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Vereinsname egal|05.04.2020|09:30

Teamsport Sachsen: Die Farben sind unwichtig

[Foto: Teamsport Sachsen]

Vertreter von sächsischen Spitzenvereinen aus verschiedenen Sportarten haben sich zur Initiative "Teamsport Sachsen" zusammengeschlossen. Durch die Auswirkungen der Corona-Krise stehen die Sportvereine des Freistaates vor großen organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die sie nun zusammen angehen wollen.

Einer der Köpfe der Initiative ist Michael Voigt, Geschäftsführer des Zweitligisten FC Erzgebirge Aue . Im Interview mit FUSSBALL.DE spricht Voigt über das Zustandekommen der Zusammenarbeit, die Vorteile der Initiative und die Rolle der Menschlichkeit in der aktuellen Lage.

FUSSBALL.de: Wie haben sich die 21 beteiligten Vereine aus den verschiedenen Sportarten gefunden und hinter dieser gemeinsamen Idee versammelt?

Michael Voigt: Man kennt sich untereinander und hat sich dann auf privatem Wege kurzgeschlossen. "Hast du Lust? Kannst du dir vorstellen, da mitzumachen?" Daraufhin haben die Profivereine in einer Telefonkonferenz über die aktuelle, schwierige Situation gesprochen. Dabei haben wir gemerkt, dass alle professionellen Sportvereine im Moment die gleichen Probleme haben. Die Problematiken wurden gesammelt, und dann sind wir zu dritt (Jörg Dietrich, Präsident des Dresdner SC, Michael Voigt, Geschäftsführer des FC Erzgebirge Aue sowie Karsten Günther, Geschäftsführer des SC DHfK Leipzig; Anm. d. Red.) zur Staatskanzlei in Dresden gefahren. Dort haben wir die Problematiken in Schwerpunkten zusammengefasst und dem Minister vorgestellt. Das Gespräch fand ich sehr gut.

"Bei der Idee 'Teamsport Sachsen' spielt der Vereinsname absolut keine Rolle"

Was macht die Initiative "Teamsport Sachsen" so wichtig?

Voigt: In den Gesprächen wurde deutlich, dass durch eine Zusammenarbeit der Umgang mit der aktuellen Situation und speziell auch die Kommunikation mit dem Ansprechpartner im Ministerium einfacher wird. Es gibt in dieser schwierigen Situation erst mal ganz viele Fragen von allen Seiten. Die Ämter sind im Moment überfordert, weil wir ja nicht die Einzigen sind, die Forderungen haben oder etwas besprechen wollen. Für viele Vereine war die Situation so schwer, weil der Betrieb plötzlich quasi von 100 auf Null heruntergefahren werden musste. Deshalb stellten sich viele die Frage: "Wie gehe ich die Situation jetzt an?" Durch die Kooperation können die Hinweise, wie bestimmte Dinge und Problematiken angegangen werden können, schneller eingeholt und an die einzelnen Vereine weitergegeben werden.

Eines der mit den Politikern besprochenen Themen war die Fortführung des Trainings von Profifußballern und Athleten, die an den Olympischen Spielen hätten teilnehmen können. Wie schätzen Sie den Beschluss ein, die großen Veranstaltungen wie die Europameisterschaft und die Olympischen Spiele zu verschieben?

Voigt: Es war ja erst mal angedacht, dass die Bundesligaprofis und die Leichtathleten, die sich für Olympia vorbereiten wollten, von einer Ausnahmeregelung profitieren und weiterhin trainieren dürfen. Dadurch, dass die EM verschoben wurde, war mir persönlich dann eigentlich klar, dass Olympia auch verschoben werden müsste. Die Sportler stecken ja gerade mitten in der Vorbereitungszeit. Ich halte die Entscheidung für vernünftig, solche Großveranstaltungen jetzt direkt abzusagen. So können die Athleten und auch Vereine im Ligabetrieb besser reagieren. Es hängt ja gerade für Olympiateilnehmer und die Landes- und Bundesverbände doch sehr, sehr viel dran. Da ist es wichtig, schnell vernünftige Entscheidungen zu treffen.

In der Initiative "Teamsport Sachsen" ziehen Sachsens Traditionsvereine, die teilweise untereinander sportliche Rivalen sind, zusammen mit RB Leipzig an einem Strang, das bei Traditionsklubs oft stark für sein Modell kritisiert wird. Können solche Unstimmigkeiten aus der Zeit "vor Corona" die Zusammenarbeit erschweren?

Voigt: Im Rahmen der Idee "Teamsport Sachsen" spielt der Vereinsname absolut keine Rolle. Da geht es einfach nur darum, alle Vereine durch diese schwierige Situation zu bringen. Die Farben sind im Moment unwichtig, es ist nur die Vernunft gefragt, man muss gemeinsam kluge Entscheidungen treffen. Es gibt in jedem Verein kluge Köpfe, und wenn man die zusammensteckt, profitieren alle davon.

Natürlich ist die aktuelle Lage eine absolute Ausnahmesituation. Aber auch abgesehen davon könnten Vereine von groß angelegten Kooperationen im Land profitieren. Gab es jemals schon einmal eine ansatzweise vergleichbare Kooperation?

Voigt: Ich habe mich auch kürzlich gefragt, warum man nicht schon früher auf eine ähnliche Idee gekommen ist und Kräfte gebündelt hat. Wenn nicht gerade vom Land ausgehend Veranstaltungen stattfinden, hat man unter den Profivereinen, die jetzt zusammengekommen sind, relativ wenig Kontakt. In normalen Situationen findet ein Austausch unter den Vereinen in Aue statt, aber nicht im ganzen Land. Auch deshalb finde ich die Aktion "Teamsport Sachsen" wirklich super. Wenn man das dann noch unabhängig von der jetzigen Situation fortführen kann, dann haben wir aus dieser schlechten Situation etwas absolut Positives geschaffen.

Wie ist in dieser Ausnahmesituation die Lage bei Ihrem Verein, dem FC Erzgebirge Aue?

Voigt: Das Erzgebirge ist zusammen mit dem Verein gewachsen, weil es immer ein gutes Miteinander gab. Ohne die regionale Unterstützung wäre ein nachhaltiger Erfolg nicht möglich gewesen. Das gute Miteinander ist natürlich in der aktuellen Krisenzeit keinesfalls schlechter geworden. Wir verzeichnen sogar gerade wieder einen Mitgliederzuwachs. Man merkt in dieser schwierigen Situation, dass man einfach zusammenwächst. Der Fußball steht im Moment nicht im Vordergrund, wichtig ist stattdessen einfach der Mensch. Viele haben Angst, und diese Angst ist auch absolut berechtigt. Aber wenn man sich zusammentut und gemeinsam Ziele steckt, kann man auch wieder positiv nach vorne schauen. In der jetzigen Situation ist die Menschlichkeit untereinander besonders wichtig und wenn wir uns diese bewahren können, dann kommen wir da auch alle gemeinsam durch.

Gibt es angepeilte Termine, bei denen Sie beim FC Erzgebirge Aue den Geschäfts- und Trainingsbetrieb wieder aufnehmen wollen?

Voigt: Das ist noch zu früh. Für uns steht im Moment nur im Vordergrund, dass alle Mitarbeiter und die Spieler gesund bleiben. Alles andere werden wir sehen. In 14 Tagen wird die Welt wieder anders aussehen, da müssen wir dann erstmal schauen ob die Infektionszahlen wieder rückläufig sind. Dann muss man vielleicht nochmal 14 Tage warten, um eventuell mit dem Trainingsbetrieb wieder einzusteigen und ab Mitte Mai bis Ende Juni vielleicht auch wieder Spiele hinzukriegen. Wenn man das vertreten kann, auch was die Gesundheit angeht, dann wäre das glaube ich ein sehr gutes, ein sehr positives Signal.

Haben Sie in dieser Hinsicht auch Hoffnungen, was die DFL-Sitzung am Dienstag angeht? Erwarten Sie dort klare Antworten und einen Fahrplan bis zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs?

Voigt: Hoffnungen hat man immer, aber man ist ja auch Realist. Was soll die DFL da jetzt groß machen? Sie hat – genau wie alle Vereine, alle Spieler und alle Funktionäre – die Hoffnung, dass es schnell wieder weitergeht. Aber auch die DFL kann das Virus nicht beeinflussen und ist der Situation ausgeliefert. Wenn man das Ganze gemeinsam angeht, so wie mit "Teamsport Sachsen", die Kräfte der 1. und 2. Liga bündelt, dann ist auch der zeitliche Rahmen nicht unbedingt entscheidend. Immerhin gäbe man nach außen hin ein Zeichen, dass es definitiv weitergeht, und das ist jetzt erstmal das wichtig.

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