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Integration |02.12.2018|13:00

TuS Sinsen: Klub mit Herz für alle Kulturen

Integration wird beim TuS Sinsen groß geschrieben.[Foto: Bilder TuS Sinsen / Collage FUSSBALL.DE]

Die Ankunft vieler Flüchtlinge in Deutschland im Jahr 2015 hat man beim TuS 05 Nordvesta Sinsen nicht bloß achselzuckend zur Kenntnis genommen. Vielmehr sahen sich die Verantwortlichen des Klubs aus dem nordrhein-westfälischen Marl berufen, zu helfen und einen Beitrag zur Integration der neuen Mitbürger zu leisten. Nachhaltigkeit wird dabei großgeschrieben. Schon im Oktober 2015 wurde der Klub im Rahmen der Initiative „1:0 für ein Willkommen“ von der DFB-Stiftung Egidius Braun und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration bei seinen ersten Integrationsbemühungen mit 500 Euro unterstützt. Und das Engagement setzt sich bis heute fort.

„Die integrative Wirkung des Sports ist für uns fester Bestandteil der Vereinskultur. Ein Klub mit Herz, und das für alle Kulturen, möchten wir sein“, sagt Simone Fischer, die stellvertretende Vorsitzende. So spielen inzwischen zahlreiche Flüchtlinge in der Jugendabteilung des TuS. Außerdem besteht eine Kooperation mit einer Sinsener Kita, man ermöglicht bei Bedarf Nachhilfeangebote für Schüler, begleitet minderjährige Flüchtlinge beim Gang zu Behörden, besorgt Dolmetscher oder vermittelt Anwälte. Ein junger Syrer wurde zum Übungsleiter der Minikicker. Und sogar die ersten Schritte in den Arbeitsmarkt glückten einem afghanischen Flüchtling dank der eifrigen Unterstützung der Vereinsmitglieder. Dem jungen Mann aus Afghanistan wurde auch geholfen, als es um die Suche nach einer geeigneten Wohnung und deren Einrichtung sowie den Erwerb des Führerscheins ging.

Gerne erinnert sich Fischer, wie alles angefangen hat. „Es waren einige syrische Familien mit kleinen Kindern bei uns, die wurden von zwei ehrenamtlichen Betreuerinnen unterstützt“, sagt sie, „dann gab es aber auch Alleinreisende afghanische Jugendliche.“

Winterfest der verschiedenen Kulturen

„Die integrative Wirkung des Sports ist für uns fester Bestandteil der Vereinskultur.“

Die vier waren zusammen in einer Wohnung untergebracht, ein Sozialarbeiter kümmerte sich um sie. Aber in vielen Dingen waren sie doch auf sich allein gestellt. Fischer: „Sie waren freundlich und hilfsbereit und sind mit ihren Alltagssorgen zu uns gekommen.“ Es war der Anfang einer wunderbaren Geschichte beim TuS Sinsen.

2017 veranstaltete der TuS ein Winterfest der verschiedenen Kulturen, das wiederholt werden soll. Im Rahmen der Initiative „2:0 für ein Willkommen“ unterstützen die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Integration und Flüchtlinge sowie die DFB-Stiftung Egidius Braun das Projekt der 05er mit 760 Euro. „Das hilft natürlich ungemein, denn es sind doch horrende Kosten, die auf uns zugekommen sind. Da sind wir für jede Spende dankbar“, betont Fischer. Für sie und ihre Mitstreiter im Verein ist die Unterstützung zudem ein wichtiges Signal. Das Zeichen, auf dem richtigen Weg zu sein. Daher wird man auch weiterhin nicht achselzuckend zuschauen, sondern beherzt anpacken.

Die Egidius-Braun-Stiftung unterstützte in den Jahren 2015, 2016 und 2017 insgesamt 3.324 Fußballvereine, die sich für Flüchtlinge einsetzten, mit einer pauschalen Anerkennungsprämie von jeweils 500 Euro. Darüber hinaus wurden im Jahr 2017 insgesamt 60 Fußballvereine und -verbände mit einer individuellen Fördersumme für weitergehende gesellschaftliche Integrationsansätze gefördert.

Auch im Jahr 2018 werden gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie mit finanzieller Unterstützung der Nationalmannschaft Engagements gefördert, die geflüchteten Menschen den weitergehenden Zugang in die Gesellschaft, vor allem zu Bildungs- und Berufsangeboten, erleichtern.

Die Initiative "2:0 für ein Willkommen" läuft. Jetzt für Fördergelder bewerben!

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