Hilfe-Center

Hilfe-Center

Regionalliga

Regionalligen

Verbände

Verbände

Wenn Du dich bei unserer Community einloggst, kannst du Vereine und Mannschaften als Favoriten speichern und direkt von hier aus schnell und einfach erreichen.

Matchkalender

Begegnungen in deiner Nähe

{{typeaheadInput.text}}

* Pflichtfelder

Amateurstatistiken

Spitzenwert |08.07.2018|11:00

Trainer ist stolz: Frauenteam trifft 264 Mal!

Einsame Spitze: Die Frauen des FC Phoenix Leipzig dominieren die Landesklasse mit einer Tordifferent von 264:7.[Foto: Verein]

Ihr Name ist Programm: Wie ein Phoenix aus der Asche stiegen die Damen des neugegründeten Vereins FC Phoenix Leipzig in die Landesliga auf. In der abgelaufenen Saison traten sie zum ersten Mal in der Landesklasse Frauen Nord an und dominierten diese haushoch. Nach 22 Spielen standen sie mit 66 Punkten sowie einer Tordifferenz von 264:7 an der Tabellenspitze – und sind damit deutschlandweit das Team mit den meisten Toren und der besten Tordifferenz. Im Interview mit FUSSBALL.DE spricht Trainer Heiko Oertel über den Erfolg seiner Mannschaft und die Ziele in der kommenden Saison.

FUSSBALL.DE: Herr Oertel, Ihre Mannschaft hat die Saison ohne Punktverlust in der Landesklasse Frauen Nord beendet. Wie fällt Ihr persönliches Fazit aus?

Heiko Oertel: Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich sehr stolz auf die Mädels bin. Wir sind ein neugegründeter Verein und sind entstanden, als sich der Frauenfußball-Verein Leipzig aus finanziellen Gründen vom Spielbetrieb der Regionalliga abgemeldet hat. Einige der Mädels haben vor ein paar Jahren noch Bundesliga gespielt und mussten quasi von ganz oben nach ganz unten. Da finde ich es umso beachtlicher, wie sie Woche für Woche im Training und im Spiel vollen Einsatz gezeigt haben. Das muss man ihnen hoch anrechnen. Insgesamt war es eine sehr schöne Saison: Die Mädels lieben Fußball und es macht einfach nur Spaß ihnen zuzuschauen.

Die Saison war auch äußerst erfolgreich: Ist Ihnen bewusst, dass Phoenix deutschlandweit das Team mit den meisten Toren in der abgelaufenen Saison war?

Oertel: Nein, das war mir nicht bewusst. Natürlich haben die Mädels eine tolle Saison gespielt, aber dass wir männerübergreifend und deutschlandweit die meisten Tore erzielt haben, damit hätte ich nicht gerechnet.

Der höchste Saisonsieg war das 26:0 gegen den Leipziger FC 07. Macht so ein unausgeglichenes Spiel noch Spaß?

Oertel: Ich habe den Mädels vor jedem Spiel klargemacht, dass das Ergebnis zweitrangig ist. Uns war es wichtig, das Erlernte aus dem Training im Spiel umzusetzen. Aufgrund der Tatsache, dass wir als neuer Verein in der untersten Klasse anfangen mussten, waren wir natürlich in vielen Spielen dem Gegner überlegen. Deshalb haben wir viele Spiele auch genutzt, um neue Spielzüge und Taktiken auszuprobieren, auch im Hinblick auf die Landesliga. Ich muss aber auch ehrlich zugeben: Manchmal sind so viele Tore kurz hintereinander gefallen, da habe ich teilweise den Überblick verloren, wie der aktuelle Spielstand ist.

Ihre Topstürmerin Marlene Haberecht sagte zu Beginn der Saison, dass ihr persönliches Ziel der Pokalsieg und der direkte Aufstieg in die nächste Liga seien. Wie enttäuscht sind Sie, dass es mit dem Pokalsieg nicht geklappt hat?

Oertel: Nach der 1:2-Niederlage gegen den FFC Fortuna Dresden im Landespokalfinale waren wir natürlich sehr enttäuscht. Es war die einzige Niederlage in dieser Saison, ansonsten haben wir sowohl in der Liga als auch im Pokal alle Spiele gewonnen. Mit ein bisschen Abstand war die Niederlage aber so gesehen gut für das Team, denn wir sind noch enger zusammengerückt und können jetzt daraus lernen und wachsen.

Wie lauten nun die Ziele für das erste Jahr Landesliga?

Oertel: Ein vorrangiges Ziel ist es, uns so gut wie möglich für die Landesliga aufzustellen. Ich bin eher vorsichtig bei solchen Aussagen, aber ja, der Aufstieg in die Regionalliga ist auch ein Ziel, das wir erreichen wollen. Uns allen ist bewusst, dass ein Durchmarsch nicht so leicht wird und vor allem die neuen, jüngeren Spielerinnen werden den Umgang mit Gegentoren lernen müssen (lacht) . Ich freue mich auf die kommende Saison mit den Herausforderungen, die sie mit sich bringt. Die Mädels lieben und leben Fußball, da braucht es keine großen Ansagen.

Sie sprechen neue Spielerinnen an: Welche personellen Veränderungen wird es geben?

Oertel: Wir werden uns für die Landesliga personell verstärken müssen. Ich war auch als Nachwuchstrainer für die B-Juniorinnen bei Phoenix tätig, da werden einige talentierte, junge Mädels in die erste Mannschaft nachrücken.

Anzeige