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Sondertrikot |06.04.2020|16:00

TuS Koblenz: Spenden durch "Schutzschängel"

TuS-Kapitän Stahl: "Die Idee war: Wer mindestens 19,11 Euro spendet, kommt aufs Trikot"[Foto: imago]

Die TuS Koblenz hat schon bessere Zeiten erlebt. Vier Jahre lang spielten die Blau-Schwarzen in der 2. Bundesliga, von 2006 bis 2010 gaben unter anderem der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach ihre Visitenkarten im Stadion Oberwerth ab. Lange her, heute heißen die Gegner in der fünften Spielklasse Gonsenheim, Diefflen oder Wiesbach - aber auch renommierte Klubs wie Eintracht Tier, Wormatia Worms oder Röchling Völklingen sind inzwischen in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zu Hause.

Spätestens seit dem Abstieg aus dem Unterhaus des deutschen Fußballs hat die TuS zudem mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, ab 2015 musste Koblenz sogar zweimal Insolvenz beantragen, das letzte Insolvenzverfahren wurde erst im September 2019 eingestellt. Nun reißt die Corona-Krise bei den Vereinen ein Loch in die Kasse. Was sich die Koblenzer haben einfallen lassen, um wirtschaftlich nicht erneut ins Bodenlose zu fallen, erzählt Michael Stahl im FUSSBALL.DE -Interview. Der Kapitän der "Schängel" ist seit vielen Jahren für die TuS am Ball und im Klub zudem für die Bereiche Marketing sowie Sponsoring zuständig.

FUSSBALL.DE: Michael Stahl, was ist der "Schutzschängel"?

Michael Stahl:  Das ist eine Aktion, die wir uns innerhalb des Vereins unter Federführung unseres zweiten Vorsitzenden Nils Lappahn ausgedacht haben, um während der Spielpause Einnahmen generieren zu können. Nach Ausbruch der Corona-Krise hatten unsere Fans fünf Tage lang Zeit, der TuS finanziell zu helfen und damit gleichzeitig mit ihren Namen auf dem Sondertrikot die nächste Saison zu erscheinen.

"Die Idee war: Wer mindestens 19,11 Euro spendet, kommt aufs Trikot"

Das Ergebnis kann sich sehen lassen...

Stahl: Ja, dafür sind wir unseren Unterstützern sehr dankbar! Insgesamt kamen durch 607 Einzelspenden 26.321,29 Euro zusammen, das ist wirklich sehr stark! Die Idee war: Wer mindestens den an das Jahr der Vereinsgründung angelehnten Betrag überweist- also 19,11 Euro -, kommt aufs Trikot. Es waren vereinzelt aber auch deutlich höhere Beträge dabei.

Je höher der Betrag, desto größer der Name auf dem Trikot?

Stahl:  Ja, so ist es verabredet. Alle kommen aufs Trikot, aber wer zum Beispiel 1000 Euro gespendet hat, dessen Name ist dann größer zu sehen.

Wie erklären Sie sich den schönen Erfolg der "Schutzschängel-Aktion"?

Stahl:  Das hat sicher einerseits damit zu tun, das die TuS Koblenz aus ihrer langen Tradition noch viele Anhänger hat, die in der Not zusammenhalten. Dazu kommt aber auch der Effekt, den wir durch unsere Vereinsmedien erzielt haben. Wir sind, was unsere Social-Media-Kanäle angeht, sehr gut aufgestellt und haben die Aktion auf Facebook, Twitter und Instagram gut verbreiten können. Außerdem haben wir dazu ein Video fürs TuS-TV gedreht und auf unserer Homepage einen Podcast gestellt.

Der heißt nicht von ungefähr "61 Meter", oder?

Stahl:  (lacht) Ja, ich wollte das auch nicht. Der Name spielt auf mein "Tor des Jahres"  an, das war 2010 im DFB-Pokal gegen Hertha BSC.

Sie sind fast schon ein Koblenzer Urgestein. Was verbindet Sie mit den "Schängeln"?

Stahl:  Ich habe bei der TuS schon alle Höhen und Tiefen miterlebt, dort habe ich 2004 von der Jugend den Sprung in die erste Mannschaft und somit in den Profifußball geschafft. Nachdem ich ein paar Jahre woanders gespielt habe und 2009 nach Koblenz zurückgekehrt bin, habe ich dort die erfolgreichste Zeit erlebt, Spiele in der 2. Bundesliga und 2010 eben auch das "Tor des Jahres". Später ging es mit dem Verein leider bergab, aber ich bin gerne geblieben und sehe Koblenz als meine sportliche Heimat, auch wenn ich gut 40 Kilometer weiter weg in Diez aufgewachsen bin und auch heute noch dort lebe.

Wie kam es, dass Sie für die TuS nun auch im wirtschaftlichen Bereich tätig sind?

Stahl:  Ich habe am IST in Düsseldorf Sportmanagement studiert und wollte, nachdem ich keinen Profivertrag mehr hatte, schon immer etwas neben dem Fußball machen. Seit fast drei Jahren habe ich nun im Klub eine Vollzeitstelle im Marketing und Sponsoring. Das heißt, ich bin täglich bis etwa 16 Uhr auf der Geschäftsstelle tätig und gehe dann zum Training - zumindest war das vor der Pause durch Corona so.

Wie halten Sie und Ihre Teamkollegen sich aktuell fit?

Stahl:  So wie derzeit fast alle Fußballer, mit Training im Homeoffice und Waldläufen. Klar hoffen wir alle, dass wir irgendwann wieder auf den Platz können, aber die Gesundheit und der Schutz vor Ansteckungen hat natürlich absoluten Vorrang. So lange müssen wir uns eben mit dieser schwierigen Situation arrangieren. 

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