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Rückkehr |24.07.2020|10:45

SV 09: Wieder Geschichte schreiben

Karl-Heinz Westphal: "Wir sind ambitioniert und wollen uns nach oben orientieren"[Foto: SV 09 Bergisch Gladbach]

Die SSG 09 Bergisch Gladbach stellte einst die beste Frauenfußballmannschaft der Welt. Nun startet der Verein ganz neu. In der Kreisliga B. Kann das klappen?

Mehrfach Deutscher Meister, dreimal DFB-Pokalsieger, zweimal sogar Sieger des Weltpokals - die SSG 09 Bergisch Gladbach zählt bis heute zu jenen Vereinen, die den Frauenfußball in Deutschland populär und vor allem erfolgreich gemacht haben. Für viele waren die 09er zehn Jahre lang das beste Team auf dem Kontinent. Große Spielerinnen wie Silvia Neid, Bettina Krug oder Anne Trabant-Habach trugen das Trikot des Klubs aus der Nähe von Köln. Aber 1996 endete diese Ära, weil die gesamte Frauenfußballabteilung des SSG 09 Bergisch Gladbach zum TuS Köln rrh. 1874 überging.

Nun soll ein neues Kapitel beginnen. Denn der SV Bergisch Gladbach 09 - so heißt die SSG 09 Bergisch Gladbach inzwischen - möchte zur neuen Saison wieder mit einer Frauenmannschaft in den Spielbetrieb gehen. Allerdings wird der Start ganz unten beginnen, wie Abteilungsleiter Karl-Heinz Westphal im Gespräch mit FUSSBALL.DE erklärt: "Wir wollen jetzt erstmal ein Team aufbauen und mit diesem in der Kreisliga starten. Aber natürlich sind wir ambitioniert und wollen uns nach oben orientieren. Ziel ist es, wieder Geschichte zu schreiben. Wie früher ist das natürlich nicht möglich. Dennoch wollen wir die Tradition, die unser Verein im Frauenfußball hat, wieder mit Leben füllen."

Weitere Spielerinnen dringend gesucht

"Im nächsten Schritt werden wir selbstverständlich auch Nachwuchsmannschaften bilden"

Westphal weiß, wovon er spricht. Der 67-Jährige hat die Mannschaft in den 90er Jahren eine Saison lang betreut: "Ich habe noch Kontakt zu einigen Spielerinnen von damals. Alle freuen sich, dass wir jetzt etwas Neues aufbauen wollen." Und Rolf Menzel, Präsident des SV Bergisch Gladbach 09, ergänzt: "Es ist uns ein wichtiges Anliegen, Fußballerinnen eine sportliche Heimat zu geben."

Der Weg bis zum tatsächlichen Start des Teams in der Kreisliga ist allerdings noch weit. Die Corona-Pandemie hat die Planungen auch an dieser Stelle weit zurückgeworfen. "Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher sagen, dass wir wirklich im September genug Spielerinnen haben werden", erklärt Westphal. "Uns fehlen drei oder vier Monate in der Vorbereitung. Wir wollen über Probetrainings talentierte Mädels und auch die eine oder andere Spielerin von uns überzeugen, die vielleicht schon höherklassig gespielt hat und die unser Projekt spannend findet. Aber wir können erst jetzt wieder langsam starten. Wir freuen uns wirklich über jede, die dienstagabends bei uns beim Probetraining mal vorbeischaut. Alle sind herzlich willkommen."

Corona macht die Planungen sehr kompliziert

Sollte es zur neuen Saison wider Erwarten noch nicht klappen, ist allen Verantwortlichen in Bergisch Gladbach klar, dass das Comeback des Frauenfußballs bei 09 zur Serie 2021/2022 stattfinden wird. "Aber das ist wirklich nur das Notfallszenario. Ich bin weiter absolut optimistisch, dass wird es trotz der Corona-Pandemie, die uns sehr zurückgeworfen hat, schaffen werden", sagt Westphal. "Und im nächsten Schritt werden wir selbstverständlich auch Nachwuchsmannschaften bilden. Uns ist allen bewusst, dass dies das Fundament für erfolgreichen Frauenfußball beim SV Bergisch Gladbach 09 ist."

Ob die Historie ein Vorteil für den Verein ist oder doch eher erdrückend, ist heute schwer abzuschätzen. Ganz sicher ist aber, dass der Klub zeitweise weltweit führend war. Die SSG 09 Bergisch Gladbach ist noch immer deutscher Rekordmeister im Frauenfußball mit neun Titeln, allesamt errungen zwischen 1977 und 1989. Zwischen 1999 und 2008 stand der 1. FFC Frankfurt sieben Mal ganz oben. Sechsmal war der TSV Siegen zwischen 1987 und 1996 die beste deutsche Mannschaft, sechsmal jubelte auch Turbine Potsdam zwischen 2004 und 2012 über den Gewinn der Deutschen Meisterschaften. Bei Potsdam kann man allerdings noch sechs Titel als BSG Turbine aus der DDR-Bestenermittlung hinzurechnen. Sechs Titel holte inzwischen auch der VfL Wolfsburg, dreimal standen jeweils der FSV Frankfurt und Bayern München ganz oben.

8000 Zuschauer bei den Heimspielen

Die Vergangenheit gehörte aber vor allem Bergisch Gladbach. Besonders der erste Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Sommer 1977 löste in der Stadt einen riesigen Hype aus. Während bei einem Duell um die Mittelrhein-Meisterschaft nur 17 zahlende Zuschauer den Weg ins Stadion fanden, waren in den K.o.-Runden insgesamt 20.000 Fans vor Ort. Alleine zum Finalhinspiel gegen das Team "Oberst Schiel" aus Frankfurt waren 8000 Zuschauer gekommen und erlebten ein müdes 0:0. Das Rückspiel gewannen die Bergisch Gladbacherinnen dann mit 1:0 und sicherten sich so den ersten großen Triumph der Vereinsgeschichte. Als der Meistertitel perfekt war, wurde die Mannschaft mit großem Hallo in der bergischen Kreisstadt empfangen. Es gab eine Vielzahl von Empfängen und Feierlichkeiten. Sogar der Stadtrat war zu einer Sondersitzung zusammengekommen.

Diese Ereignisse liegen inzwischen über 40 Jahre zurück. Aber der Stadt Bergisch Gladbach und dem dortigen Verein haben sie bis heute deutschlandweit Bekanntheit gebracht. An die ruhmreichen Zeiten wird der Klub nicht anknüpfen können - mittelfristig nicht, aber auch langfristig wird das kaum möglich sein. "Wir wollen einfach auf ordentlichem Niveau Frauenfußball anbieten", sagt Westphal. "Ich bin selbst gespannt, was dann möglich ist. Aber der Weg nach oben ist weit." Die untersten Ligen allerdings wollen sie trotzdem ganz kurzfristig verlassen.

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