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Vorgelegt |12.10.2019|18:15

Türkgücü als Tabellenführer ins Topspiel

In der Regionalliga Bayern derzeit nicht zu stoppen: Aufsteiger Türkgücü München.[Foto: imago images/Lackovic]

Neuling Türkgücü München geht in der Regionalliga Bayern als Spitzenreiter am Montag, 21. Oktober (ab 20.15 Uhr, live bei Sport1), in das Topspiel beim direkten Konkurrenten 1. FC Schweinfurt 05. Das Team von Trainer Reiner Maurer baute den Vorsprung vor dem ärgsten Verfolger aus Schweinfurt am 15. Spieltag auf drei Punkte und fünf Tore aus.

Während die Münchner ihr Heimspiel gegen Schlusslicht TSV Rain/Lech 2:0 (1:0) für sich entschieden, musste sich der 1. FC Schweinfurt 05 im fränkischen Klassiker bei der SpVgg Oberfranken Bayreuth 1:3 (0:1) geschlagen geben, obwohl die Gastgeber mehr als eine Stunde in Unterzahl spielten.

Türkgücü München machte im Aufsteigerduell gegen den TSV Rain/Lech den vierten Sieg in Serie und den insgesamt elften Sieg im 15. Saisonspiel perfekt. Mittelfeldspieler Kasim Rabihic (18., Foulelfmeter) sorgte für die frühe Führung des Favoriten. In der zweiten Halbzeit baute der aufgerückte Abwehrspieler Mario Erb (65.) den Vorsprung aus und brachte den siebten Sieg im achten Heimspiel unter Dach und Fach.

"Für uns war es ein wichtiger Sieg, da die Erwartungshaltung aufgrund des Tabellenbildes recht groß war", sagte Reiner Maurer: "Wir haben alles ganz gut umgesetzt, auch wenn wir viele weitere Torchancen ausgelassen haben. Das Ergebnis war daher hochverdient."

Eigentor bringt Schweinfurt auf Verliererstraße

Der 1. FC Schweinfurt 05 geriet in Bayreuth durch ein Eigentor von Aaron Manu (24.), der einen Kopfball von Tobias Weber unglücklich abgefälscht hatte, auf die Verliererstraße. Nach der Pause sorgte ein Doppelschlag durch Ivan Knezevic (51.), der erst Gästetorhüter Luis Zwick umkurvte und dann aus spitzem Winkel einschob, sowie Steffen Eder (53.) für die Entscheidung. Der eingewechselte Florian Pieper (80.) konnte nur noch verkürzen.

Dabei musste die SpVgg Oberfranken Bayreuth, die den zweiten Sieg in Serie landete, während der Partie einige Nackenschläge einstecken. Erst schied Kapitän Anton Makarenko frühzeitig verletzungsbedingt aus (21.). Dann sah Patrick Weimar wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (26.) und Trainer Timo Rost wurde von Schiedsrichter Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang) mit der Roten Karte aus dem Innenraum verwiesen (28.). Dennoch brachte seine Mannschaft dem Meisterschaftsaspiranten die zweite Niederlage in Folge bei.

"Es war ein in allen Belangen verdienter Sieg für Bayreuth", gab Schweinfurts Trainer Timo Wenzel ehrlich zu: "Wir haben keine Mittel gefunden und alles vermissen lassen. Wir sind sehr enttäuscht und haben unser schlechtestes Spiel gemacht. Wenn wir am Montag in einer Woche gegen Türkgücü so spielen, bekommen wir fünf Gegentore."

Sein Gegenüber Timo Rost meinte: "Was die Mannschaft abgeliefert hat, 60 Minuten in Unterzahl, gegen einen so gut besetzten Gegner, macht mich sehr stolz."

Benjamin Baier trifft gegen Klub seines Bruders

Weiter für Furore sorgt Ex-Zweitligist SV Viktoria Aschaffenburg, der mit dem 3:2 (2:2) bei der U 23 des FC Augsburg bereits zum fünften Mal hintereinander den Platz als Gewinner verließ und damit schon auf Rang drei vorrückte. "Wir haben derzeit einen guten Lauf, bleiben aber hungrig", erklärte Aschaffenburgs Trainer und Ex-Bundesligaprofi Jochen Seitz.

Dabei hatte es zunächst gar nicht nach einem Erfolg der Gäste ausgesehen. Der erst 19 Jahre Jungprofi Maurice Malone (9./17.) legte zwei Treffer für die Hausherren vor. Noch vor der Pause sorgten jedoch Jonas Fritsch (20.) mit einem abgefälschten Schuss und Björn Schnitzer (45.+1) für den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit erzielte Benjamin Baier (64.), dessen älterer Bruder Daniel für die Profis des FCA am Ball ist, den Siegtreffer für die Viktoria. Die Augsburger (ein Punkt aus den vergangenen vier Begegnungen) fielen auf einen direkten Abstiegsplatz zurück.

Aufsteiger TSV Aubstadt setzte sich dank das 2:0 (0:0) gegen die U 23 der SpVgg Greuther Fürth in der erweiterten Spitzengruppe fest und ist nur einen Zähler von Rang drei entfernt. Michael Dellinger (46.) brachte den TSV in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit in Führung. Martin Thomann (78.), der als Vorbereiter bereits am ersten Tor beteiligt war, stellte den Endstand her. Die Gäste fielen durch ihre fünfte Saisonniederlage vom dritten auf den fünften Tabellenplatz zurück.

Heimstetten: Luca Beckenbauer sieht Rot

Die U 21 des 1. FC Nürnberg hält dank des 3:1 (2:1) gegen den SV Heimstetten Anschluss nach oben. Tim Lattaier (17.), Lukas Schleimer (30.) und der eingewechselte Casper Tengstedt (66.) trafen für die Mannschaft von Trainer und Club-Legende Marek Mintal. Fabian Cavadias (20.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich. Ab der 40. Minute musste Heimstetten in Unterzahl spielen, weil Innenverteidiger Luca Beckenbauer, Enkel von "Kaiser" Franz Beckenbauer, wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte.

Der aktuelle Vizemeister VfB Eichstätt stoppte nach vier Partien ohne Sieg seinen Negativtrend und bezwang den SV Wacker Burghausen 2:1 (2:0). Entscheidenden Anteil am Erfolg für das Team von Trainer Markus Mattes hatte Atdhedon Lushi (11./25.), der beide Treffer erzielte. Andrija Bosnjak (66.) konnte für den SV Wacker nur noch verkürzen, nach dem Sammy Ammari zuvor die Latte getroffen hatte. In der Nachspielzeit kassierten beide Mannschaften noch Platzverweise. Eichstätts Lucas Schraufstetter sah wegen wiederholten Foulspiels ebenso wie Gelb-Rote Karte wie der Burghausener Felix Bachschmid wegen einer Unsportlichkeit (beide 90.+1). Der SV Wacker holte aus seinen vergangenen drei Partien nur einen Zähler.

Das 2:1 (0:0) gegen den SV Schalding-Heining war für den FV Illertissen der zweite Sieg in Folge. Daniel Dewein (47.) und Maurice Strobel (51.) ließen die Gastgeber innerhalb von nur vier Minuten zweimal jubeln. SVS-Kapitän Markus Gallmaier (60., Handelfmeter) sorgte mit dem Anschlusstreffer noch einmal für Spannung, konnte aber nicht mehr verhindern, dass die Passauer zum fünften Mal sieglos blieben (zwei Punkte).

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