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Steile Karriere |25.03.2019|08:00

Von der Regionalliga in die Primera Division

Im Sommer soll es für ihn wieder zurück in die Primera Division zu Celta Vigo gehen: Dennis Eckert (l.).[Foto: GettyImages]

Seine Geschichte klingt wie ausgedacht: Dennis Eckert (22) ist ohne große Umwege aus dem Nachwuchsfußball in Deutschland zu Celta Vigo in die Primera Divison gewechselt. Wie war das möglich? Und warum steht Eckert derzeit in der ersten niederländischen Liga bei Excelsior Rotterdam unter Vertrag?

FUSSBALL.DE: Herr Eckert, etwas überspitzt formuliert sind Sie aus dem deutschen Nachwuchsfußball direkt in die spanische erste Liga zu Celta Vigo gewechselt. Kann man das so formulieren?

Dennis Eckert: Ich würde das an der einen oder anderen Stelle etwas einschränken. In Deutschland habe ich zuletzt in der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach in der Regionalliga gespielt. Da hatten wir natürlich auch schon profihafte Bedingungen. Dann sind die Verantwortlichen von Celta Vigo auf mich aufmerksam geworden und haben mich mit 20 Jahren nach Spanien geholt. Zunächst kam ich in der Reserve, die in der dritten Liga spielt, zum Einsatz und habe mit 14 Torbeteiligungen mitgeholfen, die Aufstiegs-Play-offs zu erreichen. Seit der Rückrunde der letzten Saison habe immer häufiger bei den Profis mittrainiert. Ab dem Sommer war ich dann fest bei der ersten Mannschaft von Celta Vigo und hatte auch meine ersten Einsätze in der Primera Divison. Ich bin ganz sicher nicht den normalen Weg gegangen.

Ist da ein Traum wahr geworden?

"Man muss auch mal einen Schritt zurückgehen, um zwei nach vorne zu kommen."

Eckert: Natürlich ist da ein riesiger Traum für mich in Erfüllung gegangen. Ich habe die deutsche und die spanische Staatsbürgerschaft. Mein Ziel war es immer, in einem dieser beiden Länder den Weg nach ganz oben zu gehen. Ich wusste, dass ich das Potenzial dazu habe. Aber man braucht auch etwas Glück und den richtigen Trainer, der einen unterstützt und fördert. Ich habe dann nach und nach meine ersten Spielminuten in einer der stärksten Spielklassen der Welt gesammelt.

Wie ging es Ihnen, als Sie der Trainer bei Ihrem Profidebüt eingewechselt hat?

Eckert: Ich war hinter dem Tor und habe mich warm gemacht. Ich war total fokussiert und habe zunächst überhaupt nicht mitbekommen, dass der Trainer mich zu sich gerufen hat. Als ich dann bei ihm war, habe ich mein Trikot angezogen und noch ein paar taktische Anweisungen bekommen. Als ich tatsächlich am Seitenrand stand und darauf wartete, dass mein Mitspieler rauskommt, damit ich aufs Feld kann, war das für mich eine Achterbahn der Gefühle. Aber sobald ich auf dem Rasen war, konnte ich das alles ausblenden und habe mich nur noch auf die Begegnung konzentriert.

Welche Highlights gab es in der Primera Divison bisher?

Eckert: Es ist schwierig für mich, da etwas Spezielles herauszuheben. Ich habe zum Beispiel in Valencia und in Sevilla gespielt. Auch das Duell gegen Atletico Madrid war für mich im Rückblick außergewöhnlich. Da habe ich plötzlich mit absoluten Topstars auf dem Platz gestanden. Das war im ersten Moment natürlich spektakulär für mich. Andererseits gewöhnt man sich auch recht schnell daran, weil diese Spieler einfach nur meine Gegner und nicht meine Idole sind. Bewunderung bringt mich in diesem Moment nicht weiter.

Ein paar Monate zuvor hatten sie noch in der Regionalliga vor 200 Zuschauern gespielt und waren in der Reserve von Borussia Mönchengladbach nicht mal unumstrittene Stammkraft. Wie passt das zusammen?

Eckert: Das war mein erstes Jahr im Seniorenbereich und ich musste mich den neuen Gegebenheiten und der körperlichen Spielweise erst mal etwas anpassen. Vorher in der U 19 und der U 17 in Mönchengladbach hatte ich sehr gute Leistungen gebracht und war unumstrittener Torjäger. Dann bin ich in die zweite Mannschaft aufgerückt und hatte plötzlich am Wochenende Spieler aus dem Profikader vor der Nase, die bei uns Einsatzminuten sammeln sollten. Und ich saß dann auf der Bank oder war nicht mal im Kader. Das war keine einfache Situation. Ich habe daher meinen Vertrag in Mönchengladbach nicht verlängert, um eine neue Herausforderung zu suchen und den Schritt nach Spanien zu wagen.

Wie wichtig und lehrreich war diese Zeit an der Grenze zwischen Nachwuchs- und Profifußball für Sie?

Eckert: Sehr lehrreich. Ich habe in Pulheim bei Köln mit dem Fußball begonnen. Das war natürlich echter Amateurfußball, genauso, wie man ihn sich vorstellt. Mit zehn Jahren bin ich dann zum 1. FC Köln gewechselt. Als ich dort nach der U 14 aussortiert wurde, habe ich mir schon meine Gedanken gemacht, ob das alles noch Sinn macht. Ich habe mir auch überlegt, ob ich nicht lieber mit meinen Kumpels in meinem Heimatverein kicken möchte. Aber dann habe ich mich dazu entschieden, mein Ziel zu verfolgen und den Weg in den Profifußball zu gehen.

Wie eng ist Ihre Verbindung noch zu Ihren Freunden von früher?

Eckert: Sehr eng. Ich habe selbstverständlich noch viele Kontakte – auch zu ehemaligen Mitspielern. Meine zwei besten Freunde haben damals zusammen mit mir mit dem Fußball begonnen. Ich habe eigentlich auf meinen Stationen immer gute Freunde gefunden, zu denen ich noch Kontakt pflege. Das ist auch eine geile Sache am Fußball, dass man immer schnell nette Menschen kennenlernt und meist direkt auf einer Wellenlänge liegt.

Haben Sie auch Freunde, die ebenfalls gerne Profi geworden wären, dann aber im Amateurfußball geblieben sind?

Eckert: Ja, natürlich. Und sie sind nicht unglücklich darüber. Es hat ganz bestimmt auch seinen Reiz, Fußball einfach nur als Hobby zu sehen, zwei- oder dreimal in der Woche zu trainieren, am Wochenende Spaß zu haben und sonntags gemeinsam zu kicken. Mein Bruder zum Beispiel ist eher diesen Weg gegangen. Er wollte lieber studieren und nebenbei Fußball spielen.

Wieso sind Sie dann doch den Weg weiter in den Profifußball gegangen?

Eckert: Weil mich nochmal der Ehrgeiz gepackt hat. Der Wechsel nach Aachen mit 14 Jahren mag für Außenstehende damals vielleicht wie ein Rückschritt ausgesehen haben. Für meine persönliche Entwicklung war es genau richtig. Man muss auch mal einen Schritt zurückgehen, um zwei nach vorne zu kommen. Fußball funktioniert nicht immer so, wie man es sich vorstellt. Man kann nicht immer alles beeinflussen. Mal gibt es Tiefen, dann kommen auch wieder Höhen. Wichtig ist, dass man sein Ziel nicht aus den Augen verliert. Ich bin jetzt 22 Jahre alt und habe auch etwas gebraucht, um es nach oben zu schaffen. Nicht jeder ist ein Jadon Sancho, der mit 18 schon Champions League spielt und die Bundesliga verrückt macht. Das sind Jahrhunderttalente und damit eher die Ausnahme.

Seit diesem Winter stehen Sie in den Niederlanden bei Excelsior Rotterdam unter Vertrag. Wie waren die ersten Wochen dort?

Eckert: Super, wirklich fast perfekt. Ich bin dorthin gegangen, um noch mehr Spielpraxis zu sammeln und das ist bis jetzt aufgegangen. Der Plan sieht so aus, dass ich dann im Sommer zu Celta Vigo zurückkehre und dort wieder voll angreife.

Wieso Excelsior Rotterdam?

Eckert:  Weil das die richtige Station im Moment für mich ist. Es war eine Ausleihe, die ganz spät im Transferfenster Ende Januar über die Bühne gegangen ist. Es gab noch andere Optionen, aber Excelsior haben wir wegen der großen Chance auf Spielpraxis für die passendste gehalten. Donnerstags wurde ich über das Interesse informiert. Dann haben wir alle Formalitäten schnell geklärt. Freitags habe ich erstmals mit der Mannschaft trainiert und sonntags stand direkt das große Derby gegen Feyenoord Rotterdam auf dem Programm.

...das Sie mit Excelsior gewonnen haben.

Eckert: Und zur Krönung der ganzen Geschichte ist mir nach der Einwechslung auch noch die Vorbereitung zum Siegtreffer gelungen. Besser hätte sich die Geschichte niemand ausdenken können. Das war ein richtig geiles Gefühl. Wir waren ganz krasser Außenseiter in diesem Duell, niemand hatte uns etwas zugetraut.

Wie läuft es seitdem?

Eckert: Immer besser. Ich habe mehr und mehr Spielzeit bekommen, zuletzt stand ich fast regelmäßig in der Startelf und ich konnte auch schon den Siegtreffer im wichtigen Duell gegen den FC Emmen erzielen. Der Start war für mich super. Ich habe zuletzt als Linksaußen und nicht als zentraler Stürmer gespielt. Das war etwas ungewohnt für mich. Aber wichtig ist nur, dass der Trainer mir vertraut und mich regelmäßig einsetzt. Das ist bisher der Fall. Jetzt muss es jedoch weitergehen. Auf dem Start werde ich mich sicher nicht ausruhen.

Welche persönlichen Ziele haben Sie sich für das halbe Jahr in Rotterdam vorgenommen?

Eckert:  Viel spielen, Tore machen, Tore vorbereiten, der Mannschaft helfen. Ich will mich einfach präsentieren, weiter reifen, um dann gestärkt im Sommer nach Spanien zu Celta Vigo zurückzukehren.

Ist auch die Bundesliga ein Ziel für Sie?

Eckert: Natürlich ist die Bundesliga sehr interessant für mich. Meine Familie lebt im Rheinland, ich bin ein kölscher Jung. Klar würde ich gerne mal in der Bundesliga spielen. Aktuell zählt nur Rotterdam und im Sommer sehen wir weiter.

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