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|10.08.2018|15:00

Video-Assistent 2018/2019: "Wollen uns weiter verbessern"

Lutz Michael Fröhlich: "Wollen da anknüpfen, wo wir in der Rückrunde aufgehört haben"[Foto: 2018 Getty Images]

Zwei Wochen vor dem Bundesliga-Auftakt hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) gemeinsam mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) zur Pressekonferenz zum Video-Assistenten in Frankfurt am Main eingeladen. Dort verkündeten der für die Referees zuständige DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann , Lutz Michael Fröhlich, der Sportliche Leiter der Elite-Schiedsrichter , Ansgar Schwenken, DFL-Direktor Fußballangelegenheiten und Fans, sowie Video-Assistent Dr. Jochen Drees die neuen Regelungen in Sachen Video-Schiedsrichter . Erstmals angewendet werden die Neuerungen am Sonntag (ab 20.30 Uhr, live im ZDF und Eurosport Player) beim des Supercup zwischen DFB-Pokalsieger Eintracht Frankfurt und dem FC Bayern München.

Ronny Zimmermann über…

… die Wahrnehmung des Videobeweises in der Bundesliga im Vergleich zur WM: Bei der WM war die Erwartungshaltung eine deutlich andere. Während bei unserem Start in der letzten Saison mehr oder weniger die Erwartungshaltung von Perfektion vorherrschte, hat bei der WM ein Großteil der Menschen erwartet, dass es in einem Chaos endet. So liegt von den reinen Zahlen am Ende ein ähnliches Ergebnis vor, aber ein völlig unterschiedliches Bild in der Wahrnehmung.

… die Rolle des Schiedsrichters auf dem Platz: Der Schiedsrichter auf dem Feld ist der Chef und trifft die Entscheidungen. Die Assistenten helfen ihm dabei. Es ist wichtig, eine Klarheit in der Rollenverteilung zu haben.

Lutz Michael Fröhlich über…

… die erste Bundesliga-Saison 2017/2018 des Video-Assistenten: Die Rückrunde lief ganz gut. Wenn wir die WM vergleichend dazu betrachten, sind wir sehr dicht, wenn nicht sogar genau auf einer Linie. In der Hinrunde gab es sicherlich Startschwierigkeiten, die wir erst mal überwinden mussten. Das hat sich dann aber in der Rückrunde zu einer deutlich besseren Anwendung gedreht.

… die Gründe zur Verbesserung in der Rückrunde: Die Schiedsrichter müssen letztendlich auf dem Feld wieder zurück zu ihrer originären Aufgabe, dass sie entscheiden, was auf dem Platz passiert, und sich nicht zu sehr auf den Video-Assistenten konzentrieren oder gar verlassen. Die Schiedsrichter sind zum Großteil dafür mitverantwortlich, ob der Einsatz eines Video-Asistenten überhaupt beansprucht wird.

… das Ziel des Video-Assistenten und der Neuerungen: Was nicht sein sollte, ist, dass Geschwindigkeit das zentrale Ziel ist. Das zentrale Ziel sollte die Entscheidungsqualität sein. Und am Ende möglichst ohne Fehler durch die Saison zu kommen. Aber wir wissen auch, dass trotz Video-Assistent Menschen am Werk sind. Und deswegen halten wir uns bewusst bescheiden: Wir wollen uns weiterhin verbessern und da anknüpfen, wo wir in der Rückrunde aufgehört haben.

Jochen Drees über…

… seine neue Funktion als fachlicher Projektleiter für den Bereich Video-Assistent: Ich habe jetzt die Chance, dazu beizutragen, dass die ganze Sache weiterläuft. Das Thema Video-Assistent ist ein sehr wichtiges und sehr gehaltvolles. Da werde ich versuchen, alles, was ich kann und an Fähigkeiten mitbringe zu investieren.

… die Schiedsrichter-Resonanz zu der Web-Applikation: Wir haben bereits im Rahmen unseres Lehrgangs in Grassau die ersten Schritte unternommen, darauf hinzuweisen. In zwei Wochen haben wir auch noch mal einen Stützpunkt sowie einige Freundschaftsspiele, um uns mit diesem Tool vertraut zu machen. Aber ich sehe ihn als eine sehr positive Sache und Hilfe an.

… die Hilfestellung durch kalibrierte Abseitslinien: Die Tränen der Freude bei uns als Schiedsrichter sind mittlerweile getrocknet. Wir haben letztes Jahr bereits gesagt: Wir freuen uns sehr, wenn die Linie jetzt endlich kommt. Jetzt sind die Voraussetzungen dafür da, da sie sich jetzt auch bei der WM bewährt hat. Das wird uns helfen, noch mehr Sicherheit zu schaffen. Denn damit haben wir jetzt ein technisches Tool, das keinen Interpretationsspielraum lässt.

… den Einsatz der Abseitslinie: Nicht der Moment, in dem der Ball den Fuß verlässt, ist für die Entscheidung abseits ja/nein entscheidend, sondern der Moment, indem der Impuls zum Abspiel kommt. Der Moment, in dem der Ball quasi am Fuß und auf dem Weg ist, den Fuß zu verlassen, das wird die Grundlage sein, die Abseitslinie anzulegen.

… den Offlinetest in der 2. Bundesliga: Es war Wunsch der Vereine, darüber nachzudenken, ob der Videobeweis auch in der 2. Bundesliga etabliert werden kann. Deswegen findet jetzt die sogenannte Offlinephase statt. Das heißt nicht, dass wir jedes Zweitligaspiel von Köln verfolgen, sie werden analysiert und nachbetrachtet. Hauptaufgabe wird sein, das Personal zu schulen, um, wenn das von den Vereinen gewünscht wird, das Personal zur Verfügung stellen zu können. Hierfür finden fortan Schulungen im VAC statt.

Ansgar Schwenken über…

… transparente Kommunikation in der Saison 2018/2019: Die Informationslage ist sicherlich ein wesentliches Instrument für mehr Akzeptanz des Video-Assistenten in der Bundesliga. Deshalb haben wir daran in den letzten Wochen und Monaten auch sehr intensiv gearbeitet. Wir etablieren eine Web-Applikation, die es ermöglicht, Informationen aus dem Video Assist Center (VAC) nach außen zu geben. Es wird zwei Ausspielungswege geben: ins Stadion und in die Medien, damit Stadion- und TV-Zuschauer informiert werden.

… die kalibrierte Abseitslinie: Die von Hawk-Eye bei der WM verwendete Abseitslinie ist grundsätzlich anwendbar, so dass wir diese auch im Betrieb der Bundesliga ab dem 1. Spieltag einsetzen werden. Die Linie ist nur in den vier vorgesehenen Kategorien der Überprüfung vorgesehen.

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