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Karriereende |05.12.2018|12:30

Treske: "So konnte es nicht weitergehen"

Noch maximal 90 Minuten Regionalliga, dann ist Schluss: Torjäger Florian Treske.[Foto: imago/Eibner]

Mit gerade mal 31 Jahren ist für Florian Treske von Kickers Offenbach aus der Regionalliga Südwest zum Jahresende Schluss mit Viertligafußball. Nach 183 Einsätzen in der Südwest-Staffel, in denen der Torjäger für den SSV Um 1846 Fußball, Wormatia Worms und den OFC 80-mal traf und damit die „ewige“ Torjägerliste der 2012 gegründeten Südwest-Staffel mit großem Vorsprung anführt, bestreitet Treske aus gesundheitlichen Gründen am Samstag (ab 14 Uhr) zum Jahresabschluss bei der U 23 des FSV Mainz 05 seine letzte Partie in der 4. Liga. Kurios: Nach seiner Ankündigung, verletzungsbedingt aufhören zu müssen, erzielte der Stürmer zuletzt zweimal in Folge das Siegtor für Offenbach. Zuvor hatte er wegen eines Zehenbruchs wochenlang pausieren müssen.

Im FUSSBALL.DE -Interview spricht Florian Treske über die Gründe für das doch recht frühe Ende seiner Regionalligakarriere, sein letztes Spiel in Mainz und seine Pläne für die Zukunft, in der er dem Amateurfußball definitiv erhalten bleiben wird.

FUSSBALL.DE: Mit erst 31 Jahren beenden Sie zum 31. Dezember aus gesundheitlichen Gründen Ihre Regionalligakarriere. Was war ausschlaggebend für diese Entscheidung, Herr Treske?

Florian Treske: Ich hatte während meiner Laufbahn viel Verletzungspech und war zuletzt wegen eines erneuten Zehenbruchs wieder mehrere Wochen außer Gefecht. Hauptsächlich den Ausschlag gegeben haben aber meine ständigen Achillessehnenprobleme, die ich nie in den Griff bekommen habe. Nach jedem Spiel bin ich absolut K.o. und kann nicht richtig laufen. So konnte es nicht weitergehen.

"Wie ich auf den Abpfiff reagieren werde, ist schwer zu sagen. Gefühlsausbrüche kann man nicht planen."

Nach Ihrer jüngsten Verletzungspause kamen Sie aber stark zurück und erzielten sowohl beim 1:0-Auswärtserfolg bei der SV 07 Elversberg als auch beim 2:1 gegen Astoria Walldorf den Siegtreffer. Haben Sie schon darüber nachgedacht, Ihre Entscheidung rückgängig zu machen?

Treske: Nein, das ist keine Option. Dass mich Mitspieler und Fans dazu animieren wollen, doch noch weiterzumachen, ist verständlich. Aber ich fühle mich gut mit der Entscheidung, jetzt einen Schlussstrich zu ziehen und das Kapitel Regionalligafußball zu beenden. Ich habe den Entschluss gemeinsam mit meiner Familie gefasst und dem Verein bewusst erst spät Bescheid gegeben, weil ich mir von niemandem hineinreden lassen wollte. Es ist für mich gesundheitlich einfach nicht mehr möglich, jeden Tag zu trainieren und auf einem so hohen Niveau Spiele zu bestreiten.

Sie sprechen vom Kapitel Regionalligafußball, das Sie beenden. Sie werden also noch weiter kicken?

Treske: Ich werde ab der Rückserie für einen Landesligisten in Baden-Württemberg als spielender Co-Trainer tätig sein. Welcher Verein das ist, wird in Kürze bekannt gegeben. Wie viele Spiele ich selbst noch bestreiten kann, wird man dann sehen.

Warum geht es von Hessen nach Baden-Württemberg, um dort für einen Landesligisten aktiv zu sein?

Treske: Meine Frau Simone kommt dorther und unser Wunsch war es, gemeinsam mit unseren beiden Töchtern Leni und Frieda (zweieinhalb Jahre und fünf Monate alt, Anm. d. Red.) in ihre Heimat zurückzukehren. In der Winterpause steht für uns jetzt erst einmal Umzugsstress an.

Die Tätigkeit beim Landesligisten wird sicher nicht Ihr einziger Job bleiben, oder?

Treske: Das ist korrekt. Ich werde mir als gelernter Versicherungskaufmann zügig eine Arbeitsstelle suchen und versuchen, so schnell wie möglich im Berufsleben Fuß zu fassen. Das heißt aber nicht, dass ich es bei der Jobsuche eilig habe und direkt das erstbeste Angebot annehmen muss. Wichtig ist mir, dass mir meine Arbeit Spaß macht und ich mich wohlfühle.

Die Partie bei der U 23 des FSV Mainz 05 am Samstag wird Ihr letztes Spiel als Regionalliga-Fußballer sein. Mit welchem Gefühl gehen Sie in die Begegnung?

Treske: Mit einem sehr guten Gefühl, nachdem ich zuletzt zweimal in Folge das Siegtor erzielen konnte. Mein Ziel war es, nach dem Zehenbruch noch ein paar Minuten in der Regionalliga am Ball sein zu dürfen. Dass es in den zurückliegenden zwei Partien schon 110 Minuten geworden sind, in denen ich zweimal treffen konnte, ist überragend. Ein Traum wäre es, wenn ich auch in Mainz noch einmal den entscheidenden Treffer markieren und mich als dreifacher Siegtorschütze von der Regionalligabühne verabschieden könnte. Aber ein Sieg würde mir für einen perfekten Abschluss schon reichen. Wie ich auf den Abpfiff reagieren werde, ist schwer zu sagen. Gefühlsausbrüche kann man nicht planen.

Der OFC ist dank der vier Siege aus den zurückliegenden fünf Partien auf Platz fünf geklettert, der Rückstand auf Spitzenreiter SV Waldhof Mannheim beträgt noch neun Zähler. Was trauen Sie Ihrer Mannschaft in der Rückserie zu?

Treske: Es wird wichtig sein, mit einem Sieg in die Winterpause zu gehen und dann im neuen Jahr stark zu starten. Wenn das gelingt, ist es vielleicht möglich, weiter zu klettern und Spitzenreiter Waldhof Mannheim noch unter Druck zu setzen. Allerdings spielt der SV Waldhof eine hervorragende Saison und marschiert bisher vorneweg. Da nur der Meister aufsteigt, wird es sehr schwierig, noch einmal oben anzugreifen.

Werden Sie die eine oder andere Partie des OFC als Zuschauer im Stadion verfolgen?

Treske: Ich schätze schon. Wir haben in Offenbach viele neue Freunde gewonnen, eine Freundin ist Taufpatin unserer Tochter Frieda. Daher werden wir mit Sicherheit hin und wieder mal vorbeischauen. Wenn es dann zeitlich passt, ist ein Besuch bei einem OFC-Spiel sicher nicht ausgeschlossen.

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