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Mädchenfußball |10.12.2020|13:30

Viktoria Nürnberg-Fürth: Gelebte Integration

Bezirksmeister: Hier jubelt die U 13 über den Titel.[Foto: Verein]

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Wenn es in der 2. Bundesliga im traditionsreichen fränkischen Nachbarschaftsderby um Punkte geht, wird die Rivalität zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg ausgelebt und es gibt oft spannungsgeladene Duelle. Hand in Hand arbeiten die Fußballer*innen dagegen bei der SG Viktoria Nürnberg-Fürth 1883 zusammen.

Seit den 1920er Jahren haben sich hier 25 Vereine aus dem Grenzgebiet der beiden mittelfränkischen Städte zusammengeschlossen. 32 Teams hat der 1100 Mitglieder (unter ihnen 700 aktive und passive Fußballer*innen) starke Verein derzeit gemeldet. Aushängeschild ist aktuell die U 13-Mädchenmannschaft. Einige Kickerinnen gewann man fürs Team über das Programm "Willkommen im Fußball" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), das von der DFL-Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert wird. Der bisherige Erfolg kann sich sehen lassen.

An die Anfänge der Mannschaft kann sich Thomas Streng, Geschäftsstellenleiter und Koordinator für den Frauen- und Mädchenfußball bei der SGV 1883, noch gut erinnern: "Im Sommer 2018 hat die Stadt Nürnberg ein Training für Asylbewerber*innen veranstaltet. Daran nahmen nicht nur Männer, sondern auch ein paar Mädchen teil."

"Bulle": Experte für Frauen- und Mädchenfußball

Integration werde im Verein seit jeher großgeschrieben. "Die SGV steht für ein buntes Miteinander", betont Streng, der ein Faible für den Frauen- und Mädchenfußball hat: Früher selbst Torwart und aufgrund seines massiven Körperbaus in Fußballerkreisen ehrfurchtsvoll "Bulle" genannt, baute er einst schon beim  SV Fürth-Poppenreuth  und später beim  SC Germania Nürnberg  mit Erfolg jeweils eine Frauen- und Mädchenabteilung auf. Seit 2010 wirkt der heute 56-Jährige bei der SGV 1886.

Die jungen Fußballerinnen mit Migrationshintergrund in den Vereinsfußball zu integrieren, war Streng ein besonderes Anliegen. So bemühte sich der Verein um die Kinder und erfuhr durch Andrea Ackermann vom Sportservice der Stadt Nürnberg zusätzliche Unterstützung. Anfangs kümmerten sich sogenannte "Sportcoaches", die vom Sportservice ausgebildet wurden, um die Mannschaft. Nach mehreren Trainingseinheiten komplettierte sich das D-Juniorinnen-Team aus den Schulen in St. Leonhard und Schweinau. Zudem wurde eine Spielgemeinschaft mit den Juniorinnen der DJK-BFC Nürnberg gegründet.

Nach einer soliden Auftaktsaison 2018/2019 startete das aus einem Dutzend Spielerinnen aus sieben Nationen bestehende Team seit Mitte des vergangenen Jahres durch. In der Kleinfeldliga kämpft man als U 13 in der coronabedingt mittlerweile zur Saison 2019/2021 umfunktionierten Runde um die Meisterschaft des Kreises Nürnberg/Frankenhöhe und nimmt es hier unter anderem auch mit dem Regionalliga-Nachwuchs des  SV Weinberg  auf.

Kreismeister ohne Gegentor

In der Hallenrunde zu Beginn des Jahres trumpften die Schützlinge der beiden Trainer Sayim Köksal und Enis Büyük, deren Kinder ebenfalls in der Mannschaft mitspielen, so richtig auf. So holte man zuerst die Kreismeisterschaft und wurde dann – und das sogar ohne einen einzigen Gegentreffer – Bezirksmeister. Allzu gerne hätte die Kombination aus Nürnberg und Fürth auch noch Mitte März an den bayrischen Hallenmeisterschaften in Passau teilgenommen, wurde aber durch Corona ausgebremst. Thomas Streng bedauert das sehr: "Ich glaube, dass wir auch dort sehr gute Chancen gehabt hätten, etwas zu reißen."

Einen weiteren Titel errang das Team im Futsal, als man die Konkurrenz im Spielkreis Nürnberg/Frankenhöhe nach einem 9:2 im Finale gegen den  FC Pegnitz  für sich entscheiden konnte. Streng bekennt sich zur Hallenfußballvariante: "Wenn die Spiele etwa über zwei mal 20 Minuten und nicht nur über die verkürzte Distanz gehen, ist das eine super Sache. Aufgrund der besonderen Foulregeln und des sprungreduzierten Balls fördert Futsal die Technik ungemein." In diesem Zusammenhang lobt er das Engagement von Kornelia Bayer. Als Vorsitzende des Frauen- und Mädchen-Bezirksausschusses habe sie großen Anteil daran, dass Mittelfranken eine Futsal-Hochburg in Bayern ist.

Abgesehen vom Erfolg der kickenden Mädels sind sie auch beim SGV 1883 mächtig stolz auf das Multi-Kulti-Team: Deutschland, die Türkei, Griechenland, Syrien, Ghana, die Ukraine und der Kosovo sind hier vereint. "Nationalität spielt keine Rolle. Die Freude am Fußball ist das Bindeglied", betont Streng.

Kooperation mit Ex-Nationalspielerin

Auch an solchen Beispielen werde die Kraft des Fußballs deutlich. Umso mehr hofft der seit knapp vier Jahrzehnten im Ehrenamt verwurzelte Fußballenthusiast, dass trotz der Corona-Pandemie Anfang kommenden Jahres möglichst schnell eine Rückkehr auf den Platz möglich ist. "Ich habe ein wenig Angst davor, dass viele Kinder und Jugendliche durch eine längere Pause aus dem Hamsterrad herausfallen und dem Sport verloren gehen. Das wiederum könnte negative gesellschaftliche Folgen haben. Was die Vereine an Sozialarbeit leisten, würde den Staat massig Geld an Streetworkern kosten, damit unser Nachwuchs nicht auf die schiefe Bahn kommt", so Streng, der bekennender Fan des Zweitligisten Greuther Fürth ist. "Wenn die Spiele gegen den Club anstehen, bin ich bei vielen in unserem Verein allenfalls geduldet", sagt er mit einem Augenzwinkern.

Viele Ideen hat Streng noch, um den Mädchen- und Frauenfußball bei der SG Viktoria für Spielerinnen aus aller Herren Länder attraktiv zu halten. So will er die 500 Euro, die man in der Kategorie "Integration" vor wenigen Wochen für den mittelfränkischen Sportpreis erhielt, in ein Mannschaftswochenende am südbayrischen Spitzingsee investieren. Außerdem strebt er eine Kooperation mit der aus Fürth stammenden Ex-Nationalspielerin Julia Simic an, die momentan beim AC Mailand ihr Geld verdient und später regelmäßig Fußballcamps bei der SGV 1883 anbieten will.

Stolz ist er auf die neugegründete U 11. In der Spielgemeinschaft mit der DJK-BFC Nürnberg gibt es auch Juniorinnen-Teams in der U 15 und U 17. Gute Aussichten also für die Fußballerinnen aus Nürnberg und Fürth – und das völlig unabhängig davon, ob sie nun aus der einen oder anderen Stadt oder aus diesem oder jenem Land kommen.

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