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Die besten 8 |03.12.2018|09:45

SV Altstadt: Favoritenschreck auf Hartplatz

Favoritenschreck aus der Bezirksliga: Der SV Altstadt feiert im Pokal den Viertelfinaleinzug.[Foto: Facebook/SV Altstadt]

Ein Neuntligist darf im Saarland zumindest bis ins Frühjahr hinein weiter von der Teilnahme am Finaltag der Amateure am 25. Mai träumen: Der SV Altstadt hat sich in die Runde der letzten Acht durchgeboxt – und bekommt es im Saarlandpokal-Viertelfinale nun mit dem Ex-Bundesligisten Borussia Neunkirchen zu tun.

Zuerst legte das Team von Trainer Frank Rothfuchs völlig überraschend den zwei Klassen höher angesiedelten Verbandsligisten SpVgg Einöd-Ingweiler mit einem 5:2 aufs Kreuz, dann gab es ein 4:2 beim klassentieferen A-Ligisten SV Höchen. Anschließend drehte der SV Altstadt das Pokalspiel gegen den eine Etage höher kickenden Landesligisten SC Blieskastel-Lautzkirchen (2:1). Der klassengleiche Bezirksligist Sportfreunde Bachem-Rimlingen hatte anschließend beim 1:3 gegen den SVA das Nachsehen – und zuletzt musste auch Landesligist SV Britten-Hausbach auf der roten Erde im Stadtteil von Kirkel unweit von Homburg im Osten des Saarlandes dran glauben und verlor mit 1:2.

"Hartplatz kein Nachteil für uns"

„Der für andere Mannschaften ungewohnte Hartplatz, auf dem wir wegen des fehlenden Flutlichts am Rasen in der dunklen Jahreszeit spielen müssen, ist sicher kein Nachteil für uns“, sagt Altstadts Vorsitzender Stefan Schleppi mit einem Augenzwinkern.

"Der für andere Mannschaften ungewohnte Hartplatz, auf dem wir wegen des fehlenden Flutlichts am Rasen in der dunklen Jahreszeit spielen müssen, ist sicher kein Nachteil für uns"

Auf die wahren Gründe für den Erfolg angesprochen – auch in der Bezirksliga steht man aktuell als Fünfter gut da und hat zumindest noch realistische Chancen, den zweiten Platz zu erreichen – nennt der Klubchef vor allem die gewachsenen Strukturen: „Unser Trainer kam 2016 vom SV Schwarzenbach und arbeitet seitdem mit dem Großteil der Spieler zusammen. Er bringt sie kontinuierlich weiter.“ Das Team ist also eingespielt, wurde und wird immer wieder punktuell verstärkt. So wie im Sommer mit Fadi Kawas. Der 23-jährige Syrer wechselte seinerzeit von der DJK Bexbach und hat bislang allein in der Liga 27-mal ins Schwarze getroffen. Hinzu kommt ein halbes Dutzend Tore in den bisherigen Pokalspielen.

„Natürlich war hier und da auch mal das Glück auf unserer Seite“, räumt Vorsitzender Schleppi ein. Britten-Hausbach etwa verschoss zunächst einen Handelfmeter, kam dann aber in Überzahl zum Anschlusstreffer und hatte am Ende noch einige Chancen zu verzeichnen. Doch auch mit Disziplin und Charakter behielt Altstadt die Oberhand, um anschließend bis in den frühen Morgen bei Nicole Emser im Vereinsheim zu feiern.

Trainer Rothfuchs mit A-Lizenz

„Als ich hier vor gut zweieinhalb Jahren mit dem Vorstand über ein mögliches Engagement gesprochen habe, war gleich zu spüren, dass hier etwas geht“, erinnert sich Trainer-A-Lizenz-Inhaber Rothfuchs. Der heute 44-Jährige schätzt das genauso intakte wie begeisterungsfähige Umfeld und lobt wie Vorsitzender Schleppi auch die hohe Trainingsbeteiligung („16 bis 20 Mann sind immer da“).

Rothfuchs ist sowieso nicht bange, es mit großen Namen im Pokal auf sich zu nehmen. Schließlich wurde der aus dem westpfälzischen Rammelsbach stammende, einstige Abwehrspieler beim 1. FC Kaiserslautern ausgebildet. Insgesamt sieben zum Teil schwere Knie-Operationen verbauten ihm aber den Weg in den Profibereich. Immerhin spielte er beim FC 08 Homburg , dem SC Halberg-Brebach, der FSG Schiffweiler und bei Eintracht Bad Kreuznach über viele Jahre hinweg in der damaligen Oberliga Südwest, ehe er sich im Saarland als Trainer einen Namen machte.

Auf Saarlandligist Borussia Neunkirchen freuen sich Rotfuchs und Co. nicht nur, weil es hinter Verbandsligist FSG Bous „der zweitmachbarste Gegner ist“, wie der Coach angesichts der überwiegend in Regional- oder Oberliga im Wettbewerb vertretenen, weiteren Mannschaften anmerkt. Mit Yannick Bach trägt einer aus der Altstadt-Jugend das Borussen-Trikot. „Er kommt immer wieder mit Mannschaftskameraden zu unseren Spielen. Wir haben einen guten Kontakt zu ihm“, berichtet Schleppi. Und Neunkirchens Kapitän weiß denn auch genau, was ihn erwartet. „Sie sind mit Siegen über klassenhöhere Gegner nicht umsonst ins Viertelfinale gekommen und haben eine Truppe mit gutem Teamgeist zusammen. Die Jungs verstehen sich gut untereinander, rennen und kämpfen füreinander, und das dazu noch auf dem für uns ungewohnten Hartplatz“, wird Bach auf der Website der Borussia zitiert.

Yannick Bach hat mit seinem damaligen Verein 1. FC Saarbrücken schon zweimal den Saarlandpokal gewonnen. Altstadts Coach Rothfuchs wurde 2000 mit Halberg-Brebach hinter dem 1. FC Saarbrücken Vize-Pokalsieger, durfte aber wegen des Zweitligaaufstiegs der Blau-Schwarzen trotzdem im DFB-Pokal ran. Hier gab es gegen den 1. FC Nürnberg ein 0:5.

Kerngeschäft Bezirksliga

„Es muss gegen Neunkirchen schon alles passen, um auch gegen sie bestehen zu können“, bleibt Rotfuchs bei aller Euphorie auch und vor allem Realist.

Das Kerngeschäft ist beim 180-Mitglieder-Klub sowieso die Bezirksliga Neunkirchen , welche man nur allzu gerne nach der Saison Richtung Landesliga Ost verlassen würde. Dass die Pokalerfolge weitaus mehr beflügeln als lähmen, bewies der SVA übrigens nur vier Tage nach dem Triumph über Britten-Hausbach, als man dem souveränen Spitzenreiter FC Kutzhof beim 6:2 ordentlich einschenkte.

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