingründen erst nach der WM 1974 ausgetragen wurde, mit 3:1 nach Verlängerung gegen den HSV.

30

1974: Eine der größten Sensationen ereignete sich in der 2. Runde 1974/75, als der Amateurklub VfB Eppingen (1. Amateurliga Nordbaden) den Tabellenführer der Bundesliga, Hamburger SV , am 26. Oktober 1974 mit 2:1 besiegte.

31

1975: Nicht weniger sensationell ist der Torschützenkönig der Saison 1974/75: Georg Müllner vom VfB Stuttgart II, der mit den VfB-Amateuren das Viertelfinale erreicht und im Verlauf des Wettbewerbs sieben Tore erzielt.

32

1975: Der FC Schalke bestreitet als erster Verein der Geschichte seine 100. Partie im nationalen Pokalwettbewerb. Im Jubiläumsspiel in der 2. Runde 1975/76 feiern die Knappen ausgerechnet gegen den Erzrivalen Borussia Dortmund einen 2:1-Sieg.

33

1977: In Hannover findet am 28. Mai 1977 erstmals ein Finale statt, das auch nach 120 Minuten noch nicht entschieden ist. Nach einem 1:1 zwischen dem 1. FC Köln und Hertha BSC wird zwei Tage später ein Wiederholungsspiel angesetzt, das der FC mit 1:0 gewinnt. In der Folge wird das Wiederholungsspiel abgeschafft, die Entscheidung fiel fortan im Elfmeterschießen.

34

1977: Im Achtelfinale der DFB-Pokalsaison 1976/77 trifft der FC Bayern München auf: den FC Bayern München. Gegen die eigene 2. Mannschaft setzt sich der Bundesligist am 8. Januar 1977 dank vier Treffern von Gerd Müller mit 5:3 durch. In der 2. Runde 2000/01 kommt es zur gleichen Situation beim VfB Stuttgart, wobei die 1. Mannschaft mit 3:0 gewinnt. Daraufhin bestimmt der DFB die Regelung, dass die 1. und 2. Mannschaft eines Vereins erst im Finale aufeinandertreffen können.

35

1978: Am 23. September 1978 trifft Gerd Müller dreimal per Elfmeter für die Bayern beim 4:5 gegen den VfL Osnabrück und erzielt die letzten drei seiner insgesamt 78 DFB-Pokaltreffer - Rekord. In einem Spiel drei Elfmeter verwandelten sonst nur Jürgen Röber (1976/77 für Bremen gegen Wattenscheid) und Giuseppe Ricciardi (2015/16 für Reutlingen gegen den KSC).

36

1979: Im Achtelfinale gegen den VfL Bochum gelingt Uerdingens Paul Hahn mit dem zwischenzeitlichen 3:2 (Endstand 4-2) der 5000. Treffer in der DFB-Pokalgeschichte (ohne Tschammer-Pokal).

37

1981: Am 31. Januar 1981 besiegt Fortuna Düsseldorf Werder Bremen im Achtelfinale mit 2:0 und feiert den 18. Sieg in Folge im DFB-Pokal - diese Siegesserie ist bis heute unerreicht.

38

1983: Am 11. Juni 1983 treffen im DFB-Pokalfinale der SC Fortuna Köln und der 1. FC Köln im Müngersdorfer Stadion aufeinander (0:1) - es ist bis heute das einzige Stadtderby in einem DFB-Pokalfinale.

39

1984: Im Frankfurter Waldstadion besiegt der FC Bayern am 31. Mai 1984 Borussia Mönchengladbach mit 8:7 nach Elfmeterschießen. Es ist das letzte Endspiel, das nicht im Berliner Olympiastadion ausgetragen wird und zugleich das erste, das erst im Elfmeterschießen entschieden wird.

40

1985: Nach dem sensationellen Endspielsieg über den FC Bayern (2:1) feiert Bayer 05 Uerdingen ausgiebig den Titel, doch später am Abend wird die Trophäe vermisst. Der Sieg-Torschütze Wolfgang Schäfer hatte den Pokal mit in sein Bett genommen.

41

1985: Sören Lerby vom FC Bayern hatte am 13. November 1985 einen sehr arbeitsreichen Tag. Als Nationalspieler Dänemarks gewinnt er nachmittags in Dublin 4:1 gegen Irland und bucht damit das Ticket zur WM 1986 in Mexiko (nach 59 Minuten ausgewechselt). Nur wenige Stunden später läuft er für seinen Klub im Achtelfinale des DFB-Pokals beim VfL Bochum auf. Anstrengend für Lerby: Er wird zwar erst zur Halbzeit eingewechselt, allerdings geht die Partie in Bochum in die Verlängerung (1:1 n.V.). Das Wiederholungsspiel einige Wochen später gewinnen die Bayern auch dank eines Tores von Lerby mit 2:0.

42

1986: Bei der Auslosung zur 1. Pokalrunde 1986/1987 kommt es zu einem Kuriosum, als der Spielausschuss-Vorsitzende Walter Baresel das Los der Stuttgarter Kickers versehentlich und unbemerkt unter den Tisch fallen lässt. Erst als Tennis Borussia Berlin als letztem Los kein Gegner zugeordnet werden kann, fällt das Missgeschick auf. Nach einem Protest der Kickers wird die Ziehung wiederholt, Schiedsrichter Volker Roth lost den Stuttgartern kurioserweise erneut TeBe Berlin zu.

43

1987: Im Viertelfinale 1986/87 gewinnt Borussia Mönchengladbach nach 0:1-Rückstand mit 9:2 gegen Bayer 05 Uerdingen und feiert den höchsten DFB-Pokalsieg in einem Duell zweier Bundesligisten. Im Viertelfinale 2004/05 gewinnt der FC Bayern 7:0 gegen den SC Freiburg und stellt damit den Rekord ein.

44

1987: Beim 3:0 des Zweitligisten Stuttgarter Kickers gegen Fortuna Düsseldorf am 1. April 1987 wird letztmals ein DFB-Pokalhalbfinale nachmittags (um 16 Uhr) ausgetragen, da das Stuttgarter Waldau-Stadion über keine Flutlichtanlage verfügt. Die Kickers verlieren später am 20. Juni 1987 das Endspiel gegen den HSV, der unter "Grantler" Ernst Happel seinen letzten großen Titel holt, mit 1:3.

45

1989: Am 24. Juni 1989 besiegt Thomas Kroth mit Dortmund im Finale Bremen mit 4:1 und wird der erste Spieler, der mit drei unterschiedlichen Klubs (Köln, HSV, BVB) den DFB-Pokal gewinnt. 1991 gelingt das auch Klaus Allofs (Düsseldorf, Köln, Bremen), 2001 Thorsten Legat (Bremen, Stuttgart, Schalke). Andreas Möller und Franco Foda gewannen mit zwei verschiedenen Klubs den Pokal und hätten noch einen dritten Erfolg bei einem dritten Klub vorzuweisen, hätten sie diesen nicht während der Saison verlassen.

46

1991: In der Saison 1991/1992 nahmen erstmals seit der Spielzeit 1981/1982 (damals 128 Vereine) dank der Wiedervereinigung wieder mehr als 64 Klubs am DFB-Pokal teil. 88 Mannschaften qualifizierten sich damals für die 1. Runde, 20 davon aus den "neuen" Bundesländern. Die 20 Bundesligisten sowie 20 Amateurklubs erhielten in der 1. Runde ein Freilos.

47

1991: Nach der Pokalsaison 1990/91 erhält die DFB-Pokaltrophäe eine Sockelerweiterung um fünf Zentimeter, um die künftigen Sieger samt Jahreszahlen darauf verewigen zu können. Der neue Sockel soll bis 2020 reichen.

48

1992: Borussia Mönchengladbachs Uwe Kamps hält im Halbfinale am 7. April 1992 gegen Leverkusen, das nach 120 Minuten 2:2 steht, im anschließenden Elfmeterschießen alle vier Leverkusener Versuche - das gelang davor und danach keinem anderen Torhüter.

49

1992: Hannover 96 bezwingt dank Elfmeterheld Jörg Sievers Borussia Mönchengladbach mit 4:3 n.E. und wird der einzige "echte" Zweitligist, der den DFB-Pokal gewinnt. Die Offenbacher Kickers hatten die DFB-Pokalsaison 1969/70 ebenfalls als Zweitligist begonnen, waren zum Zeitpunkt des Finals Ende August 1970 allerdings als Aufsteiger schon in der Bundesliga angetreten.

50

1993: In der Partie des KSC gegen Gladbach am 11. September 1993 führen die Karlsruher auf dem Bökelberg zur Pause 2:0, zwei Minuten nach Wiederanpfiff wird Torhüter Oliver Kahn von einer Kastanie getroffen. Gladbach dreht die Begegnung und erreicht beim Stand von 3:3 die Verlängerung, während Kahn kurz vor dem Ende für eine Notbremse Rot sieht. Die Verlängerung entscheidet Gladbach für sich (5:3 n.V.), doch der KSC legt erfolgreich Protest gegen die Wertung ein. Das Wiederholungsspiel gewinnt die Borussia auf neutralem Platz in Düsseldorf mit 1:0.

51

1995: Am 27. August 1995 werden im Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem Regionalligisten SV Sandhausen im Elfmeterschießen die ersten zwölf Versuche jeweils verwandelt, ehe Stuttgarts Hendrik Herzog bei seinem zweiten Elfmeter den Pfosten trifft. Die Partie endet 13:12 für Sandhausen und geht als längstes Elfmeterschießen in die DFB-Pokalgeschichte ein.

52

1995: Nürnbergs Trainer Hermann Gerland verrät Journalisten des Bayerischen Rundfunks kurz vor Spielbeginn die Club-Aufstellung im Achtelfinale gegen Werder Bremen. Die Reporter weisen den "Tiger" gerade noch rechtzeitig darauf hin, dass der auf dem Aufstellungsbogen eingetragene Frank Baumann (heute Sportdirektor in Bremen) gelbgesperrt ist. Baumann wird daraufhin aus der Startelf genommen und Nürnberg besiegt Werder mit 3:2.

53

1996: Bundesligist Karlsruher SC muss in der 1. Runde 1996/97 beim FC Bremerhaven ordentlich beißen, ehe der 3:2-Sieg beim Oberligisten nach 1:2-Halbzeitrückstand feststeht. Davon zeugen die acht Verwarnungen für den KSC - so viele Verwarnungen kassierte sonst nur 1860 München beim Ausscheiden im Achtelfinale 2016/17 bei den Sportfreunden Lotte (0:2).

54

1997: Mit dem 16:1 bei der DJK Waldberg feiert der FC Bayern München am 15. August 1997 in der 1. Runde den höchsten Auswärtserfolg aller Zeiten und auch als erster Verein den 100. Sieg im DFB-Pokal. 2004 egalisiert Kaiserslautern mit dem 15:0 bei Schönberg 95 den Rekord für den höchsten Auswärtssieg.

55

1997: Im Achtelfinalspiel zwischen Alemannia Aachen und Waldhof Mannheim zeigt Schiedsrichter Markus Merk in der 99. Minute beim Stand von 1:1 auf den Elfmeterpunkt. Alemanne Mario Krohm tritt an, scheitert und verwandelt im Nachschuss. Der Tivoli explodiert, doch Dr. Merk gibt den Treffer nicht, da aus dem Waldhof-Block ein zweiter Ball auf das Spielfeld geworfen wird. Es wird auf Schiedsrichterball entschieden und Aachen scheidet schließlich mit 4:5 i.E. gegen die Mannheimer aus.

56

1999: Nach dem Gewinn des DFB-Pokals 1999 verweigern übereifrige Ordner den Eltern von Werder Bremens Torhüter und Finalheld Frank Rost den Zugang zur Feier. Rost stößt daraufhin eine Etage tiefer mit Fans und Journalisten an, bis Werder-Vize Klaus-Dieter Fischer die Gemüter beruhigt und den Torwart samt Eltern auf die Pokalparty holt.

57

2000: Der VfB Stuttgart II sorgt am 26. August 2000 beim 6:1 gegen Eintracht Frankfurt für die höchste DFB-Pokalniederlage eines Bundesligisten gegen Amateure. Damals traf der spätere Eintracht-Kapitän Ioannis Amanatidis doppelt für die VfB-Amateure.

58

2004: Beim 15:0 bei Schönberg 95 in der 1. Runde des DFB-Pokals 2004/05 erzielt Kaiserslauterns Stürmer Carsten Jancker sechs Tore in einer Halbzeit - Rekord.

59

2004: Beim 4:2 des Regionalligisten SC Paderborn gegen den Hamburger SV pfeift Schiedsrichter Robert Hoyzer nach der 2:0-Führung des HSV zwei umstrittene Elfmeter für Paderborn und schickt Hamburgs Stürmer Emile Mpenza noch vor der Pause mit Rot wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung vom Platz. Später stellt sich heraus, dass die Partie durch die kroatische Wettmafia in Berlin verschoben worden war. Hoyzer wird als Schiedsrichter gesperrt und muss später ins Gefängnis.

60

2006: In der Pokalsaison 2005/06 ist der Regionalligist FC St. Pauli die Überraschung des Wettbewerbs, als der Kiez-Klub nacheinander Zweitligist Burghausen und die drei Bundesligisten Bochum, Hertha BSC und Bremen ausschaltet und erst im Halbfinale dem späteren Sieger FC Bayern unterliegt. Vier Siege in Folge gegen Profivereine innerhalb einer Pokalsaison gelangen sonst nur den Amateuren von Hertha BSC 1992/93.

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