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Trainertalent |10.09.2020|09:00

Thea Löffler: Respekt durch Fachwissen

Von der U 19 zur ersten Mannschaft: Thea Löffler bei der SV Deutz 05.[Foto: Juliane Herrmann]

Der Mittelrheinligist SV Deutz 05 hat sein Trainerteam zur neuen Saison komplett neu aufgestellt. Das ist zunächst nicht ungewöhnlich. Spannend ist allerdings die Tatsache, dass der ambitionierte Fünftligist aus Köln mit Thea Löffler auf eine Co-Trainerin setzt – die A-Lizenz-Inhaberin ist zudem gerade 24 Jahre alt geworden. 

Thea Löffler muss schmunzeln. Immer diese Fragen, immer diese Vergleiche. Sie hat sie schon so oft gehört, sie hat sie schon so oft beantwortet. Eine Trainerin im Männerfußball? Wie kommt das? Wie fühlt sich das an? "Fußball ist ein Männer-dominierter Sport, das ist einfach so und auch nichts Neues. Als ich mit sieben Jahren angefangen habe zu spielen, war klar, dass ich einer Jungenmannschaft spiele. Ich kenne es also kaum anders", sagt Löffler, die seit diesem Sommer zum Trainerteam des Fußball-Mittelrheinligisten SV Deutz 05 gehört. Als Assistentin unterstützt sie Chefcoach Johannes Zäh. Der Klub aus dem rechtsrheinischen Köln zählt mit ungefähr 700 Mitgliedern zu den ältesten und größten Vereinen der Millionenmetropole in Nordrhein-Westfalen.

Die Kombination allerdings ist ungewöhnlich, das muss auch Löffler zugeben. Sie ist ja nicht nur Co-Trainer bei den Männern, sondern zusätzlich mit gerade erst 24 Jahren auch noch jünger als einige der Spieler, die sie trainiert. "In der Zusammensetzung im Trainerteam passt es momentan sehr gut", sagt sie. "Ich brauche nicht anzufangen, den erfahrenen Spielern in der Mannschaft irgendetwas von oben herab nahezubringen. Ich begegne ihnen auf Augenhöhe, so lassen sich die meisten Dinge einfach klären."

Karriereende mit 20 Jahren

"Wenn man sich im Fußball auskennt, kann man die Spielerinnen schnell überzeugen und ihr Vertrauen gewinnen"

Löffler ist eher durch einen unglücklichen Umstand in die Trainerkarriere gestartet. Sie war gerade 20 Jahre alt, hatte in der Jugend für den SC Freiburg gespielt und war auf dem Sprung, vom Regionalligisten Fortuna Köln zum Zweitligisten Bayer 04 Leverkusen zu wechseln. Aber sie hatte immer wieder Probleme mit dem Sprunggelenk. "Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nie schwere Verletzungen", sagt sie. "Ich bin davon ausgegangen, den Fuß ein paar Tage schonen zu müssen, um danach wieder richtig angreifen zu können."

Es kam allerdings anders. Als der Arzt ihr die Diagnose Knorpelschaden im Sprunggelenk mitteilte, brach für sie eine Welt zusammen: "Damit hatte ich niemals gerechnet. Ich bin aus allen Wolken gefallen und war wirklich am Boden zerstört. Das Fußballspielen war schon immer ein so wichtiger Bestandteil meines Lebens." Vom Weiterspielen rieten ihr viele Ärzte dringend ab, wenn sie auch im Alter noch mobil sein wolle: "Ich habe dann schnell den Entschluss gefasst, dass die Arbeit als Trainerin die für mich beste Alternative zu diesem Zeitpunkt war. Ich wollte dem Sport so nah wie möglich bleiben. Trainerlizenzen hatte ich da ja bereits gemacht".

Für Löffler, die im kommenden Jahr ihr Masterstudium an der Deutschen Sporthochschule in Köln abschließen wird, öffneten sich noch weitere Türen. Als Teammanagerin betreut sie seither Bundesligisten in der Saisonvorbereitung, zuletzt zum dritten Mal den VfB Stuttgart im Trainingslager in Kitzbühel. Ihre Trainerkarriere startete sie dann als Assistent bei den Frauen von Fortuna Köln in der Regionalliga. Mit 20 Jahren war sie schon dort jünger als die meisten Spielerinnen im Kader: "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Alter in diesem Fall nur eine untergeordnete Rolle spielt. Wenn man sich im Fußball auskennt, kann man die Spielerinnen schnell überzeugen und ihr Vertrauen gewinnen. Das funktioniert im Sport genauso wie in anderen Berufen auch."

Nach zwei Jahren bei Fortuna Köln wurden dann die Verantwortlichen des SV Deutz 05 auf Löffler aufmerksam und holten sie in den Trainerstab der U 19-Junioren. "Für mich war es kein Problem, nicht mehr im Frauenfußball zu arbeiten, sondern mit Junioren", sagt Löffler. "Das habe ich bereits beim Südbadischen Fußballverband gemacht, bei dem ich seit 2016 auch als Co-Trainerin dabei bin." Im vergangenen Jahr konnte Löffler mit den U18 Junioren des SBFV beim Länderpokal in Duisburg sogar die Silbermedaille gewinnen. "Ich finde, dass Frauen im Fußball häufig viel zu wenig zugetraut wird. Aus meiner Erfahrung ist das völlig unangebracht. Die Spieler merken, ob diejenige, die vor ihnen steht, etwas vom Fußball versteht. Am Ende sollte die Kompetenz überzeugen. Ich hatte bisher nie das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden", so Löffler.

"Ligaverbleib ist das klare Ziel"

In diesem Sommer hat Löffler nun den nächsten Schritt gemacht. Nicht mehr Frauenfußball, nicht mehr Juniorenfußball – jetzt ist sie im Männerfußball angekommen. Zusammen mit Chefcoach Johannes Zäh, mit dem sie schon die U 19 trainiert hat, und Patrick Urbas, betreut sie den Mittelrheinligisten. "Die Arbeit macht mir großen Spaß", sagt Löffler. "Dass ich eine junge Frau bin, spielt hier überhaupt keine Rolle, die Mannschaft nimmt mich an. Im Trainerteam können wir über alles sprechen und alle ihre Meinung einfließen lassen. Ich werde nicht anders behandelt, als meine männlichen Kollegen und will das auch nicht."

Die Deutzer haben sich für die kommende Saison einige Ziele gesetzt. Es geht nicht um den Aufstieg, dafür ist die Konkurrenz in der Liga zu stark und finanziell einfach besser aufgestellt. "Unser Anspruch ist nicht die Ligaspitze. Wir haben einen jungen Kader, viele neue Spieler und wollen die Mannschaft zu einem langfristig konkurrenzfähigen Team in der Mittelrheinliga formen. Die Saison ist dafür der Anfang", sagt Löffler. "Wir wollen die Spieler individuell besser machen und im mannschaftstaktischen Bereich unsere Spielweise etablieren. Der Ligaverbleib ist natürlich klares Ziel, welcher Tabellenplatz dann folgt, wird man sehen."

Thea Löffler hat sich auch persönlich ehrgeizige Ziele gesteckt, nicht nur mit dem SV Deutz 05. Nach dem Studium möchte sie im Profifußball beruflich Fuß fassen. "Mit meinen Ausbildungen im Teammanagement, der Spielanalyse und dem Trainerjob gibt es da für mich hoffentlich einige Optionen", sagt sie mit einem Lächeln auf den Lippen. 

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